Rasenmäher in einer Umweltsimulationsprüfung
VDE
06.03.2018 Seite 1192 0

Umweltsimulations- und Schutzartprüfungen im VDE-Institut

Das VDE-Institut führt eine Vielzahl an Umweltsimulationen durch, die alle möglichen Bedingungen nachstellen, von Temperaturveränderungen über Vibrationen bis hin zu Spritzwasser.

Kontakt

Hartmut Berndt

Leistungen und Zertifizierungen

Grundlagen

Unsere Umweltsimulationsprüfungen von elektrotechnischen Geräten, Komponenten und Systemen basieren einerseits auf VDE-, DIN-, MIL-, EN- und IEC-Normen, andererseits auf herstellerspezifischen Standards.

Unsere Leistungen und Prüfungseinrichtungen

  • Schwingungsprüfungen
  • Schockprüfungen
  • Klimaprüfungen (Temperatur und Feuchte)
  • Schnelle Temperaturwechsel (Temperaturschock)
  • Simulation von Sonneneinstrahlung
  • Korrosionsprüfungen (Salznebel und Kondenswasser/SO2 Kesternichtest)
  • IP-Schutzartprüfungen

Ihr Nutzen

  • Sicherstellung der Sicherheit und Qualität Ihrer Geräte und Komponenten durch harte Tests
  • Kompetente Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung
  • Umfangreich ausgestattetes Labor
  • Entwicklungsbegleitende Prüfungen
  • Ermittlung bestimmter Produkteigenschaften durch kundenspezifische Sonderprüfungen

Zertifizierungen

  • VDE-Zeichen
  • Prüfberichte

Umweltsimulationsprüfung Industrietechnik

Eignungstests für extreme Einsatzbedingungen

Langsam dreht sich der Schaltschrank um seine eigene Achse. Aus einem Schlauch wird er dabei über und über mit Wasser bespritzt. Keine Ritze und keine Schraube entgehen dabei dem Wasserstrahl. Dieser Test ist Bestandteil der IP-Schutzartprüfung. Sie ermittelt, ob Wasser und – mittels weiterer spezieller Tests – ob Fremdkörper einschließlich Staub in den Prüfling eindringen können.

Dies ist nur ein Testverfahren von vielen, die das VDE-Institut im Rahmen von sogenannten Umweltsimulationsprüfungen an Komponenten, Geräten und Maschinen durchführt, damit der Hersteller die Eignung des Produktes in seiner Umgebung sicherstellen kann.Denn die in der Industrie eingesetzten Produkte müssen sicher funktionieren und das nicht nur unter optimalen äußeren Bedingungen. Wie verhält sich das Produkt bei Temperaturveränderungen? Wie reagiert es auf Spritzwasser? Wie verkraftet es Stöße und Vibrationen? Um all diese Fragen zu klären, werden die Prüflinge strengen Tests unterzogen. Die Laboreinrichtungen entsprechen dabei den Anforderungen der VDE-, DIN-, MIL-, EN- und IEC-Normen.

Bleiben wir bei der Schutzartprüfung: Je nach Produktart und Verwendungszweck muss ein bestimmter IP-Code (International Protection-Code) eingehalten werden. Die Beanspruchung mit Wasser kann vom leichten Regenschauer bis zum kompletten Untertauchen reichen. In einer Druckkammer kann im VDE-Institut eine Eintauchtiefe von 50 Metern simuliert werden. Das Eindringen von Staub wird in einer speziellen Staubkammer überprüft.

Selbstverständlich gehört auch der Berührungsschutz zum Prüfumfang. Mit Prüfsonden und einem international genormten Prüffinger testen die VDE-Mitarbeiter, ob es möglich ist, stromführende oder nicht ausreichend isolierte Teile zu berühren. Die Gefahr eines Stromschlags muss ausgeschlossen sein.

Gerade Produkte für die Industrietechnik sind häufig extremen Bedingungen wie Hitze, Schmutz, Feuchtigkeit oder mechanischen Einflüssen wie Erschütterungen ausgesetzt. Das VDE-Institut testet die Schockresistenz, den Einfluss von sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen, Nässe und hoher Luftfeuchtigkeit sowie Sonneneinstrahlung und Vibration u.a. auf Basis der Normenreihe IEC 60068. Die elektrodynamische Schwinganlage erlaubt die Durchführung von Schwingungsprüfungen (Sinus, Breitbandrauschen, Resonanzsuche, Resonanzverweilen, Sinus auf Rauschen) kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

Neben diesen und vielen weiteren Umweltsimulationsprüfungen bietet das VDE-Institut selbstverständlich alle nach den gängigen Normen geforderten Prüfungen der Produktsicherheit wie auch der funktionalen Sicherheit, elektromagnetischen Verträglichkeit sowie Qualitätsprüfungen an.

Für Hersteller von Maschinen und Anlagen sowie elektrotechnischer Industriekomponenten ist das VDE-Institut ein zuverlässiger Partner. Die sicherheitstechnischen Prüfungen umfassen das komplette Produktspektrum der Industrietechnik. Kabel und Leitungen werden auf ihre Belastbarkeit geprüft. Im hauseigenen Hochspannungslabor prüft der VDE Transformatoren und Schaltgeräte. Hinzu kommen Prüfungen an Elektromotoren, industriellen Steckverbindern und Netzgeräten.

Leistungen durch Schutzartprüfungen

Grundlagen

Schutzart (IP-Code):

  • DIN EN 60529 / VDE 0470 TeiI1
  • Schutzarten durch Gehäuse (lP-Code)
  • DIN EN 60034 Teil 5 / VDE 0530 TeiI5
  • Umlaufende elektrische Maschinen - Einteilung der Schutzarten durch Gehäuse für umlaufende Maschinen
  • ISO 20653 
  • und diverse Produktnormen
  • Schutzgrad des Gehäuses gegen schädliche mechanische Beanspruchung (IK-Code):
  •  DIN EN 50102 / VDE 0470-100
  •  DIN EN 62262
  •  und diverse Produktnormen

Unser Leistungsangebot

Prüfung der Schutzart (IP) mit Blick auf

  • Schutz von Personen, z.B. gegen das Berühren gefährlicher Teile mit dem Finger, Handrücken oder durch Werkzeuge und Drähte
  • Schutz von Betriebsmitteln gegen Fremdkörper, z.B. gegen das Eindringen von Fremdkörpern bis hin zur Staubdichte
  • Schutz von Betriebsmitteln gegen Wasser, z.B. gegen Tropf-, Sprüh-, Spritz- und Strahlwasser, einschließlich Ein- und Untertauchen
  • Schutz gegen mechanische Beanspruchungen

Prüfung des Schutzgrades des Gehäuses gegen schädliche mechanische Beanspruchung (IK)

  • Konformitätsprüfungen entsprechend der aufgeführten Kassifizierungen

Ihr Nutzen

  • Fachkompetente Ansprechpartner mit langjähriger Erfahrung aus Normung und Prüfung
  • Sie erhalten alle Prüfungen aus einer Hand
  • umfangreich ausgestattetes Labor
  • Entwicklungsbegleitende Prüfungen
  • kundenspezifische Sonderprüfungen
  • hohe Akzeptanz der Prüfleistung des VDE

Zertifizierungen

  • Festlegung der IP-Schutzart / des IK-Schutzgrades 
  • Prüfberichte

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Umweltsimulationsprüfungen

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