Bisphenole in Lebensmittelkontaktmaterialien

Die Europäische Union hat mit der Verordnung (EU) 2024/3190 ein weitgehendes Bisphenol‑Verbot für Materialien und Gegenstände mit Lebensmittelkontakt eingeführt. Die Regelung gilt seit Januar 2025, mit definierten Übergangsfristen für bestimmte Anwendungen und Materialgruppen und ergänzt bzw. ändert unter anderem die Verordnung (EU) Nr. 10/2011. Die Verantwortung für die Einhaltung und der damit verbundenen Anforderungen liegt bei den Wirtschaftsakteuren. Die analytischen Prüfungen des VDE Instituts unterstützen Hersteller, Importeure und Lieferanten dabei, die regulatorischen Vorgaben nachvollziehbar zu erfüllen.

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Bisphenole, insbesondere Bisphenol A (BPA), wurden über viele Jahre in Lebensmittelkontaktmaterialien wie Kunststoffen, Beschichtungen, Klebstoffen und Druckfarben eingesetzt. Diese wurden aufgrund ihrer gesundheitsrelevanten Eigenschaften, insbesondere der endokrinen Wirkung, nun verboten. Im Fokus steht dabei nicht nur der gezielte Einsatz von BPA, sondern auch das Auftreten anderer Bisphenole (z. B. BPS, BPF, BPAF), die teilweise als Ersatzstoffe verwendet wurden oder unbeabsichtigt vorkommen können. Der analytische Nachweis erfolgt mittels Hochleistungs‑Flüssigchromatographie in Kopplung mit Massenspektrometrie (LC/MS), die eine empfindliche und selektive Bestimmung von Bisphenolen in Materialien, Migrationsextrakten oder Lebensmittelsimulanzien ermöglicht.


Welche Vorteile bietet die Bisphenol-Prüfungen für Hersteller?

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VDE
  • Nachweis der Konformität mit dem EU‑weiten Bisphenol‑Verbot
  • Früherkennung unzulässiger oder kritischer Bisphenole
  • Absicherung gegenüber Marktüberwachung, Kunden und Abnehmern
  • Unterstützung bei Materialumstellungen und Ersatzstoffbewertungen
  • Reduzierung von Marktrisiken und Rückrufpotenzialen

VDE unterstützt Hersteller bei Bisphenol-Prüfungen

Das VDE Institut bietet Bisphenol‑Prüfungen für Lebensmittelkontaktmaterialien als eigenständige Prüfung oder als Bestandteil umfassender Food‑Contact‑Bewertungen an.

  • Bestimmung von BPA und weiteren Bisphenolen mittels LC/MS
  • Untersuchungen an Materialien, Migrationsextrakten und Simulanzien
  • Bewertung im Kontext aktueller EU‑regulatorischer Anforderungen
  • Unterstützung bei Materialfreigaben, Lieferantenbewertungen und Substitutionen
  • Integration der Bisphenol‑Prüfung in bestehende Food‑Contact‑ und NIAS‑Konzepte
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