PFAS – Per‑ und polyfluorierte Alkylsubstanzen

PFAS (per‑ und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine sehr große Stoffgruppe mit mehreren tausend chemischen Verbindungen, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften – etwa Wasser‑, Fett‑ und Schmutzabweisung sowie thermische Stabilität – in zahlreichen Produkten eingesetzt wurden bzw. werden. Typische Anwendungen finden sich u. a. in Kunststoffen und Beschichtungen, Dichtungen, Kabel‑ und Isolationsmaterialien, Textilien, Membranen und Filtern sowie in Elektronik‑ und Industriekomponenten. 

Aufgrund ihrer extremen Persistenz („forever chemicals“), ihrer Mobilität in der Umwelt und potenzieller Gesundheitsrisiken stehen PFAS weltweit zunehmend im Fokus regulatorischer Maßnahmen. Der VDE unterstützt Sie mit modernen instrumentellen Methoden für eine praxisnahe, stufenweise Bewertung.

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Aktuelle regulatorische Entwicklungen

EU / REACH

Unter REACH wurde ein umfassender PFAS‑Beschränkungsvorschlag eingereicht, der einen gruppenweiten Ansatz verfolgt und perspektivisch die Herstellung, Verwendung und das Inverkehrbringen nahezu aller PFAS stark einschränken soll. Die Regulierung geht damit deutlich über bisherige Einzelstoffbeschränkungen (z. B. PFOA, PFOS) hinaus.

Internationale Entwicklungen

PFAS werden auch weltweit zunehmend reguliert, u. a. im Rahmen:

  • nationaler Chemikaliengesetze
  • Produkt‑ und Umweltregularien
  • behördlicher Überwachungsprogramme

Kunden‑ und OEM‑Anforderungen

Unabhängig von gesetzlichen Pflichten bestehen bereits heute strenge kundenspezifische oder OEM‑Vorgaben, die PFAS entweder vollständig ausschließen oder detaillierte Nachweise verlangen.


Warum PFAS Prüfungen zunehmend unverzichtbar sind

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VDE

Eine strukturierte PFAS‑Bewertung bietet Herstellern und Lieferanten entscheidende Vorteile:

  • Vorbereitung auf die zukünftige REACH‑Beschränkung
  • Reduzierung regulatorischer, haftungsrechtlicher und reputativer Risiken
  • Erfüllung von Kunden‑ und OEM‑Anforderungen
  • Hohe Transparenz über kritische Stoffe in Materialien
  • Absicherung internationaler Lieferketten und Märkte

Wie der VDE Sie bei PFAS Prüfungen unterstützt

Der VDE unterstützt Sie mit modernen instrumentellen Methoden, die sich an den empfohlenen Ansätzen des Hintergrunddokuments zum PFAS‑Beschränkungsvorschlag unter REACH orientieren. Ziel ist eine praxisnahe, stufenweise Bewertung – vom Screening bis zur gezielten Stoffbestimmung.

  • Screening über den Gesamtfluorgehalt (Total Fluorine, TF): Bestimmung des Gesamtfluorgehalts als schneller Indikator für das potenzielle Vorhandensein von PFAS in Materialien
  • Zielgerichtete PFAS‑Analytik mittels LC‑/GC‑MS‑basierter Verfahren: Quantitative Bestimmung ausgewählter relevanter PFAS‑Einzelstoffe (z. B. bekannte Referenz‑PFAS) – anwendungs‑ und materialabhängig
  • Ermittlung weiterer relevanter Komponenten mittels Non Target Screening (HR-GC/MS)
  • Material‑ und anwendungsbezogene Bewertung: Fachliche Einordnung der Ergebnisse im Kontext von REACH‑Entwicklungen, Kundenanforderungen und produktspezifischen Risiken
  • Prüfberichte & regulatorische Dokumentation: Strukturierte und nachvollziehbare Prüfberichte als belastbare Grundlage für Entscheidungen in Entwicklung, Einkauf und Compliance.
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