Museum Margarethenhütte_Bild 1
2016 Norbert Gilson
23.07.2020

Museum Margarethenhütte

Hermann-Schomburg-Straße 6, 02694 Großdubrau

Kontakt

VDE-Ausschuss Geschichte der Elektrotechnik

Bereits 1891 schrieb die Firma, deren Nachfolge seit Mitte der 1990er Jahre das Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte angetreten hat, Geschichte. Die »Fabrik hochfeuerfester Chamotten«  H. Schomburg & Söhne lieferte einen Teil der mit Öl gefüllten Porzellanisolatoren, die für den Bau der 15-kV-Hochspannungsleitung zwischen Lauffen am Neckar und Frankfurt am Main zur Demonstration der ersten Drehstromübertragung benötigt wurden.


Beschreibung


Das Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte in Großdubrau (Landkreis Bautzen) wurde in einem Teil der Gebäude des 1991 stillgelegten und 1992 liquidierten VEB Elektroporzellanwerks Margarethenhütte Großdubrau eingerichtet. Dieser Betrieb ging aus dem traditionsreichen, 1854 als Thonwaaren- und Braunkohlen-Actien-Verein Großdubrau gegründeten und 1873 von Hermann Schomburg aus Berlin zur Erweiterung seiner Fabrik in Alt-Moabit übernommenen Ton- und Braunkohlenwerke Margarethenhütte hervor. Außer Steinzeugprodukten wurden in Großdubrau auch Isolatoren für die Telegrafenleitungen der Reichstelegraphenverwaltung produziert. Als 1891 der Bau der Übertragungsleitung von Lauffen am Neckar nach Frankfurt am Main zur Demonstration der ersten Drehstromübertragung anstand, lieferte auch die Margarethenhütte einen größeren Teil der mit drei Ölrinnen versehenen Porzellanisolatoren für die Übertragungsspannung von 15.000 V.

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Rundofengebäude von 1885, dem späteren Forschungsgebäude mit Hochspannungsprüffeld. In der Dauerausstellung werden Maschinen, Arbeitsmittel, Geräte, Produkte und viele weitere Zeugnisse aus dem früheren Arbeitsalltag gezeigt, die einen Einblick in die technische Entwicklung und Produktionstechnik der Porzellanisolatoren-Herstellung geben.

Das Elektroporzellanmuseum Margarethenhütte ist heute ein Standort der »Energie-Route Lausitzer Industriekultur«. Alle Informationen über das Museum gibt es auf der Website. Dort kann man auch einen knapp 10-minütigen Film über das Museum ansehen.
 
Informationsstand: 28.03.2017
Schlagworte: Elektroindustrie; Elektrotechnik; Studium, Beruf, Gesellschaft; Schule; Keramiken; Werkstoffe; Geschichte der Elektro- und Informationstechnik
Stichworte: Elektroporzellan; VEB Elektroporzellanwerk Margarethenhütte Großdubrau; Thonwaaren- und Braunkohlen-Actien-Verein Großdubrau; Hermann Schomburg; Ton- und Braunkohlenwerke Margarethenhütte; Steinzeugprodukt; Isolator; Telegrafenleitung; Reichstelegraphenverwaltung; Lauffen am Neckar; Frankfurt am Main; Drehstromübertragung; Margarethenhütte; Porzellanisolator; Rundofengebäude; Forschungsgebäude; Hochspannungsprüffeld; Arbeitsalltag; Produktionstechnik


Quelle(n)

  • Förderverein Margarethenhütte Großdubrau e.V. (Hrsg.), Von Kohle, Ton und Kaolin zum Elektroporzellan. 150 Jahre »Margarethenhütte« Großdubrau. 1857 - 2007, (Informationsblätter zur »Margarethenhütte«, Heft 8), Großdubrau 2007
  • Förderverein Margarethenhütte Großdubrau e.V. (Hrsg.), Vor 150 Jahren wurde in Berlin die Fa. Schomburg & Söhne gegründet, (Informationsblätter zur »Margarethenhütte«, Heft 1), Großdubrau 2004


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