Erster VDE Financial Dialogue Hydrogen im vorigen Jahr

| VDE Renewables
01.12.2023 Pressemitteilung

VDE Financial Dialogue Hydrogen 2023: "Schneller werden, Fehler zulassen und Förderung auf wettbewerbsfähige Projekte fokussieren"

Zum zweiten Mal lädt VDE Renewables zum Financial Dialogue Hydrogen, um Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zu vernetzen. In vier Leit-Workshops entwickelten Expert*innen Lösungsansätze zu Förderpolitik, schnelleren Entscheidungsprozessen und Fachkräftewerbung. Auf dem Hydrogen Dialogue (6./7.12.) in Nürnberg werden die Ergebnisse gebündelt präsentiert und 2024 in einem White Paper zur Verfügung gestellt.
 

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(Frankfurt a. M., 01.12.2023) Seit mehr als 20 Jahren vernetzt VDE Renewables mit dem Format Financial Dialogue Banken und Versicherungen mit Herstellern aus dem Bereich Erneuerbare Energien. Mit dieser Initiative wurde der Markthochlauf der Photovoltaik erfolgreich begleitet, was seit 2022 als Blaupause dient für eine ähnliche Strategie im Bereich Wasserstoffwirtschaft. „Wir sind letztes Jahr mit dem ersten Financial Dialogue Hydrogen beim Hydrogen Dialogue in Nürnberg gestartet“, sagt Burkhard Holder, Programm-Direktor VDE Financial Dialogue. „Dieses Jahr sind wir bereits bei einem Format angelangt, das mit Leit-Workshops an vier Standorten in Deutschland stattfindet. Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation und der sich weiter verschärfenden geopolitischen Lage ist diese Plattform wichtiger denn je.“ 

Ergebnisse aus den Leit-Workshops: Chancen wahrnehmen statt Krisenmodus fahren

Die Inhalte der Leit-Workshops wurden an die aktuellen Entwicklungen angepasst, wobei die derzeitigen Herausforderungen eher im Sinne einer Chance denn im Sinne einer Krise diskutiert wurden. Die Teilnehmer, wozu auch der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV), der Bundesverband für Energiespeicher-Systeme (BVES), Infraserv-Höchst, EIT InnoEnergy und die Fraunhofer Ausbildungsakademie für Wasserstoffwirtschaft gehören, sprechen sich dafür aus, die Situation der deutschen Wasserstoffwirtschaft klar zu analysieren, alle Maßnahmen auf den Prüfstand zu stellen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Burkhard Holder sagt: „Förderungen müssen auf wirtschaftlich wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle fokussiert werden. Wir brauchen leistungsfähige Regelwerke und gleichzeitig so wenig Bürokratie wie möglich. Internationale Standards müssen durch Pre-Standards ergänzt werden – dazu gehört auch eine gewisse Fehlerkultur, um schneller und international erfolgreich zu werden.“ 

Grüner Wasserstoff aus Europa, Transparenz für Fachkräfte

Als weiterer zentraler Aspekt wurde in den Leitworkshops erarbeitet, dass bei der Produktion von grünem Wasserstoff Standorte in Europa im Fokus stehen sollten. Da genügend Potenzial vorhanden sei, die zu wettbewerbsfähigen Preisen zu realisieren, könne auf diese Weise der Gedanke einer partnerschaftlichen Wirtschaftsunion im Energiesektor gestärkt und geopolitische Abhängigkeiten reduziert werden. Das Thema Fachkräfte diskutierten die Teilnehmer weniger im Sinne des allgegenwärtigen Mangels, sondern eher in Richtung der Frage, wer heute überhaupt auf die Idee kommen könnte, in die Wasserstoffwirtschaft zu gehen. Holder dazu: „Da wir keinen etablierten Markt haben, ist es schwierig, Menschen dafür zu interessieren. Also brauchen wir Transparenz und Vertrauen in die Marktentwicklung, um eine Perspektive zu schaffen. Damit werden wir Kompetenzträger mit energietechnischem Hintergrund und Fähigkeiten in Service und Wartung auch gewinnen können.“

Innovation Stage und High Level Panel auf dem Hydrogen Dialogue Nürnberg

Am 6. Dezember 2023 wird auf der Innovation Stage beim Hydrogen Dialogue Summit & Expo in Nürnberg das Hauptaugenmerk auf den Themen Bankfähigkeit, Versicherbarkeit sowie Bürokratieabbau und den notwendigen Anpassungen von Regelwerken liegen. Dazu kommen Vertreter aus Industrie, Finanzwesen und Rechtsgemeinschaft zusammen, um die künftige Ausrichtung der Wasserstoffwirtschaft zu diskutieren und zu gestalten. Beim High Level Panel am 7. Dezember 2023 werden auf Basis der Ergebnisse aus den Leit-Workshops wirtschaftliche, technische und politische Perspektiven bewertet und Empfehlungen für alle Beteiligten entworfen, um die Wasserstoffwirtschaft nachhaltig und erfolgreich zu entwickeln. 

Veranstaltungsort: Messezentrum Nürnberg, Karl-Schönleben-Straße 1, 90471 Nürnberg, NCC Mitte & Halle 10.0. Weitere Informationen hier zu finden.

Über VDE Renewables 

Die VDE Renewables GmbH, eine Tochter der VDE Gruppe, bietet Dienstleistungen im Bereich der Qualitätssicherung im weltweiten Markt für erneuerbare Energien an. Kernaufgaben der Gesellschaft mit Sitz in Alzenau sind die Qualitätsprüfung und -zertifizierung nach höchsten Qualitätsstandards für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit, sowie Independent Engineering und Due Diligence Leistungen.

VDE Renewables kooperiert mit allen Strukturen der VDE Gruppe und verfügt über ein internationales Partnernetzwerk, zu dem führende Forschungsinstitute wie mehrere Fraunhofer Institute, aber auch Versicherungskonzerne wie Allianz und Munich Re zählen. Zusammen mit seinen Partnern unterstützt VDE Renewables Kunden beispielsweise beim Zugang zu neuen Märkten, bei der Differenzierung vom Wettbewerb oder durch das Ermöglichen attraktiverer Versicherungs- oder Finanzierungsbedingungen. 

Mehr Informationen unter www.vde.com/renewables-de

Über den VDE

Der VDE, eine der größten Technologie-Organisationen Europas, steht seit mehr als 130 Jahren für Innovation und technologischen Fortschritt. Als einzige Organisation weltweit vereint der VDE dabei Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung unter einem Dach. Das VDE Zeichen gilt seit mehr als 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz. 

Wir setzen uns ein für die Forschungs- und Nachwuchsförderung und für das lebenslange Lernen mit Weiterbildungsangeboten „on the job“. Im VDE Netzwerk engagieren sich über 2.000 Mitarbeiter*innen an über 60 Standorten weltweit, mehr als 100.000 ehrenamtliche Expert*innen und rund 1.500 Unternehmen gestalten im Netzwerk VDE eine lebenswerte Zukunft: vernetzt, digital, elektrisch.  
Wir gestalten die e-diale Zukunft. 

Sitz des VDE (VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.) ist Frankfurt am Main. Mehr Informationen unter www.vde.com

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15.02.2024 TOP

Die Energiewende ist eine Generationenaufgabe: Bis 2050 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf mindestens 80 Prozent steigen. Das bringt nie dagewesene Herausforderungen mit sich – aber auch einzigartige Chancen. Die Normen und Standards, die der VDE entwickelt, sind dafür Wegbereiter. Sie spielen bei allen wichtigen Zukunftsthemen eine Rolle: vom Internet of Energy (IoE) bis zur Cyber Security, bei Power2X und E-Mobility, bei Microgrids und in Smart Markets.

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