| Beginn: | 30.10.2026 |
| Ende: | 30.10.2026 |
KIT Campus Nord
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Unsere diesjährige Herbstexkursion führt uns zum KIT Campus Nord in den Bereich Großexperimente für die Wissenschaft.
Die Führung startet am Freitag, den 30.10.26 um 13.00 Uhr (eigene Anreise).
Treffpunkt: Das Programm beginnt im Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) links vor dem Haupteingang des Karlsruher Instituts für Technologie, Campus Nord. Das Fortbildungszentrum und die Parkplätze befinden sich noch vor dem Haupttor gleich auf der linken Seite.
Nutzen Sie zur Anfahrt mit Navigationssystem bitte die folgende Eingabe: Eggenstein-Leopoldshafen, Hermann-von-Helmholtz-Platz 1 (Infos zur Anfahrt: https://www.fortbildung.kit.edu/anfahrt.php )
Ablauf:
13:00 Uhr Begrüßung der Gäste und Einführungsvortrag über die Arbeitsschwerpunkte des Karlsruher Institut für Technologie, Campus Nord im Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU), Raum 114 (Vortragsraum, Erdgeschoss)
ab 13:30 Uhr Besichtigungen auf dem Gelände
Anlage – KATRIN (s.u.)
Anlage – KARA (s.u.)
Unser Campusführer wird die Gruppe im Eingangsbereich der FTU (nicht an der Anmeldung) erwarten und während des Besuchs die Betreuung übernehmen. Die Campusführung wird auf Deutsch stattfinden.
Astroteilchenphysik: Neuen Geisterteilchen auf der Spur
Das KArlsruhe TRItium Neutrino (KATRIN) Experiment ist ein internationales Großprojekt der physikalischen Grund-lagenforschung. Mit dem KATRIN-Experiment untersuchen wir eines der bedeutendsten Rätsel der Naturwissenschaft, nämlich die Frage, welche Masse die Neutrinos haben. Unter allen bekannten Teilchen des Universums sind die Neutrinos die häufigsten und leichtesten. Sie sind elektrisch neutral und wechselwirken mit ihrer Umgebung nur über die Gravitation und die schwache Wechselwirkung. Aufgrund ihrer Leichtigkeit wurden die Neutrinos im Standardmodell der Teilchenphysik bis vor kurzem noch als masselose Teilchen beschrieben. Beobachtungen von atmosphärischen und solaren Neutrinos belegen jedoch zweifelsfrei, dass Neutrinos eine Masse besitzen. Das Gewicht der Neutrinos ist bisher unbekannt, bisher konnten dafür nur Untergrenzen und Obergrenzen gefunden werden. Die bisher beste kinematisch bestimmte Obergrenze auf die Neutrinomasse (0,45 eV/c^2) stammt vom KATRIN-Experiment. Das Bestimmen der Neutrinomasse geschieht bei KATRIN über Messung des Tritium-Betazerfallsspektrums an seinem Endpunkt. Im Vergleich zu Vorgängerexperimenten ist KATRIN mit einer stärkeren Quelle und einem höheraufgelösten Detektor ausgestattet. Nach Abschluss der derzeit laufenden Messungen wird eine Empfindlichkeit auf die Neutrinomasse <0,3 eV/c^2 erwartet. Das gesamte Experiment ist am Campus Nord des KIT (früher Forschungszentrum Karlsruhe) aufgebaut, wo ein Großteil der benötigten Strukturen bereits vorhanden waren, und es beteiligen sich momentan rund 150 Personen innerhalb einer internationalen Kollaboration.
KARA unterstützt Forschung im Zeichen der Corona-Krise
Unter Hochdruck arbeiten Forschergruppen weltweit an neuen Diagnoseverfahren, Medikamenten und Therapien zur Behandlung von COVID-19. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung des Proteins, das als Schlüssel zu den menschlichen Wirtszellen fungiert und in der Lunge zu lebensbedrohlichen Entzündungen führen kann. Für die Erforschung sind moderne Versuchsanlagen und Plattformen notwendig, die auch in Zeiten von Corona zugänglich sein müssen.
Eine solche Infrastruktur stellt das Institut für Beschleunigerphysik und -Technologie des KIT zur Verfügung: den Karlsruher Forschungsbeschleuniger, kurz KARA. KARA dient zur Entwicklung und Erprobung neuer Strahl- und Beschleunigungstechnologien. Synchrotronstrahlung, eine intensive elektromagnetische Strahlung, ermöglicht die Entwicklung neuer Diagnoseverfahren und Untersuchungen von Biomolekülen.
Aktuell forschen dort Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Biochemie und Abteilung für molekulare Biophysik des KIT zu Strukturen und Funktionen viraler Proteine. Weiterhin nutzt die Firma microworks, eine Ausgründung des KIT, die LIGA-Technologie an KARA, um hochspezialisierte großflächige Röntgengitter herzustellen, die dann in der Lungendiagnostik – für Röntgenaufnahmen und in der Computertomographie – eingesetzt werden.
VDE Bezirksverein Mittelbaden e.V.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Plätze begrenzt, eine zuügige Anmeldung wird empfohlen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der Veranstaltung evtl. Foto-, Film- oder sonstige Medienaufzeichnungen angefertigt werden. Diese Aufnahmen dienen dem Zweck der Veröffentlichung (beispielsweise auf der Homepage, in Publikationen oder Social Media).
Mit der Anmeldung erklären Sie sich in diesem Rahmen mit der Veröffentlichung von Aufnahmen, auf denen Sie abgebildet sind, einverstanden.