Die Untersuchung erfolgt mittels Headspace‑Gaschromatographie in Kopplung mit Massenspektrometrie (HS‑GC‑MS). Dabei werden die flüchtigen Bestandteile einer Probe durch kontrolliertes Erwärmen in die Gasphase („Headspace“) überführt und anschließend ohne aufwändige Probenaufarbeitung bestimmt. Nicht‑flüchtige Matrixbestandteile verbleiben in der Probe und beeinflussen die Messung nicht. Das Verfahren gilt als robust, selektiv und anwendungsnah, insbesondere für Materialien und Produkte mit potenziellen Emissionen flüchtiger Stoffe.
Typisch erfasste Substanzklassen sind u. a.
- Lösungsmittel und Lösemittelreste
- Monomere, Oligomere und Prozesschemikalien
- Leichtflüchtige Additive, Abbau‑ und Nebenprodukte
Typische Anwendungsfelder des VOC‑Screenings
Das VOC‑Screening wird in zahlreichen technischen und regulatorischen Kontexten eingesetzt:
- Material‑ und Produktprüfung (z. B. Kunststoffe, Elastomere, Beschichtungen)
- Emissions‑ und Geruchsuntersuchungen (z. B. Innenraum, Konsumgüter)
- Extractables‑ & Leachables‑Untersuchungen (v. a. flüchtige Bestandteile)
- Fehler‑, Reklamations‑ und Ursachenanalytik
- Wareneingangs‑ und Qualitätskontrollen
- Vorprüfung zur Risikobewertung im Rahmen von Produkt‑ und Verbrauchersicherheit