Im Mittelpunkt des Non‑Target‑Screening stehen chromatographische Verfahren (LC/GC) in Kopplung mit hochauflösender Massenspektrometrie (HRMS). Mit dieser Technik werden alle unter den gewählten Messbedingungen detektierbaren organischen Verbindungen registriert. Neben bekannten Stoffen lassen sich so auch unerwartete, neuartige oder bislang nicht regulierte Substanzen erfassen – ein zentraler Vorteil in komplexen und dynamischen Stofflandschaften.
Die Methode gewinnt zunehmend an Bedeutung, da produzierende Unternehmen, Behörden und Kunden vor der Herausforderung stehen, mögliche Verunreinigungen, Nebenprodukte, Abbau‑ oder Transformationsprodukte sowie unbekannte Kontaminanten zuverlässig zu identifizieren.
Typische Untersuchungsmaterialien und Anwendungen:
- Polymere, Kunststoffe und Elastomere
- Prozess‑, Produkt‑ und Extraktproben (z. B. Extractables & Leachables)
- Umwelt‑ und Abwasserproben
- Verbraucherprodukte und technische Erzeugnisse
- Reklamations‑ und Schadensuntersuchungen