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Beim großen Jubiläums-Finale in Augsburg wurden die Sieger von INVENT a CHIP 2026 gekürt

| Jonas Kron / VDE
06.10.2026 Pressemitteilung

25 Jahre INVENT a CHIP 2026: Prämierte Schüler entwickeln Mikrochips mit Sprachsteuerung

Nikita Heitzler (16) aus Kirchzarten sichert sich mit 2.000 Euro dotierten 1. Platz. Seit 25 Jahren leistet INVENT a CHIP erfolgreiche MINT-Nachwuchsförderung. Dieses Jahr beteiligten sich 1.500 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb.
 

(Augsburg/Frankfurt a. M., 06.10.2026) 25 Jahre INVENT a CHIP und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Zum Jubiläum stellten sich 1.500 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland der Herausforderung und entwarfen eigene Mikrochips. Beim großen Jubiläums-Finale in Augsburg zeichnete der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) jetzt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die besten Nachwuchs-Chipdesigner aus. Mit dabei waren auch zahlreiche ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger, die heute in Wissenschaft, Forschung und Industrie tätig sind.

Der mit 2.000 Euro dotierte erste Platz geht 2026 an Nikita Heitzler (16) vom Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten. „Am Chipdesign fasziniert mich, dass es die Grundlage für fast allen technischen Fortschritt ist. Besonders spannend finde ich, was damit in Zukunft möglich wird, zum Beispiel Brain-Computer-Interfaces oder Quantencomputer“, sagt er. Im diesjährigen Wettbewerb entwickelten die Jugendlichen Mikrochips mit eigener Sprachsteuerung und Künstlicher Intelligenz (KI). „Es ging darum, die vorgegebenen Wörter möglichst schnell und präzise zu erkennen. Etwas Besonderes war, dass ich einen zusätzlichen Trainingsdatensatz zur Verbesserung gefunden habe“, erklärt INVENT a CHIP-Sieger Heitzler. Platz Zwei und ein Preisgeld von 1.500 Euro sichert sich Pascal Roth (19) vom Moll-Gymnasium in Mannheim: „Chipdesign finde ich spannend, weil fast alles unserer heutigen Welt auf Computer-Chips basiert“, sagt er. Den mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz erreicht Simon Wörlen (17) vom Einhard-Gymnasium in Aachen: „Man bekommt einen Einblick in einen Teil der Technik, den man sonst nicht hat“, stellt der Preisträger fest.

Praxis für den Technik-Nachwuchs

Genau hier setzt INVENT a CHIP seit 25 Jahren an: Der bundesweite Schülerwettbewerb von BMFTR und VDE ermöglicht Jugendlichen, selbst in die Rolle von Chipentwicklerinnen und Chipentwicklern zu schlüpfen und praktische Erfahrungen mit einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien zu sammeln.

„25 Jahre INVENT a CHIP-Initiative und ihre Erfolgsgeschichten zeigen, wie aus Neugier und Begeisterung qualifizierte Fachkräfte für die Schlüsseltechnologien von morgen entstehen. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer besitzen ein enormes Potenzial und erhalten mit der Initiative eine wohlverdiente Bühne für ihre praktischen Erfahrungen im Chip Design. INVENT a CHIP schafft damit direkte Wege in Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft“, sagt die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär.

„Wir haben sehr früh jungen Menschen etwas zugetraut, damit Deutschland auch künftig auf eigenen Nachwuchs für die Zukunftstechnologien bauen kann. Diese Idee ist aufgegangen“, sagt VDE Präsident Prof. Christoph Kutter.

Über die Challenge zum Chipdesign

Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 und führt sie in drei Phasen an die Mikroelektronik heran. Den Einstieg bildet ein Quiz, gefolgt von der IaC-Challenge mit anspruchsvolleren Online-Aufgaben. Die 25 Besten qualifizieren sich schließlich für das IaC-Camp an der Leibniz Universität Hannover. Dort vertiefen sie unter fachkundiger Anleitung ihre Kenntnisse und entwickeln eigene Chips. Das diesjährige INVENT a CHIP-Camp gefiel auch Preisträger Konstantin Borodulin (15) vom Herder-Gymnasium in Berlin, der den mit 500 Euro dotierten siebten Platz belegt. „Ich finde, der Wettbewerb ist die perfekte Chance für junge Menschen dieses Themengebiet kennenzulernen, da es selten vor der Uni drankommt“, sagt er.

25 Jahre INVENT a CHIP – Talente werden Experten 

Wie prägend die Teilnahme an INVENT a CHIP sein kann, zeigen die Werdegänge ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Karolin Lohre siegte 2015, sie studierte Elektro- und Informationstechnik, heute promoviert sie im Bereich der digitalen Forensik. „Traut euch etwas zu und glaubt an eure Ideen“, sagt sie. Philipp Winter, Teilnehmer von INVENT a CHIP 2010, bringt es mit einer Botschaft auf den Punkt: „Macht, was euch wirklich Spaß macht!“. Er arbeitet heute als Gymnasiallehrer. Zu den frühen Teams zählt auch Jan Hieronymus. Er arbeitet als Systemingenieur für Kamera-Systeme an Bord von Satelliten. 2009 gewann Dr. Kai-Uwe Demasius als 18-Jähriger INVENT a CHIP. Er ist heute Chip-Entwickler und Unternehmer. „Die Teilnahme und der Sieg waren damals für mich ein enormer Motivationsschub“, erklärt er „Der Wettbewerb hatte mich von der Mikroelektronik restlos begeistert und überzeugt, sodass ich mich dann auch im Studium auf den Bereich spezialisiert habe.“ Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) gründete Demasius zusammen mit einem ehemaligen Kommilitonen in Dresden die SEMRON GmbH, die energieeffiziente KI-Chips und Software für On-Device-Anwendungen entwickelt.

Vorsprung für Nachwuchs-Chipdesigner 

„Wir brauchen junge Menschen, die die neuen Technologien verantwortungsvoll weiterentwickeln und darin berufliche Perspektiven entdecken“, sagt VDE Präsident Prof. Christoph Kutter. Neben einem Preisgeld zwischen 500 Euro und 2.000 Euro erhalten alle Preisträger auch Kontakte zu Industrie und Hochschulen, werden für die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen und können ein mehrtägiges Praktikum bei Bosch in Reutlingen absolvieren.

INVENT a CHIP wird vom BMFTR im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland gefördert. Der Schülerwettbewerb leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung in Schlüsseltechnologien wie der Mikroelektronik.  Zudem unterstützen zahlreiche Sponsoren die aktuelle Wettbewerbsrunde: Bosch, Cologne Chip, Globalfoundries, Infineon, Siemens.

Die Preisträger von INVENT a CHIP 2026 im Überblick

Nikita Heitzler (16), Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten, 1. Platz (2.000 Euro)

Pascal Roth (19), Moll-Gymnasium in Mannheim, 2. Platz (1.500 Euro)

Simon Wörlen (17), Einhard-Gymnasium in Aachen, 3. Platz (1.000 Euro)

Josef Hunien (17), Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg, 4. Platz (500 Euro)

Malte Rauschenbach (15), Franz-Marc-Gymnasium in Markt Schwaben, 5. Platz (500 Euro)

Damian Gurbiel (16), Gymnasium Herzogenaurach in Herzogenaurach, 6. Platz (500 Euro)

Konstantin Borodulin (15), Herder-Gymnasium in Berlin, 7. Platz (500 Euro)

Lenny Kranjec (19), Ziehenschule in Frankfurt am Main, 8. Platz (500 Euro)

Till Schacht (19), IGS Franzsches Feld in Braunschweig, 9. Platz (500 Euro)

Oleksandr Kalikhman (18), Städtisches Gymnasium Erwitte in Erwitte, 10. Platz (500 Euro)

Fotos sowie Pressetexte mit Zitaten aller Preisträger finden Sie hier.


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| Thomas Ecke / VDE
01.01.2026 Frankfurt a.M.

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