„Die in der Sendung vom 21. April vorgebrachten Vorwürfe nehmen wir sehr ernst. Da das Bundeskartellamt eingeschaltet wurde, können wir zu den Vorgängen bezüglich der im Beitrag angesprochenen Norm derzeit keine Stellung nehmen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Wir werden aber alles tun, um zur Aufklärung der Vorwürfe beizutragen.
Grundsätzlich halten wir aber fest:
Die DKE ist die Plattform für die elektrotechnische Normung. In ihren Gremien arbeiten Experten aller interessierten Kreise an den technischen Fragestellungen und entwickeln die Normeninhalte. Die Regeln für die Normenerstellung sind die Satzung für das VDE Vorschriftenwerk, die DKE Geschäftsordnung sowie die Grundlagen der Normung aus der Normenreihe DIN 820 des DIN.
Hier ist geregelt, dass alle am Thema interessierten Kreise planmäßig und gemeinschaftlich am Prozess mitwirken. In unseren Normungsgremien sind daher bewusst Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachverbände und -organisationen vertreten, da nur sie über die nötige Fachexpertise verfügen.
Ebenfalls geregelt ist, dass Normung ein Prozess ist, bei dem materielle und immaterielle Gegenstände zum Nutzen der Allgemeinheit im Konsens vereinheitlicht werden. Das heißt, Entscheidungen werden nicht im Mehrheitsverfahren getroffen; alle Mitglieder des Normungsgremiums müssen den Normeninhalt mittragen.
Zudem ist die Einbindung der gesamten Öffentlichkeit durch die Möglichkeit des Einspruchs, z.B. zu Normen-Entwürfen mit entsprechender Einspruchsberatung integraler Teil des Normungsprozesses.
Natürlich wird um Normeninhalte auch hart gerungen. Aber durch unsere regelmäßigen Hinweise zur Compliance und durch Compliance-Schulungen stellen wir regelkonformes Verhalten sicher.
Weitere Infos über die Grundlagen der Normung finden sich hier: Grundlagen der Normung.