Unsere Recyclingfähigkeitsberichte zeigen, wie komplexe Produkte unter verschiedenen realistischen Recycling‑ und Nutzungsszenarien behandelt werden können und welche Recycling‑ und Wiederverwertungsquoten dabei erreichbar sind. Betrachtet werden sowohl das materialseitige Recycling als auch – ergänzend – Formen der Energierückgewinnung, um die Wiederverwertbarkeit eines Produkts ganzheitlich zu bewerten. Grundlage für diese Prüfung ist eine vollständige Transparenz über die eingesetzten Materialien, um sicherzustellen, dass keine regulierten Stoffe – etwa aus RoHS, REACH oder POP – unzulässig in den Stoffkreislauf eingebracht werden.
Je nach Fragestellung werden unterschiedliche Recyclingszenarien modelliert, darunter beispielsweise eine recyclingoptimierte Demontage, reduzierte Demontagestrategien zur Erreichung regulatorischer Mindestquoten, regulatorisch definierte Mindesttrennungen, sowie – zur Abgrenzung – nicht konforme Szenarien. Ergänzend können Wiederverwendungspotenziale einzelner Komponenten bewertet werden, sofern Reparatur‑ oder Austauschmöglichkeiten bestehen. Die Berechnungen orientieren sich an anerkannten Normen wie der DIN EN 45555 und berücksichtigen ausschließlich tatsächlich verfügbare Recyclingprozesse, deren Eignung anhand definierter Eingangskriterien bewertet wird.
Neben der detaillierten Analyse kann alternativ eine vereinfachte Bewertung des Recyclingpotenzials erfolgen. Diese betrachtet die grundsätzliche Kompatibilität von Werkstoffarten mit bestehenden Recyclingprozessen und ermöglicht eine kosteneffiziente Ersteinschätzung, ohne vollständige Szenarienberechnung.
Bewertung von Recycling‑ und Wiederverwertbarkeit auf Produktebene