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20.02.2019 Pressemitteilung 219 0

VDE|DKE küren die Gewinner von DIN-Connect mit 75.000 Euro Fördermittel

Ziel des Wettbewerbs  von DIN und VDE|DKE ist es, KMU und Start-ups mittels Normung schneller auf den Markt zu verhelfen. VDE|DKE zeichnete  jetzt drei Projektideen in den Bereichen Energie und E-Mobilität für ihr Standardisierungspotenzial aus.  

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Jetzt stehen sie fest: Die Gewinner des Ideenwettbewerbs DIN-Connect der beiden Normungsorganisationen DIN und VDE|DKE. VDE|DKE zeichnete nun drei Gewinner in den Kategorien Energie und E-Mobilität mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 75.000 Euro aus. Zudem erhalten sie die kostenfreie Standardisierung ihrer Idee. Dabei begleiten und unterstützten die Experten von VDE|DKE die Gewinner während des gesamten Prozesses. „Wir fördern zusammen mit DIN jedes Jahr kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups, ihre Innovationen in die Normung und Standardisierung zu überführen und erleichtern ihnen auf diese Weise einen schnelleren Marktzugang“, erklärt Michael Teigeler, Geschäftsführer der vom VDE getragenen Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE). 

Selbstregelung disponibler Lasten

35.000 Euro geht an Gunnar Kaestle für sein Projekt „Selbstregelung disponibler Lasten“. Aufgrund der Zunahme dezentraler Erzeuger in den Verteilnetzen, die aufgrund der fehlenden Speicherbarkeit von Wind- und Solarenergie als Primärenergie nicht disponibel sind, muss in Zukunft der Ausgleich auf Verbraucherseite stattfinden. Die Projektidee von Kaestle schafft die Voraussetzung, dass ein systemdienstliches Verhalten einfach, kostengünstig und robust implementiert werden kann. Ziel der VDE-Anwendungsregel „Selbstregelung von disponiblen Lasten“ ist ein Qualitätsstandard für steuerbare Lasten im Netzparallelbetrieb (Verbundnetz), der die Netzdienlichkeit von dezentralen Lasten bewertet. 

CIM-Profilierung und Interoperabilitätsnachweise im Rahmen von CIM IOP Test

Ein Fördergeld in Höhe von 20.000 Euro geht an das „OFFIS – Institut für Informatik e.V.“ für sein Projekt „CIM-Profilierung und Interoperabilitätsnachweise im Rahmen von CIM IOP Test“. Die Preisträger untersuchten, wie man unabhängige Interoperabilitätstests mit verschiedenen Herstellern durchführen kann. Ihre Lösung: Durch den Aufbau einer unabhängigen Prüfinstanz wie bei der IHE (Integrating the Heathcare Enterprise) und der Etablierung des Prozesses zur Erstellung von Use Cases und Integrationsprofilien basierend auf einer einheitlichen Vorlage, will OFFIS die Entwicklung von interoperablen Schnittstellen vorantreiben und KMUs einen einfacheren Zugang zum Markt bei der Herstellung von Systemen/Komponenten im Energiesystem, die mit den Produkten großer Hersteller interagieren können, erlauben. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer VDE-Anwendungsregel, in der die Methodik für eine auf IEC 62559 basierte CIM-Profilierung, der Prozess zur Durchführung der CIM-Connectathons (CIM IOP Test Aktivitäten) und die Vorgehensweise zur Veröffentlichung der Ergebnisse aus den CIM-Connectathons beschrieben ist. Dabei soll der Prozess für die CIM-Profilierung angewandt werden, welches die Normen IEC 61970, IEC 61968 und IEC 62325 umfasst. 

Neuartiges Ferritmaterial für Leistungsanwendung

Weitere 20.000 Euro Fördermittel erhält die Bs&T Frankfurt am Main GmbH für ihr Projekt „Neuartiges Ferritmaterial für Leistungsanwendung“. PFC-Drosseln (Power Factor Correction) für Hochleistungsanwendungen wie beispielsweise in Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge erfordern weichmagnetische Materialien mit möglichst hoher Sättigungsflussdichte und geringen Verlusten. Dabei wird verbreitet Leistungsferritmaterial (MnZnFerrite) eingesetzt, dessen Sättigungsflussdichte aufgrund der antiferromagnetischen Eigenschaften heutzutage begrenzt ist. Mithilfe des neuartigen Ferritmaterials lassen sich die bisher vorherrschenden Grenzen ausdehnen, sodass sich mehr Leistung bei gleichzeitig sinkendem Bauvolumen realisieren lässt. Ziel des Projektes Bs&T Frankfurt am Main GmbH ist die Ergänzung der IEC 60205, die im VDE|DKE-Arbeitskreis „Magnetische Bauelemente und deren Komponenten“ bearbeitet wird.

Bewerbungsphase nicht verpassen!

Mit dem Programm fördern VDE|DKE und DIN jedes Jahr innovative Projektideen mit Standardisierungspotenzial ein Jahr lang. Die Bewerbungsphase für 2020 beginnt im Sommer 2019. Mehr über DIN-Connect unter https://www.dke.de/de/services/foerderprogramme/din-connect.

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DIN/DKE
01.02.2019

DIN-Connect ist eine Maßnahme zur Förderung von Innovationen initiiert und organisiert durch DIN und die DKE.

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