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17.03.2017 Frankfurt a.M. Seite

Vorstand der GMM

 für die Amtszeit 2020 - 2022

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GMM

Vorstandsvorsitzender

Zengerle_Roland

Prof. Roland Zengerle

Professor für Anwendungsentwicklung in der Mikrosystemtechnik an der Universität Freiburg und Institutsleiter bei Hahn-Schickard

Zengerle_Roland

Professor für Anwendungsentwicklung in der Mikrosystemtechnik an der Universität Freiburg und Institutsleiter bei Hahn-Schickard

So fing alles an
Mein Physik-Lehrer war es, der die Begeisterung für Technik in mir geweckt hat. Sein Unterricht war spektakulär und er hat in mir die Leidenschaft entfacht, die Naturgesetze zu entdecken und sich neue Dinge auszudenken. Ich studierte später Physik an der Technischen Universität München. Die Initialzündung für diese Entscheidung lieferte besagter Physik-Lehrer.

Start in die berufliche Laufbahn
Nach einer Diplomarbeit in der Grundlagenforschung habe ich erkannt, dass ich Dinge erforschen und entwickeln will, die auch im praktischen Leben der Menschen einen Nutzen generieren. So bin ich 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu Fraunhofer gekommen. Dort haben mich die neuen Möglichkeiten der Mikrosystemtechnik begeistert und so habe ich Mikroventile und Mikropumpen entwickelt. Mit diesem Thema habe ich 1994 an der Universität der Bundeswehr in München promoviert.

Angekommen am IMTEK und bei Hahn-Schickard
1995 wechselte ich zu Hahn-Schickard in Villingen-Schwenningen in den Schwarzwald. Meine Aufgabe bestand darin, den neuen Geschäftsbereich Mikrofluidik aufzubauen. Aus den Mikropumpen wurden Mikrodosiersysteme und mit hochmotivierten Teams sowie vielen Weiterentwicklungen sind im Laufe der Zeit die Firmen Biofluidix (2005), Cytena (2014), Spindiag (2016), Actome (2018), Cytena Bioprocess Solutions (2019), Dermagnostix (2020) sowie ein neuer Hahn-Schickard Standort (2016) in Freiburg entstanden. Seit 1999 bin ich Professor an der UNI Freiburg und schätze die enormen Chancen für neue Ideen und Produkte, die sich daraus ergeben, wenn Personen aus verschiedenen Disziplinen ihre Erfahrungen und Wünsche austauschen. Und so fühle ich mich unglaublich wohl als Physiker bei den Ingenieuren sowie an der Schnittstelle zwischen den Lebenswissenschaften an der Universität und anwendungsnah operierenden Instituten wie dem Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) und Hahn-Schickard.

Mikrofluidik und Lab-on-a-Chip
Wir entwickeln mit Mikrofluidik und Lab-on-a-Chip neue Werkzeuge für die Lebenswissenschaften und ermöglichen damit schnellere Diagnosen und effizientere Therapien. Aktuelles Beispiel ist ein RT-PCR basierter Schnelltest für SARS-CoV-2. Meine Hauptaufgabe sehe ich es heute aber darin, junge Talente zu erkennen und frühzeitig zu fördern, so, wie ich selbst in meinen Anfängen gefördert wurde.

Mein Engagement in Verbänden
In den Fachausschüssen der GMM bin ich seit 1991 aktiv. 2005 war ich Gründer und Chairman des ersten nationalen MikroSystemTechnik-Kongresses in Freiburg und bis heute bin ich sehr gerne Mitglied in dessen Steuerungskomitee. Seit 2011 bin ich auch Mitglied in der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina.

Stress im Job?
Natürlich gibt es auch als Ingenieurin oder Ingenieur stressige und harte Zeiten. Aber wenn man es schafft, seine Leidenschaft für die Technik zu bewahren, überwiegen die tollen und einzigartigen Momente bei weitem!

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Franz Auerbach

Vice President R&D Powermanagement & Sensor Systems, Infineon Technologies AG, München

Vice President R&D Powermanagement & Sensor Systems, Infineon Technologies AG, München

An der Startposition
Franz Auerbachs Herz schlug schon immer für bedeutende technische Innovationen, deren Speerspitze in seinen Augen die Mikroelektronik bildet. Seine Universitätsausbildung genoss er an der Technischen Universität München in der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik mit Schwerpunkt Halbleiter und Mikroelektronik.

Beginn der beruflichen Laufbahn – die Industrie lockt
Nach seiner Promotion begann er seine Industriekarriere bei der Siemens AG im Bereich Halbleiter, der zukünftigen Infineon Technologies AG, als Entwicklungs-Ingenieur, später wurde er Projektleiter bzw. Führungskraft im aufstrebenden Bereich Industrie- und Leistungshalbleiter.

Auf der Zielgerade angekommen: Spannende Aufgaben
Internationalität ganz groß geschrieben
Herr Dr. Franz Auerbach gestaltet als Vice President R&D mit seinen internationalen Kollegen bei der Division Powermanagement- & Sensor-Systems der Infineon AG von München aus das Produktportfolio im Bereich Leistungselektronik, Sensorik, Aviation & Space, Mensch-Maschine-Interface, Internet of Things und vieles mehr.
Besonders wichtig sind ihm hier der Nachwuchs, die Wettbewerbsfähigkeit und Weiterentwicklung von Methoden, Organisationen und Menschen.

Berufliche Herausforderungen: Niemals stehenbleiben
Sich als Person, Organisation und Unternehmen mit neuen Lösungen permanent neu zu erfinden, hat sich Dr. Auerbach auf seine Fahnen geschrieben und als berufliche Herausforderung angenommen. Globale Aufstellung, Integration von zugekauften Unternehmen, Methoden und Prozesse vor dem Hintergrund der Digitalisierung, sowie die Verfügbarkeit von Talenten sind dabei besonders im Fokus. Der weite Horizont des VDE ist hier eine große Inspiration.

Ziele und Wünsche
Als erfahrener R&D Executive hat er mit seinen Teams in unterschiedlichen Funktionen eine Reihe von wegweisenden Innovationen und Geschäftserfolgen erreicht. Über weitere Schritte in Richtung Digitalisierung, Standardisierung und die Schaffung eines Innovationsökosystems in Deutschland und Europa, das mit der Welt vernetzt ist, möchte er mit Freude die Wettbewerbsfähigkeit hierzulande weiter steigern.

Verbandsarbeit – Mehr zusammen schaffen
Die Arbeit innerhalb der GMM bietet zur Erreichung der beschriebenen Ziele und Wünsche eine hervorragende Möglichkeit, dies zusammen mit Gleichgesinnten jeden Alters in einem professionellen Netzwerk weit über den persönlichen Wirkungskreis hinaus umzusetzen.

Weitere Vorstandsmitglieder

Dr. Thomas Bertolini

Geschäftsführer Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG, Schönaich

Geschäftsführer Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG, Schönaich

Erste Schritte
Schon als Jugendlicher entdeckte Bertolini seine Leidenschaft für Amateurfunk und Elektronik, was seinen Studienwunsch maßgeblich beeinflusste. Nach dem Studium der Elektrotechnik promovierte er 1988 am Lehrstuhl für Elektrische Antriebstechnik der Universität Kaiserslautern über das Betriebs- und Geräuschverhalten von Schrittmotoren.

Start in die berufliche Laufbahn mit internationalem Flair
Seine industrielle Laufbahn begann Thomas Bertolini 1989 bei der Robert Bosch GmbH in der Entwicklung für Fahrzeugkleinantriebe. Es folgte eine Zeit als Resident Engineer in Japan.

Angekommen bei FAULHABER
2005 wechselte Bertolini zur Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co.KG nach Schönaich. Dort ist er als Geschäftsführer verantwortlich für das technische Ressort. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören der Ausbau von Produktionsstandorten in der Schweiz, in Ungarn und Rumänien sowie die Strukturierung und Erweiterung in-ternationaler Entwicklungsteams in unterschiedlichen Sprach- und Kulturkreisen.

Ziele und Wünsche umsetzen
Dr. Bertolini macht es sich zum Ziel, als verantwortungsbewusster Ingenieur unserer Gesellschaft Technik zu erklären und deren Akzeptanz zu verbessern:
Wie profitiert unsere Gesellschaft von Mikrosystemen?
Wie können wir diese unserer Gesellschaft greifbar und verständlich machen?

Immer wieder selbst mit anpacken
Zur Förderung des Ingenieurnachwuchses hat Bertolini maßgeblich dazu beigetragen, den COSIMA-Studentenwettbewerb aufzusetzen. Jetzt geht es darum, COSIMA fest in unseren Hochschulen zu verankern.
Seinen Erfahrungsschatz als langjähriger Geschäftsführer von FAULHABER, einem Unternehmen des deutschen Mittelstands, will er in Netzwerke einbringen, nicht zuletzt durch die Erstellung von Positionspapieren oder die Ausübung einer beratenden Funktion.

Ziele und Message: Nicht nur Fachlichkeit ist gefragt
Bertolini plädiert dafür, Ingenieure so auszubilden, dass sie beim Eintritt in ein Industrieunternehmen auch über Kenntnisse verfügen, die über die rein fachlichen Fähigkeiten hinausgehen.

Freiräume sind wichtig
Bertolini will Unternehmen stärker an der Nachwuchsförderung beteiligen und Freiräume für Mitarbeiter einräumen, die für Engagement in Gremien und Verbänden nötig sind. Beides unterstützt er.

Freunde finden durch Engagement in Verbänden und Gremien
Ein solches Engagement erlaubt Einblicke in andere Unternehmen, dient der Weiterbildung und Erweiterung des persönlichen Netzwerkes. Man findet auch neue Diskussions- und Sparringpartner - und: Freunde.

• GMM Fachausschuss 3.3 Elektrische Geräte und Stellantriebe
• DKE/DIN-Kleinmotoren-Arbeitskreis 311.0.4
• Programmausschuss Innovative Klein- und Mikroantriebstechnik IKMT
• Jury COSIMA-Studentenwettbewerb
• Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktentwicklung - WiGeP

Hellenthal_Berthold_AUDI_AG

Berthold Hellenthal

Head of Computing Platform and Semiconductors, Car.Software Org.

Hellenthal_Berthold_AUDI_AG

Head of Computing Platform and Semiconductors, Car.Software Org.

Prof. Jan Korvink

Professor für Mikrosystemtechnik und Institutsdirektor (IMT) am Karlsruher Institut für Technologie; Sprecher der Helmholtz Programm Science and Technology of Nanosystems

Professor für Mikrosystemtechnik und Institutsdirektor (IMT) am Karlsruher Institut für Technologie; Sprecher der Helmholtz Programm Science and Technology of Nanosystems

In Südafrika fing alles an
Jan Korvink stammt aus einer niederländischen Ingenieursfamilie und fühlte sich schon in jungen Jahren stark von dem Beruf des Maschinenbauers angezogen. Um sich von seinem Vater und Onkel abzuheben, entschied er sich schließlich für ein Maschinenbaustudium an der Universität von Johannesburg und Kapstadt, gefolgt von einer Promotion an der ETH in Zürich.

Start in die berufliche Laufbahn
Nach seiner Promotion 1993 zum Thema Multiphysik und Halbleitersimulation gründete er mit Kollegen der ETH das erfolgreiche Start-up Integrated Systems Engineering und wechselte gleichzeitig als Senior Assistant an das Institut für Quantenelektronik in der Forschungsgruppe von Henry Baltes, ein Pionier der CMOS MEMS.

Von Zürich nach Freiburg: Gründung von IMTEK
1997 wurde er Professor für Mikrosystemsimulation am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Albert-Ludwig-Universität Freiburg. Das IMTEK befand sich noch auf der grünen Wiese, so dass die ersten Jahre vom Ausbau der Fakultät geprägt waren. In dieser Zeit entdeckte Prof. Korvink die Kernspinresonanz für sich und forschte zunehmend in Richtung miniaturisierter NMR- und MRT-Systeme.

Angekommen im KIT
Jan Korvink ist seit April 2015 Professor am KIT und leitet mit rund 180 Mitarbeitern das Institut für Mikrostrukturtechnik. Als Professor für Maschinenbau ist er nach vielen Jahren wieder „zu Hause“ an seiner Heimatfakultät. Interessante neue Forschungsthemen werden angegangen, insbesondere die Digitalisierung steht nun im Vordergrund, und als einer der Helmholtz-Programmsprecher für Mikro- und Nanotechnologie teilt er die Verantwortung für die Neugestaltung der nationalen Forschungsprogramme bis 2027 in Richtung “Information”.

Wertvolle Errungenschaften
Im Oktober 2012 gewann Prof. Korvink erstmals einen renommierten ERC Senior Grant; im selben Jahr erhielt er einen Red Dot Design Award im Bereich der Kernspinresonanz. Im Jahr 2020 erzielte er einen weiteren Erfolg, als er und drei Kollegen (in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland) einen ERC Synergy Grant gewannen.

Menschen
Jan Korvink setzt auf Menschen. Menschen aus aller Welt, die bereit sind, in sich selbst zu investieren und produktiv im Team zu agieren. Er sieht es als seine Hauptaufgabe an, Menschen auf diesem Weg, in seinem eigenen Forschungsteam, in seinem Startup, in der Fakultät, und im Verband zu begleiten und zu beraten.

Mitgliedschaften, die mir besonders am Herzen liegen …
IEEE Member
ASME Member
Fellow der Royal Society of Chemistry

Dr. André Kretschmann

Director Robert Bosch GmbH, Zentralbereich Forschung und Vorausentwicklung, Angewandte Forschung „Mikrosysteme und Nanotechnologien“, Renningen

Director Robert Bosch GmbH, Zentralbereich Forschung und Vorausentwicklung, Angewandte Forschung „Mikrosysteme und Nanotechnologien“, Renningen

Bild Lakner

Prof. Hubert Lakner

Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS

Bild Lakner

Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS

An der Startposition
Hubert Lakner interessierte sich schon früh für Mikroskopie und Fotographie.
Er erhielt 1986 sein Diplom in Angewandter Physik an der Eberhard-Karls-Universität zu Tübingen und promovierte 2003 an der Universität GH Duisburg in der Elektrotechnik. Thema war Nanoanalytik mittels Elektronenmikroskopie.

Beruflicher Einstieg
Als Projektleiter in einem Sonderforschungsbereich der DFG zu Verbindungshalbleitern faszinierten ihn die daraus herstellbaren Bauelemente, Mikrosysteme und deren Anwendungen. Parallel dazu konnte er erste Erfahrungen in der Lehre sammeln.

Angekommen bei Fraunhofer
Seit 2003 leitet Hubert Lakner als Gründungsdirektor das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden und hat seit 2004 den Lehrstuhl für Optoelektronische Bauelemente und Systeme an der TU Dresden inne.

Immer wieder neue Herausforderungen
Starke Kooperation zu großen Forschungs- und Entwicklungsprojekten haben ihn immer stark fasziniert. So war Herr Prof. Dr. Hubert Lakner neun Jahre Vorsitzender des Fraunhofer Verbunds Mikroelektronik (11 Institute) und Mitglied des Präsidiums der Fraunhofer Gesellschaft. Unter seiner Regie wurde die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland FMD konzipiert und realisiert.

Ziele und Wünsche
Hubert Lakner hat die Mikrosystemtechnik immer als Stärke Deutschlands und Europas gesehen und sich daher stets für die Zusammenarbeit in Gremien der Europäischen Kommission wie AENEAS, ECSEL und der Electronic Leaders Group ELG engagiert. Die europäische Integration und Kooperation möchte er weiter fortschreiben und steigern.

Verbandsarbeit
Die GMM bietet die Möglichkeit in engem Schulterschluss zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie Technik für die Zukunft und die Bedürfnisse der Gesellschaft mit zu gestalten.

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