Isolierstoffprüfung im VDE-Institut
VDE
12.03.2018 Seite 818 0

Isolierstoffprüfung und -zertifizierung im VDE-Institut

Isolierstoffe erfüllen in erster Linie eine Schutzfunktion. Sie bewahren das, was sie umgeben, vor ungewollten äußeren Einwirkungen, wie zum Beispiel Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit. Sie leisten damit einen wichtigen Anteil zur Produktsicherheit. Das VDE-Institut prüft die Isolierstoffe Ihres Elektroproduktes schon während des Entwicklungsprozesses auf Normenkonformität in Bezug auf Entflammbarkeit und Kriechstromsicherheit.

Im VDE-Institut erhalten Sie alle Prüfungen aus einer Hand. Die Isolierstoffprüfungen werden mit anderen Sicherheitsprüfungen kombiniert und auf Grundlage von verschiedenen Normen (VDE, DIN,  EN, IEC) durchgeführt.

Kontakt

Giuseppe Messinese

Unser Leistungsangebot im Bereich der Isolierstoffprüfungen

  • Bestimmung der Vergleichs- und Prüfzahl der Kriechwegbildung an festen Isolierstoffen unter Verwendung von Wechselspannung (Kriechstromprüfung)
  • Bestimmung der Wärmebeständigkeit von elektrotechnischen Betriebsmitteln, Baugruppen, Bauelementen und festen Isolierstoffen (Kugeldruckprüfung)
  • Nachbildung der Wirkung kleiner Flammen auf elektrotechnische Betriebsmittel, Baugruppen, Bauelemente und feste Isolierstoffe (Nadelflammprüfung)
  • Untersuchung der Entflammbarkeit von Werkstoffen und Enderzeugnissen (Glühdrahtprüfung)
  • Frühzeitige Erkennung und Behebung von Schwachstellen (während des Entwicklungsprozesses), die im Betrieb zu unerwünschten Ausfällen führen würden

VDE-Zertifizierung von Kunststoffmaterialien

Wir bieten Herstellern von Kunststoffmaterialien die Prüfung und Zertifizierung ihrer Produkte (Granulate) an. Damit wird erreicht, dass bereits bei der Entwicklung von Kunststoffmaterialien die Anforderungen der „Haushaltsgerätenorm“ DIN EN IEC 60335-1 berücksichtigt werden können.

Durch das VDE-Zeichen können die Verarbeiter der Granulate bereits bei der Auswahl der Kunststoffe sicher sein, dass die Anforderungen der DIN EN IEC 60335-1, speziell in Bezug auf die Entflammbarkeit und Entzündbarkeit von Kunststoffmaterialien, erfüllt sind. Zusätzlich vereinfacht sich der spätere Prüfprozess beim zu zertifizierenden Haushaltsgerät, denn das VDE-Institut verzichtet bei seinen Produktprüfungen auf die erneute Durchführung von Glühdrahtprüfungen am Endprodukt, wenn VDE-zertifizierte Kunststoffe eingesetzt werden. Somit verkürzt sich die Entwicklungszeit und Prüfkosten werden reduziert.

In der DIN EN IEC 60335-1 wurde ein besonderes Augenmerk auf die Brandsicherheit elektrischer Geräte gelegt, was sich durch erhöhte Anforderungen an die Feuerbeständigkeit isolierender Kunststoffe bei der Glühdrahtprüfung widerspiegelt. Somit bietet sich dem Verbraucher eine erhöhte Sicherheit, z. B. bei unbeaufsichtigt betriebenen Geräten wie Waschmaschinen oder Wäschetrocknern. Damit möglichst alle Einsatzgebiete der Kunststoffmaterialien abgedeckt sind, werden diese Prüfungen an Prüfplatten verschiedener bevorzugter Dicken sowie verschiedener Farben durchgeführt. Die Unterscheidung nach unterschiedlichen Dicken trägt dem oft unterschiedlichen Brandverhalten Rechnung. Dadurch kann die Einhaltung der hohen Anforderungen der Glühdrahtprüfung am Endprodukt über Prüfplatten nachgewiesen werden.

Darüber hinaus bieten wir auch die Zertifizierung von Kunststoffmaterialien für die Vergleichszahl der Kriechwegbildung CTI sowie die Wärmebeständigkeit (Temperatur der Kugeldruckprüfung) an. Auch an Leiterplatten ist eine Vielzahl von Isolierstoffprüfungen mit Zertifizierung für den Einsatz der DIN EN IEC 60335-1 möglich.

 

Auditierung der Kunststoffhersteller

Die VDE-Zertifizierung der Kunststoffe unterliegt sehr strengen Auflagen, um ein Optimum an Sicherheit für den Verbraucher zu erreichen. So werden die Produktionsstätten des Kunststoffherstellers unter anderem in punkto Qualitätssicherungsmaßnahmen auditiert und zertifiziert. Jährlich finden Kontrollinspektionen der Produktionsstätten statt. Zusätzlich werden zur Qualitätsüberwachung ausgewählte Materialien, die bereits zertifiziert wurden, nochmals hinsichtlich ihrer brandtechnischen Materialeigenschaften unter die Lupe genommen.


 

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