NIAS-Screening (Non Intentionally Added Substances)

Neben bewusst eingesetzten Ausgangsstoffen können in Materialien mit Lebensmittelkontakt sogenannte NIAS (Non‑Intentionally Added Substances) enthalten sein. Hierbei handelt es sich um unbeabsichtigt auftretende Stoffe, wie z. B. Verunreinigungen, Reaktions‑ und Abbauprodukte, Nebenprodukte der Herstellung oder Stoffe aus Recyclingprozessen. NIAS sind nicht explizit reguliert oder gelistet, unterliegen jedoch den allgemeinen Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 sowie – für Kunststoffe – den ergänzenden Anforderungen der Verordnung (EU) Nr. 10/2011.

Das VDE Institut bietet NIAS‑Screenings als Bestandteil oder Ergänzung von Food‑Contact‑Prüfungen an und unterstützt Sie bei der Bestimmung unbeabsichtigter Stoffe.

Jetzt Angebot anfordern

Welche Vorteile bietet ein NIAS Screening für Hersteller?

Icon Alert
VDE

Die Verantwortung für die Bewertung von NIAS liegt bei den Wirtschaftsakteuren selbst. Ein strukturiertes NIAS‑Screening unterstützt Hersteller, Importeure und Lieferanten dabei, dieser Verantwortung nachvollziehbar nachzukommen.

Für Unternehmen ergeben sich daraus wichtige Vorteile:

  • Erfüllung der Sorgfaltspflichten gemäß (EG) Nr. 1935/2004 und (EU) Nr. 10/2011
  • Früherkennung unbekannter oder unerwarteter Stoffe
  • Verbesserte Produktsicherheit und Risikominimierung
  • Absicherung gegenüber Behörden, Kunden und Abnehmern
  • Unterstützung bei Materialentwicklung, Rezepturänderungen und Lieferantenwechseln

VDE unterstützt Hersteller bei der Bestimmung unbeabsichtigter Stoffe

Da für NIAS in der Regel keine festgelegten Grenzwerte existieren, ist eine fallbezogene Identifikation und Bewertung erforderlich. NIAS‑Screenings dienen dazu, diese Stoffe zu erfassen und eine fundierte Grundlage für die toxikologische Bewertung und Konformitätsentscheidung zu schaffen.

NIAS‑Screenings als Bestandteil oder Ergänzung von Food‑Contact‑Prüfungen

  • Screening auf organische NIAS mittels GC/MS und LC/MS
  • Identifikation und Einordnung gefundener NIAS Substanzen
  • Vergleich von Referenz‑ und Auffälligkeitsmustern
  • Unterstützung als Grundlage für toxikologische Bewertungen
  • Integration von NIAS‑Screenings in bestehende Food‑Contact‑Prüfkonzepte
Jetzt Angebot anfordern