Fahrender Zug
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16.07.2019 Kurzinformation 163 0

Gibt es Alternativen zu Dieselbetriebzügen im Nahverkehr?

Dieser Frage geht die neue VDE-Studie „Alternativen zu Dieseltriebzügen im SPNV“ nach. Sie analysiert alle Optionen und mögliche Geschäftsmodelle. Dabei berücksichtigt sie die technischen Besonderheiten der verschiedenen Konzepte und die Anforderungen an Fahrzeuge und Infrastruktur, gerade auch im Hinblick auf Energiewende und Klimaschutz. 

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Dr. Wolfgang Klebsch

Deutschland hat eines der dichtesten Schienennetze der Welt. Davon sind jedoch nur 60 Prozent elektrifiziert. Während Fernverkehrszüge dank Oberleitung durchgehend umweltfreundlich fahren, sind Bahnlinien im Nahverkehr oft nicht oder nur teilweise elektrifiziert. Herkömmliche Elektrotriebzüge mit Stromabnehmern lassen sich grundsätzlich nur auf lückenlos elektrifizierten Linien einsetzen. So kommt es, dass heute auf der Hälfte aller Nahverkehrslinien mangels Alternativen ausschließlich Dieseltriebzüge fahren, selbst wenn über ihnen funktionierende Oberleitungen verlaufen.

Anders als im Straßenverkehr sind Fahrzeuge im Schienenverkehr mehrere Jahrzehnte im Einsatz. Dieseltriebzüge werden in der Regel nach 25 Jahren aus dem Verkehr gezogen. Aus diesem Grunde müssen in den nächsten Jahren neue Triebzüge für den Nahverkehr auf der Schiene angeschafft werden. Die Entscheider sind sich einig, dass konventionelle Dieselfahrzeuge dafür nicht mehr infrage kommen. Aber was sind die Alternativen? Sind hybride Dieseltriebzüge, die das „Dieseln“ unter Fahrdraht vermeiden, sinnvolle Lösungen? Haben Batterietriebzüge trotz ihrer prinzipiell geringen Reichweite eine Chance, sich als Alternativen durchzusetzen? Können mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Triebzüge heutige Dieseltriebzüge nicht geradezu ideal ersetzen ? Was spricht gegen die vollständige Elektrifizierung heutiger Diesellinien?

Die neue VDE-Studie „Alternativen zu Dieseltriebzügen im SPNV“ analysiert alle Optionen und mögliche Geschäftsmodelle. Dabei berücksichtigt sie die technischen Besonderheiten der verschiedenen Konzepte und die Anforderungen an Fahrzeuge und Infrastruktur, gerade auch im Hinblick auf Energiewende und Klimaschutz. In die Ergebnisse flossen dabei die Erwartungen aller am Entscheidungsprozess beteiligten Akteure mit ein. Diese hatte der VDE im Rahmen eines Förderprojekts befragt. Mit einer Nutzwertanalyse schafft die Studie, einen objektivierten Vergleich der verschiedenen Alternativen zu Dieseltriebzügen. Die Ergebnisse sind ein erster Schritt, um individuelle Diesellinien objektiv einschätzen zu können, für die Entscheider aktuell noch nach konkreten Alternativen suchen.
 

Autoren der VDE-Studie „Alternativen zu Dieseltriebzügen im SPNV“

Alternativen zu Dieseltriebzügen im SPNV

Bahngleise in der Dämmerung
Patrick Poendl / Fotolia
22.07.2019 Studie

Gibt es Alternativen zu Dieselbetriebzügen im Nahverkehr? Dieser Frage geht die neue VDE-Studie „Alternativen zu Dieseltriebzügen im SPNV“ nach. Sie analysiert alle Optionen und mögliche Geschäftsmodelle. Dabei berücksichtigt sie die technischen Besonderheiten der verschiedenen Konzepte und die Anforderungen an Fahrzeuge und Infrastruktur, gerade auch im Hinblick auf Energiewende und Klimaschutz.

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Person, die ein neues elektrisches Fahrzeug von innen antreibt
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06.08.2019 TOP

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