Unsere Prüfprogramme orientieren sich an einschlägigen Normen und Spezifikationen, die die einzuhaltenden Eigenschaften und Grenzwerte definieren. Neben normativen Prüfungen werden auch entwicklungsbegleitende Untersuchungen sowie kundenspezifische Sonderprüfungen durchgeführt, um spezifische Produkteigenschaften gezielt zu charakterisieren. Die erfolgreiche Prüfung und Zertifizierung dokumentiert die Konformität mit dem Stand der Technik und schafft Vertrauen in Qualität, Robustheit und Einsatzfähigkeit – sowohl für Hersteller als auch für Anwender.
Durch die Kombination von VDE Prüfverfahren wird sichergestellt, dass Batterien und Systeme ihre Funktion und Sicherheit im vorgesehenen Einsatzbereich zuverlässig erfüllen.
Ein zentraler Bestandteil ist die Bestimmung der Schutzarten im Rahmen der Ingress Protection (IP) sowie der IK-Klassifizierung. Diese bewerten den Schutzgrad von Gehäusen gegenüber dem Eindringen von festen Fremdkörpern, Staub und Wasser sowie gegenüber mechanischen Einwirkungen. Das VDE Institut deckt hierfür das vollständige Prüfspektrum ab: Wasserbeanspruchungen reichen von leichtem Sprühwasser bis hin zur vollständigen Immersion. In Druckkammern können Eintauchtiefen von bis zu 50 Metern bei Drücken von bis zu 5 bar realitätsnah simuliert werden. Das Eindringen von Staub wird unter kontrollierten Bedingungen in speziellen Staubkammern geprüft. Ergänzend erfolgt die Verifikation des Berührungsschutzes mittels genormter Prüfsonden, um Gefährdungen durch elektrische Kontakte zuverlässig auszuschließen.
Darüber hinaus umfasst die Umweltsimulation eine Vielzahl spezifischer Prüfverfahren: Temperaturschocktests untersuchen die Beständigkeit gegenüber abrupten Temperaturwechseln und deren Einfluss auf Materialspannungen und Dichtheit. Die UV-Beständigkeit wird durch gezielte Bestrahlung geprüft, um Alterungsprozesse durch ultraviolette Strahlung zu bewerten, während Sonnensimulationen reale solare Einstrahlungsbedingungen nachbilden und thermische Belastungen analysieren.
Im Rahmen von Vibrationstests mit Klimaüberlagerung werden mechanische Schwingungen unter gleichzeitiger Einwirkung von Temperatur und Feuchte untersucht, um kombinierte Belastungen praxisnah abzubilden. Mechanische Schockprüfungen simulieren kurzzeitige, hohe Beschleunigungen, wie sie beispielsweise bei Stößen oder Transportereignissen auftreten. Prüfungen unter definierten Temperatur- und Feuchtebedingungen ermöglichen die Bewertung des Verhaltens bei klimatischen Extremwerten sowie bei langanhaltender Feuchtebelastung.
Zusätzlich werden Einflüsse wie Korrosion unter aggressiven Umgebungsbedingungen analysiert, während Höhensimulationen und Unterdruckprüfungen das Verhalten bei reduzierten Luftdrücken, etwa im Lufttransport oder in großen Höhen, bewerten.