China RoHS – Anforderungen für den chinesischen Wirtschaftsraum

Die China RoHS‑Regelung („Measures for the Restriction of the Use of Hazardous Substances in Electrical and Electronic Products“) ist das chinesische Pendant zur europäischen RoHS‑Richtlinie. Sie trat in ihrer aktuellen Fassung („China RoHS 2“) im Jahr 2016 in Kraft und regelt die Beschränkung bestimmter gefährlicher Stoffe in elektrischen und elektronischen Produkten, die in der Volksrepublik China in Verkehr gebracht werden.

Das VDE Institut unterstützt Hersteller die Anforderungen der China RoHS zu erfüllen.

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Ziel der China RoHS ist – analog zur EU‑RoHS – die Reduzierung von Umwelt‑ und Gesundheitsrisiken durch gefährliche Stoffe wie:

  • Blei (Pb)
  • Cadmium (Cd)
  • Quecksilber (Hg)
  • sechswertiges Chrom (Cr VI)
  • polybromierte Biphenyle (PBB)
  • polybromierte Diphenylether (PBDE)

Besonderheiten und Unterschiede zur EU RoHS

Trotz inhaltlicher Nähe gibt es wesentliche Unterschiede zur europäischen RoHS‑Richtlinie (2011/65/EU):

  • Kennzeichnungs‑ und Informationspflichten stehen im Vordergrund: Statt einer generellen Stoffbeschränkung für alle Produkte liegt der Fokus zunächst auf Deklaration und Kennzeichnung (z. B. Environmental Friendly Use Period – EFUP)
  • China RoHS Catalogue: Erst Produkte, die explizit im sogenannten China RoHS Catalogue gelistet sind, unterliegen verbindlichen Grenzwert‑ und Konformitätsanforderungen analog zur EU‑RoHS
  • Keine CE‑Kennzeichnung, sondern nationale Konformitätsanforderungen: Die Konformitätsbewertung erfolgt nach chinesischen Vorgaben und Normen, teilweise mit Pflichtprüfungen durch akkreditierte Labore in China
  • Stoffumfang derzeit enger als bei EU‑RoHS: Zusätzliche Stoffe wie Phthalate, die unter EU‑RoHS geregelt sind, sind aktuell noch nicht Bestandteil der China‑RoHS‑Beschränkungen, können jedoch im Rahmen von Produktinformationen relevant sein

Welche Vorteile bietet China RoHS für Hersteller?

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VDE
  • Gesicherter Marktzugang in China
  • Erfüllung gesetzlicher Kennzeichnungs‑ und Deklarationspflichten
  • Reduzierung von Verzögerungen bei Zoll‑ und Markteinführung
  • Transparente Materialinformationen entlang der Lieferkette
  • Klare Abgrenzung zu EU‑ und anderen nationalen RoHS‑Regelungen

VDE unterstützt Hersteller auch bei China RoHS

  • Materialprüfung homogener Materialien gemäß IEC 62321‑Reihe: Bestimmung der China‑RoHS‑relevanten Stoffe (Pb, Cd, Hg, Cr VI, PBB, PBDE)
  • Voll‑ oder Teilprüfungen je nach Produkttyp und Marktanforderung: Flexible Prüfumfänge abgestimmt auf Produkt, Lieferkette und Zielmarkt
  • Prüfberichte gemäß den Anforderungen von China RoHS: Erstellung von Prüfberichten – optional mit DAkkS‑Akkreditierungssymbol – zur Unterstützung von Deklaration, Kennzeichnung und Konformitätsbewertung in deutsch-chinesischer Sprache
  • Review externer Prüfberichte und Lieferantendokumente: Fachliche Plausibilitätsprüfung zur Absicherung bestehender Nachweise
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