Ingenieurinnen im Arbeitsumfeld
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24.06.2022 Pressemitteilung

Jetzt für den Dr. Wilhelmy-VDE-Preis 2022 bewerben

Mit dem Preis, der sich speziell an Doktorandinnen richtet, werden herausragende Dissertationen der Elektrotechnik ausgezeichnet. Die Chancen für 3.000 Euro Preisgeld stehen gut: Die Jury wählt bis zu drei Bewerberinnen aus.

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Pressesprecherin

Sie sind Elektroingenieurin auf dem Gebiet der Elektro- oder Informationstechnik und haben gerade Ihre Dissertation beendet? Dann bewerben Sie sich für den Dr. Wilhelmy-VDE-Preis für das Jahr 2022. Sie haben noch bis zum 15. August Zeit mitzumachen, dann endet die Anmeldefrist.

Die Dr. Wilhelmy-Stiftung und der VDE haben den mit 3.000 Euro dotierten Preis 2014 ins Leben gerufen, um junge Nachwuchswissenschaftlerinnen zu fördern. Eine Jury im VDE wählt jedes Jahr die Preisträgerinnen aus dem Kreis aller aus, die während eines Studienjahres ihre Doktorarbeit abgeschlossen haben. Voraussetzung für die Auszeichnung ist neben dem Abschluss cum laude eine hohe Bedeutung der Dissertation für die Wissenschaft und den Technologie-Standort Deutschland. Die Dr. Wilhelmy-Stiftung stellt für das Programm pro Jahr eine Fördersumme von 9.000 Euro für drei Preisträgerinnen zur Verfügung.

Frauenanteil unter zehn Prozent

Dass Frauen einen technischen Studiengang oder Beruf wählen sollte im Jahr 2022 eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Oder so wie die 16-Jährige Nele Drümer aus Emden es ausdrückt, die für ihre LED-Forschung gerade den Sonderpreis des VDE bei Jungend forscht gewonnen hat: "Ich fühle mich nicht als etwas Besonderes." Doch leider sieht die Realität anders aus, wenn man sich die reinen die Zahlen anschaut: Auf dem Arbeitsmarkt liegt der Frauenanteil bei Elektroingenieurinnen und -Ingenieuren bei unter zehn Prozent wie das Institut der Deutschen Wirtschaft IW in Köln aus den Zahlen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamts für den VDE ausgewertet hat. Bei den Studierenden ist der Anteil der Frauen, die Elektroingenieurin werden wollen, immerhin von zehn auf 17 Prozent gestiegen. Mit dem Dr. Wilhelmy-VDE-Preis wollen wir einen Beitrag leisten, dass sich noch mehr Frauen und Mädchen für Technik begeistern.

Aus Doktorarbeiten werden Patente

So wie die Preisträgerinnen der vergangen Jahre: Zu ihnen gehört zum Beispiel Dr. Ing. Katrin Philipp, die an der Technischen Universität Darmstadt studiert hat. Mit ihrer Forschung hat sie dazu beigetragen, die optische Messung von Mikroskopen zu verbessern. Das hilft dabei, einfache und kostengünstige Werkzeuge zu entwickeln, um die medizinische Versorgung zu verbessern, vor allem in Ländern, in denen Labor-Infrastruktur und medizinische Ausstattung nicht flächendeckend gegeben sind. Oder die an der Technischen Universität Dresden ausgebildete Dr. Ing. Elisabeth Bodenstein, die sich in ihrer Doktorarbeit mit der effizienteren Herstellung von OLED-Displays beschäftigte, was zu zwei Patenten führte. Auch die Dissertation von Dr. Ing. Andrea Ortiz ergab eine Patentanmeldung: Ihre Arbeit zielte darauf ab, die Kommunikationsknoten für das Internet der Dinge mit Energie aus der Umgebung zu versorgen (Energy Harvesting) – ein Beitrag für mehr Energieeffizienz in der Informationstechnologie.

Bewerberinnen können ihre Doktorarbeit noch bis zum 15. August 2022 beim Ausschuss Elektroingenieurinnen im VDE einreichen: www.vde.com/wilhelmy-vde-preisaufruf-2022

Über die Dr. Wilhelmy-Stiftung

Die Dr. Wilhelmy-Stiftung wurde 2007 durch Dr. Ing. Lothar Wilhelmy in Berlin errichtet. Der Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Zuerkennung des jährlichen "Klung-Wilhelmy-Wissenschafts-Preises", der an deutsche Nachwuchs-Wissenschaftler/-innen in den Fachgebieten Physik oder Chemie verliehen wird. Zum anderen werden Mittel an andere Körperschaften zur Förderung von Kunst und Kultur sowie Denkmalschutz und Denkmalpflege übertragen.

Über den VDE

Der VDE, eine der größten Technologie-Organisationen Europas, steht seit mehr als 125 Jahren für Innovation und technologischen Fortschritt. Als einzige Organisation weltweit vereint der VDE dabei Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung unter einem Dach. Das VDE Zeichen gilt seit mehr als 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz.

Wir setzen uns ein für die Forschungs- und Nachwuchsförderung und für das lebenslange Lernen mit Weiterbildungsangeboten „on the job“. Im VDE Netzwerk engagieren sich über 2.000 Mitarbeiter*innen an über 60 Standorten weltweit, mehr als 100.000 ehrenamtliche Expert*innen und rund 1.500 Unternehmen gestalten im Netzwerk VDE eine lebenswerte Zukunft: vernetzt, digital, elektrisch.
Wir gestalten die e-diale Zukunft.

Sitz des VDE (VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) ist Frankfurt am Main. Mehr Informationen unter www.vde.com

Interessiert an Industrie 4.0, Smart Factory, Industrial Internet of Things?

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Der VDE wirkt an der Nahtstelle zwischen Technologien, IT und Anwendung. Er führt bei Themen wie zuverlässige drahtlose Kommunikation, Robotik und autonome Systeme sowie IT-Sicherheit vernetzter System führende Experten und Anwender zusammen und verbreitert deren Wissensbasis. VDE|DKE engagiert sich aktiv in der Plattform Industrie 4.0. Mit der Deutschen Normungs-Roadmap hat sie einen wichtige Grundlage gelegt und das „Standardization Council Industrie 4.0“ gegründet.

Weitere Inhalte zum Thema Industrie 4.0 finden Sie auf unserer Themenseite Industry.

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Die Energiewende ist eine Generationenaufgabe: Bis 2050 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf mindestens 80 Prozent steigen. Das bringt nie dagewesene Herausforderungen mit sich – aber auch einzigartige Chancen. Die Normen und Standards, die der VDE entwickelt, sind dafür Wegbereiter. Sie spielen bei allen wichtigen Zukunftsthemen eine Rolle: vom Internet of Energy (IoE) bis zur Cyber Security, bei Power2X und E-Mobility, bei Microgrids und in Smart Markets.

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