Neuhaus, S.; Glatz, P.; Will, K., © TEAG Thüringer Energie AG
17.10.2023 - 18.10.2023 Erfurt Symposium

1923 - Gründung des Thüringenwerks

Von der Idee zur einheitlichen Stromversorgung
Termin
Beginn: 17.10.2023 13:00 Uhr
Ende: 18.10.2023 15:00 Uhr
Veranstaltungs-Sprache
de-DE
Veranstaltungsort

TEAG Thüringer Energie AG
Schwerborner Str. 30
99087 Erfurt

Beschreibung

Zur Geschichte

Nach der Gründung Thüringens am 1. Mai 1920 durch den Zusammenschluss von sieben thüringischen Freistaaten konnte eine der Grundbedingungen für das Wachstum von Thüringer Wirtschaft und Gewerbe und für die allgemeine Versorgung, nämlich der Ausbau der Elektrizitätswirtschaft auf Basis eines einheitlichen Stromversorgungskonzeptes in Angriff genommen werden. Landesweiter Verbundbetrieb für die Elektrizitätsversorgern, die Zusammenschaltung der thüringischen Erzeugerwerke, einheitliche Spannungsebenen und Stromarten und möglichst Vereinheitlichung der Strompreise sollten die Elektroenergieversorgung im Land für alle zuverlässiger und wirtschaftlicher machen. Nach der Abschaffung der politischen Kleinstaaten sollte damit auch der „energiewirtschaftlichen Kleinstaaterei“ ein Ende gesetzt werden. Zudem wurde als weiteres Ziel die Abwehr des Zugriffs der in unmittelbarer Nachbarschaft erfolgreich agierenden Großunternehmen der Branche  gesehen. Mit der Erstellung des Versorgungskonzepts war das Ingenieurbüro Oskar von Millers beauftragt worden. Dieses sah im ersten Ausbau vor, Überschuss und Mangel an elektrischer Energie innerhalb Thüringens über ein neu zu errichtendes, überlagerndes 50-kV-Hochspannungsnetz („Landessammelschiene“) auszugleichen. Das Münchener Ingenieurbüro propagierte zudem die Nutzung der inländischen Wasserkräfte, besonders von Saale und Werra. Es brauchte allerdings noch drei Jahre mit intensiven und schwierigen Verhandlungen in zwei Thüringer Landtagen, bis ein wichtiger Schritt, die Gründung der Thüringischen Landeselektrizitätsversorgungs-AG (Thüringenwerk) am 17. Oktober 1923 in Weimar erfolgen konnte. Auf dem Höhepunkt der Inflationszeit setzten die Beteiligten aus Landesregierung und Energieversorgung damit ein weiteres, mutiges Zeichen für einen selbstbestimmten Weg zur Einigung des Landes.
Der rasante Aufbau: Parallel zum organisatorischen Aufbau der Verwaltung des jungen Unternehmens, der bereits am 1. März 1924 abgeschlossen war, begann die umgehende Lösung der Unternehmensaufgaben. Das Kraftwerk Erfurt wurde aus den städtischen Betrieben herausgelöst und am 7. Juli 1924 in eine neue Gesellschaft, die Großkraftwerk Erfurt AG, überführt. Bereits am 1. November 1924 konnten die 50-kV-Leitung Gispersleben–Apolda und die neu errichteten Umspannwerke Erfurt, Weimar und Apolda in Betrieb genommen werden. Als nächstes wurde die Zeiss-Leitung Burgau-Ziegenrück an die 50-kV-Landessammelschiene angeschlossen. Im Folgejahr fand eine wesentliche Erweiterung der über das Thüringenwerk versorgten Gebiete mit dem Anschluss der südostthüringischen Versorger statt. Schritt für Schritt wurde das ursprüngliche Versorgungskonzept weiter umgesetzt – konnte allerdings infolge des Krieges bis zur Enteignung und Überführung in den VVB Energiebezirk Süd im Jahr 1948 nicht abgeschlossen werden. Diese Aufgabe lösten dann die nachfolgenden Versorgungsunternehmen.

Preis
Persönliches VDE-Mitglied 0,00 €
Korporatives VDE-Mitglied 0,00 €
Nichtmitglied 0,00 €
Veranstalter

VDE Region 02 Ost/Mitteldeutschland

Mitveranstalter

ETG Energietechnische Gesellschaft im VDE

TEAG Thüringer Energie AG 

Referenten
  • Dr. Andreas Roß, Mitglied des Vorstands der TEAG Thüringer Energie AG 
  • Ing.-päd. Axel-Rainer Porsch, Leiter AK „Stromgeschichte Thüringens“ der TEAG Thüringer Energie AG
  • Dr. Marko Kreutzmann, Leiter der Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens, FSU Jena 
  • Dr. phil. Peter Glatz, AK „Stromgeschichte Thüringens“ der TEAG Thüringer Energie AG
  • Vorstand des VDE-BV Thüringen
  • Prof. Dr. Udo Rindelhardt, Dresden
  • Dr.-Ing. habil. Matthias Sturm, Geschäftsbereichsleiter Unternehmensentwicklung/Kommunikation der TEAG
  • Tamara Hawich, Vorstandsmitglied Thüringer Wirtschaftsarchiv für Nord- und Mittelthüringen e. V., Erfurt
  • VDE Ausschuss „Geschichte der Elektrotechnik“
  • Dipl.-Ing. Walter Schossig, Beirats-Mitglied des VDE BV Thüringen / AK „Stromgeschichte Thüringens“ der TEAG 
Bemerkungen

Tagungsformat

Es handelt sich um eine kostenfreie Präsenzveranstaltung inklusive Imbiss. Eine digitale Teilnahmemöglichkeit an den Vorträgen ist parallel vorgesehen. Besprechungs-ID und Passcode werden auf E-Mail-Anfrage rechtzeitig versandt.

Anmeldung per E-Mail:

matthias.wenzel@teag.de oder india.moratschke@teag.de

Anmeldeschluss ist der 6. Oktober 2023

Bitte geben Sie dies bei Ihrer formlosen Anmeldung mit an:

-digitale Teilnahme gewünscht (j/n)

-wenn Präsenzteilnahme: Name(n)

17. Oktober 2023

   -Teilnahme am Symposium (j/n)

   -Teilnahme am Get Together (j/n)

18. Oktober 2023

   -Teilnahme am Symposium (j/n)

   -Teilnahme an Exkursion (A oder B)

A) Umspannwerk Erfurt Ost       B) Erzeugung der SWE Erfurt

Hotelempfehlung

Im  Radisson Hotel im Zentrum Erfurts ist ein Abrufkontingent unter dem Stichwort „TEAG Thüringenwerk“ mit einem Entgegenkommens-Preis vereinbart. Bis zum 18.09.2023 kann man sich darauf anmelden. In unserer Veranstaltungsseite finden Sie ein entsprechendes elektronisches Anmeldeformular. Füllen Sie dies bitte aus und schicken es z. B. per E-Mail an das Hotel. Aktivieren Sie hierfür das Ausfüllwerkzeug im Acrobat Reader.

Kontakte
Ansprechpartner
Dr.-Ing. Michael Schanz
VDE e.V.
Merianstr. 28
63069 Offenbach

3ztyrv2.9tyr4EQAuv.t53 Tel. 0175 9365207

Organisation
Matthias Wenzel
TEAG
Schwerborner Str. 30
99087 Erfurt

3r__yzr9.Bv4Ev2Q_vrx.uv Tel. 0361 6522956

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