Für Ihre Produkte und Geräte prüfen wir Umwelteinflüsse und Schutzarten IP/IK
VDE
19.02.2020 Prüfung + Zertifizierung

Umweltsimulations- + Schutzartprüfungen im VDE Institut

Elektroprodukte müssen sicher funktionieren. Dies gilt nicht nur unter optimalen äußeren Bedingungen, sondern auch dann, wenn extreme Umstände herrschen. Das VDE Institut führt eine Vielzahl an Umweltsimulationsprüfungen und Prüfungen der Schutzklasse durch, die alle möglichen Umwelteinflüsse nachstellen. Von Temperaturveränderungen über Vibrationen bis hin zum Eindringen von Wasser oder Staub.

Kontakt

Hartmut Berndt

Umweltsimulation und IP-Schutzklassen

Umweltprüfungen auf höchstem Niveau mit dem VDE-Institut
VDE

Die Umweltsimulation umfasst diverse Prüfmethoden zur Untersuchung der Wechselwirkung zwischen einem Produkt und seiner Umwelt. In der Regel finden Umweltsimulationsprüfungen im Rahmen der Produktsicherheitsprüfung von Komponenten, Geräten und Maschinen statt. Hier entscheiden die entsprechenden Normen, welche Eigenschaften das Produkt aufweisen muss. Die Prüfungen können auch entwicklungsbegleitend durchgeführt werden. Sonderprüfungen zur Ermittlung bestimmter Produkteigenschaften sind ebenfalls möglich.

Bei der Ermittlung der Schutzart sowie IK- und IP-Schutzklassen geht es vor allem um die Bestimmung des Einsatz-Standortes. Je nach Produktart und Verwendungszweck muss eine bestimmte Schutzart (IP und/oder IK) eingehalten werden, vor allem bei elektrischen Betriebsmitteln und industriell genutzten Systemen.

In unserem Testlabor können wir dabei alle Prüfungen durchführen, die zur Erlangung der Schutzklasse IP oder IK benötigt werden. Die Beanspruchung mit Wasser kann vom leichten Regenschauer bis zum kompletten Untertauchen reichen. In einer Druckkammer kann im VDE Institut eine Eintauchtiefe von bis zu 50 Metern, mit dem daraus erhöhten Druck von bis zu 5 bar, simuliert werden. Das Eindringen von Staub wird in einer speziellen Staubkammer überprüft. Selbstverständlich gehört auch der Berührungsschutz zum Prüfumfang. Mit Prüfsonden und einem international genormten Prüffinger testen die VDE Experten, ob es möglich ist, stromführende oder nicht ausreichend isolierte Teile zu berühren. Die Gefahr eines Stromschlags muss ausgeschlossen sein. Weiterhin überprüfen wir den Schutzgrad des Gehäuses gegen schädliche mechanische Beanspruchung. Dies wird dann in der IK-Klassifizierung bestätigt.
Ist das Gerät beispielsweise vollständig geschützt vor dem Eindringen von Wasser, Staub oder Fremdkörpern, erhält es die höchste Schutzklasse und ist für den Außenbereich geeignet.

Breites Produktspektrum für Umweltsimulation und Schutzklasse

Umweltsimulationsprüfung in der Staubkammer für den Erhalt einer Schutzklasse
VDE

Gerade Produkte für die Industrietechnik sind häufig extremen Bedingungen wie Hitze, Schmutz, Feuchtigkeit oder mechanischen Einflüssen durch beispielsweise Erschütterungen ausgesetzt. Das VDE-Institut testet die Schockresistenz, den Einfluss von sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen, Nässe und hoher Luftfeuchtigkeit sowie Sonneneinstrahlung und Vibration. Unsere elektrodynamische Schwinganlage erlaubt die Durchführung von Schwingungsprüfungen kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

Neben diesen und vielen weiteren Prüfungen zur Umweltsimulation bietet das VDE-Institut selbstverständlich alle nach den gängigen Normen geforderten Prüfungen der Produktsicherheit wie auch der funktionalen Sicherheit, elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) sowie Qualitätsprüfungen an.

Die sicherheitstechnischen Prüfungen umfassen das komplette Produktspektrum der Industrietechnik. Kabel und Leitungen werden auf ihre Belastbarkeit geprüft. Im hauseigenen Hochspannungslabor prüfen wir Transformatoren und Schaltgeräte. Hinzu kommen Prüfungen an Elektromotoren, industriellen Steckverbindern und Netzgeräten.

Angebot anfordern

Prüfung auf UV-C-Beständigkeit bei elektrischen Geräten

Elektrische Geräte auf UV-C Beständigkeit prüfen
tilialucida / stock.adobe.com

In einem Bereich von 100 und 280 Nanometern liegt die ultraviolette Strahlung UV-C. Die Strahlung hat in diesem Bereich eine keimabtötende Wirkung. Durch ihre besondere Eigenschaft kann die Vermehrung von Mikroorganismen, wie z. B. Bakterien, Viren und Protozoen verhindert werden und diese auch abtöten.

Aufgrund ihrer energiereichen Eigenschaft haben UV-C-Strahlen eine Auswirkung auf die meisten modernen Werkstoffe/Produkte, da sie deren mechanische und elektrische Eigenschaften verändern können. Diese physikalische Alterung führt zu Rissen oder Brüchen im Bauteil und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit.

Das VDE Institut bietet normenbasierte Prüfungen an, in denen Materialien auf ihre UV-C-Beständigkeit überprüft werden. Internationale Standards fordern bereits eine Prüfung der UV-C-Beständigkeit von nicht-metallischen Materialien. Vorreiter ist hier die IEC 60335-1:2010/AMD2:2016 „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke“. Angesichts der immer häufiger aufkommenden UV-C-Strahlungsquellen in elektrischen Geräten, haben wir uns vorzeitig mit Prüfverfahren und deren Realisierbarkeit auseinandergesetzt. So kann bereits heute die Prüfung der UV-C-Beständigkeit in unseren Laboren durchgeführt werden.

Die eingesetzte Bestrahlungskammer bietet Platz für Probengrößen bis zu 29 cm bei einer Grundfläche von 46 cm x 32 cm. Die Probentemperatur wird durch zusätzliche IR-Bestrahlung auf dem geforderten Wert gehalten.

Vertrauen beim Verbraucher schaffen

Umweltsimulationsprüfungen geben Auskunft darüber, ob das Produkt im Innenbereich oder Außenbereich verwendet werden kann
VDE

Den Herstellern stehen für den Bereich der Umweltsimulation und Schutzart kompetente VDE-Mitarbeiter mit langjähriger Expertise und ein umfangreich ausgestattetes Testlabor zur Verfügung. Die Prüfung von elektrotechnischen Geräten, Komponenten und Systemen basieren dabei einerseits auf VDE-, DIN-, EN-, IEC- und MIL-Normen, andererseits auf herstellerspezifischen Standards. Mit der Bestätigung, dass Umwelteinflüsse keine Auswirkungen auf die Geräte haben und der Bestimmung von IK- und IP-Schutzklassen, erhalten nicht nur Hersteller eine Bestätigung der Sicherheit und Qualität. Käufer des Produktes können aufgrund des VDE Zeichens sicher sein, dass das Produkt dem aktuellen Stand der Technik entspricht und die einwandfreie Funktion im Innen- und Außenbereich gewährleistet ist. Verbraucher achten bei immer mehr Produkten auf ein unabhängiges Prüfzeichen wie das VDE Zeichen.

Einige unserer Leistungen im Detail

Im VDE-Umwelttestzentrum können wir Schockprüfungen durchführen

Elektrodynamische Schwinganlagen

Vibrationsanlagen mit elektrodynamischem Schwingungserreger und Klimaüberlagerung. Durchführung von Schwingungsprüfungen (Sinus, Breitbandrauschen, Resonanzsuche, Resonanzverweilen, Sinus auf Rauschen), kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

Im VDE-Umwelttestzentrum können wir Schockprüfungen durchführen

Vibrationsanlagen mit elektrodynamischem Schwingungserreger und Klimaüberlagerung. Durchführung von Schwingungsprüfungen (Sinus, Breitbandrauschen, Resonanzsuche, Resonanzverweilen, Sinus auf Rauschen), kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

  • max. Vektorkraft: 120 kN
  • Frequenzbereich: 0 bis 3000 Hz
  • max. Amplitude: ± 38 mm
  • max. Geschwindigkeit 3 m/s
  • max. Prüflingsgewicht 400 kg
  • max. Gleittischabmaße 1,2 m x 1,2 m
  • Temperaturbereich: -70 °C bis +180 °C ohne Feuchte; +10 °C bis +90 °C mit Feuchte
  • Temperaturänderungsgeschwindigkeit max. 15 K/min.
  • Temperatur - Feuchtebereich: +10 °C bis +95 °C; 10 % r.F. bis 95 % r.F.
  • Kammervolumen 2200 Liter; Maße: 1,40 m x 1,40 m x 1,10 m
Das VDE-Institut führt Klimaprüfungen in verschiedenen Klimaschränken durch

Klimaprüfung

Simulation von Temperatur und Feuchte.

Das VDE-Institut führt Klimaprüfungen in verschiedenen Klimaschränken durch

Simulation von Temperatur und Feuchte.

  • Temperaturbereich von -70 °C bis +180 °C

  • Feuchtebereich 10 % bis 98 % r.F.

  • Temperaturänderungsgeschwindigkeit: max. 10 K/min

  • Beladung: max. 400 kg

  • Kammervolumen max. 2400 Liter

Das VDE-Institut bietet Korrosionsprüfung an allen Produkten an

Korrosions-Prüfung

Tests mit Salznebel und Kondenswasser/SO2 Kesternich.

Das VDE-Institut bietet Korrosionsprüfung an allen Produkten an

Tests mit Salznebel und Kondenswasser/SO2 Kesternich.

  • Tests mit Salznebel und Kondenswasser/SO2Kesternich
  • Temperaturbereich bis 80 °C Kammertemperatur
  • max. 500 kg Beladung
  • 3500 Liter Kammervolumen; Maße: 2,20 m x 1,10 m x 1,00 (1,40) m
  • geregelte Feuchte

 

 

 

Im VDE-Umweltlabor führen wir elektrodynamische Schwingprüfungen durch

Schockprüfung

Pneumatische Schockprüfmaschine für Schockprüfungen.

Im VDE-Umweltlabor führen wir elektrodynamische Schwingprüfungen durch

Pneumatische Schockprüfmaschine für Schockprüfungen.

  • Impulsformen: Halbsinus / Sägezahn / Rechteck

  • Beschleunigung: 3000 m/s² (typisches Beispiel: bei 0,5 ms Impulsdauer und 10 kg Last)

  • Schockfolge: max. 4 Schocks pro Minute

In der Sonnensimulationsanlage vom VDE-Institut können wir ohne und mit Feuchte prüfen

Sonnensimulation

Sonnensimulationsanlagen mit Xenon oder Metallhalogenid Strahlern, kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

In der Sonnensimulationsanlage vom VDE-Institut können wir ohne und mit Feuchte prüfen

Sonnensimulationsanlagen mit Xenon oder Metallhalogenid Strahlern, kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

  • Bestrahlungsstärke: 800 bis 1200 W/m²
  • Spektrum: 280 bis 3000 nm
  • Temperaturbereich: ohne Feuchte -20 °C bis +100 °C, mit Feuchte +15 °C bis +80 °C
  • Feuchtebereich: 10 % r.F. bis 80 % r.F.
  • Kammervolumen: 600 Liter
Im Umwelttestzentrum des VDE-Instituts überprüfen wir die Schutzart IP + IK

Schutzart IP + IK

Prüfeinrichtung zur Überprüfung des Fremdkörper und Berührungsschutzes sowie Wasserschutzes (IP-Code) an Komponenten, Gehäusen, Leergehäusen, Betriebsmitteln, Geräten und Motoren.

Im Umwelttestzentrum des VDE-Instituts überprüfen wir die Schutzart IP + IK

Prüfeinrichtung zur Überprüfung des Fremdkörper und Berührungsschutzes sowie Wasserschutzes (IP-Code) an Komponenten, Gehäusen, Leergehäusen, Betriebsmitteln, Geräten und Motoren.

  • Staubkammer; Prüfraumabmessungen bis maximal 4,50 m x 3,00 m x 3,00 m; Prüflingsgewicht max. 1000 kg
  • Schwenkrohre mit maximal 1,60 m Radius; Schwenkwinkel bis 360°
  • Hochdruckwasserprüfeinrichtung für IPX9K
  • Strahldüse
  • Taucheinrichtung D x H: 1,60 m x 1,60 m
  • Druckkessel für Tauchtiefen bis 100 m (1000 kPa); D x H: 1,60 m x 1,60 m

 

 

 

Lassen Sie Ihre Geräte auf die Sensibilität bei Temperatur und Temperaturschocks überprüfen

Temperaturschock

Simulation von Temperatur und Temperaturschock (bis 1,40 m x 1,40 m x 1,10 m).

Lassen Sie Ihre Geräte auf die Sensibilität bei Temperatur und Temperaturschocks überprüfen

Simulation von Temperatur und Temperaturschock (bis 1,40 m x 1,40 m x 1,10 m).

  • 2-Kammer-Temperaturschockschrank (-80 °C bis +220 °C, max. 20 kg Beladung, 120 Liter Kammervolumen)

  • 3-Kammer-Temperaturschockschrank (-80 °C bis +220 °C, max. 20 kg Beladung, 120 Liter Kammervolumen) 

Das könnte Sie auch interessieren