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Bild Online-Veranstaltung
VDE
25.07.2022

Online-Veranstaltungen

Diese Veranstaltungsreihe findet jeden ersten Dienstag im Monat statt. Sie wird mit den Mitgliedern der VDE Regionen organisiert und zeigt, wie viele Menschen sich im VDE Netzwerk bereits intensiv mit Wasserstoff beschäftigen. Jeden Monat tauchen wir in diesem Format gemeinsam mit Ihnen in ein anderes spannendes Thema der Wasserstoffwelt ab.

Gerne können Sie auch in den regionalen VDE Bezirken weitere Veranstaltung mit dem VDE planen. Wir unterstützen Sie gerne das Thema Wasserstoff in Ihrer Region zu erklären und in den regionalen Kontext zu bringen. Sprechen Sie uns dazu an. 

Letzte Online-Veranstaltung am 06. Dezember 2022: Wasserstoff für alle? - Was uns 2023 erwartet

Melden Sie sich hier zur letzten Veranstaltung am 06. Dezember in der Zeit von 17:00 - 18:00 Uhr an.

Die Welt ist 2022 voll von Wasserstoff. Es wurde viel dazu diskutiert und erarbeitet. Folgen 2023 die lang erhofften "anfassbaren Taten" für die Praxis? 
In unserer letzten Online-Veranstaltung lassen wir das Jahr 2022 noch einmal „Revue“ passieren und schauen – gemeinsam mit Ihnen – auf das kommende Jahr. Was hat sich 2022 politisch, technisch und praktisch getan? Was können wir im kommenden Jahr erwarten? Schließlich sind es dann nur noch sieben Jahre, bis die Emissionsreduktionsziele des Klimaschutzgesetzes erreicht sein müssen und konkrete Ausbauziele von Erneuerbaren und Wasserstoff am Netz angeschlossen sein müssen. Es ist also Zeit den Plan für die nächsten Jahre strukturiert aufgestellt zu haben. 

Unsere Wasserstoffexpertin im VDE Andrea Appel wird einen Rückblick über 2022 geben sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr. Gemeinsam diskutieren wir über kurzfristig umzusetzende Schritte für den Wasserstoffmarkthochlauf mit  Dorothea Müschenborn (TransHyDE) und Itxaso Schott (ABO Wind AG). Wir werden über den Status der Nationalen Wasserstoffstrategie 2.0 und über die nächsten Schritte im TransHyDE Projekt sprechen. Darüber hinaus diskutieren wir nochmal, was Regional passieren muss, um die Klimaziele zu erreichen. Wie immer werden wir auch Ihre Fragen einbinden.  

Rückblick auf unsere vergangenen Veranstaltungen

Online-Veranstaltung am 08. November 2022: Denkt jemand an die Finanzierung von Wasserstofftechnologien?

Das Investitionsvolumen steigt konstant an, ebenso die Größe der Projekte, jedoch kommen aktuell nicht genauso viele Projekte in die tatsächliche Umsetzung. Gerade für Elektrolyse-Projekte, die einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten können, bestehen noch zahlreiche Unsicherheiten in der Umsetzung. Ein Kernpunkt ist, dass sie derzeit nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Die unklare wirtschaftliche Situation dieser Projekte erschwert dementsprechend die Finanzierung. Wir wollen in dieser Veranstaltung dieses Thema genauer beleuchten und die Rolle der Finanzierenden diskutieren. 

Irem Alcioglu (VDE Renewables) wird uns beschreiben, wie Kriterienkataloge zur Finanzierung und Versicherung von Wasserstofftechnologien den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur beschleunigen können. Darüber hinaus wird sie uns die Kernbotschaften des VDE FINANCIAL DIALOGUE vorstellen, welches im Rahmen des HYDROGEN DIALOGUE Summit & Expo am 22.09.2022 stattgefunden hat. 

Im Anschluss diskutieren wir mit DKB AG, Gemeinschaftsbank eG mit Ökobank (GLS) und GP Joule über aktuelle Hürden in der Finanzierung und was benötigt wird, um diese abzubauen. Bringen Sie sich in die Diskussion ein.
Wir freuen uns auf Sie!

Wasserstoff Herkunftsnachweise vereinfachen und präziser machen - geht das?

Zusammenfassung der Veranstaltung am 04.10.2022.

Zusammenfassung der Veranstaltung am 04.10.2022.

Die Integration von Wasserstoff in unsere Energiesysteme sorgt dafür, dass sich die Energiezulieferersituation in Europa und insbesondere in Deutschland diversifiziert. Unzählige Zuliefererländer signalisieren die Bereitschaft Wasserstoff zur Verfügung zu stellen. Deutschland hat in den letzten zwei Jahren diverse Absichtserklärungen mit vielen Ländern abgeschlossen, doch unterscheiden sich die Herstellungsbedingungen in den Zuliefererländern teilweise erheblich. Einige Länder haben bereits einen für die deutschen Klimaziele akzeptablen Strommix an Erneuerbaren Energien – andere wiederum nicht. Die Herstellungsart, der Transportweg und die Umwandlungsformen (z.B. Ammoniak) haben einen großen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck des gelieferten Kilogramms Wasserstoff. 
Diese Diskussion ist derzeit vorwiegend unter der „Herstellungsfarbe“ des Wasserstoffs bekannt. (Blau, Türkis, Grün etc. – lesen Sie hier mehr über die Herstellungsfarben.) Für viele Wasserstoffkonsumenten ist es notwendig die Herkunft und damit die Herstellungsart des Wasserstoffs nachweisen zu können, ist sich die Diskussionsrunde einig. Christina Leinauer (Fraunhofer FIT) betont jedoch, dass zunächst vorwiegend Elektrolyse-Betreibende auf die Zertifikate zurückgreifen werden, damit sie sowohl den geringeren Fußabdruck als auch den Wert des Wasserstoffs beweisen können. Peter Koop (SAP) fügt hinzu, dass es letztendlich für viele Unternehmen darum geht, auf der einen Seite ihre CO2-Ziele zu erreichen und auf der anderen Seite, darüber neue Kunden zu gewinnen, die den Wert von weniger Emissionen zu schätzen wissen und bereit sind mehr zu zahlen. 
Die Diskutierenden sind sich einig, dass die aktuell verwendeten gemittelten CO2-Messwerte über ein Jahr nicht zielführend sind, da sie nicht der Realität entsprechen. Hans-Jürgen Pfisterer (Hochschule Osnabrück) sagt, dass die Erfahrung zeigt, dass 15-Minutenwerte eine ausreichende Genauigkeit über die tatsächlichen Emissionen bieten. Die Einordnung in eine Farbpalette sei nicht ausreichend. Wichtig ist der Wert kg CO2 pro kg H2. Christina Leinauer betonte, dass hierbei die Integration von Primärdaten ein Schlüsselelement zur Umsetzung einer genauen Fußabdruckberechnung sei. Dazu brauche es jedoch allgemein auch noch mehr Digitalisierung, nur dann könne es gegeben sein, dass verifizierte Daten in Form von digitalen Zertifikaten mit der notwendigen Transparenz für die jeweiligen Anwendenden verbreitet seien. Diese vereinfacht gesagt „automatisierte“ Nachweisführung, würde die Genauigkeit der Herkunft erhöhen.

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Die Schiene noch nachhaltiger machen - Ist Wasserstoff die Lösung?

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 06.09.2022.

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 06.09.2022.

Der Schienenverkehr soll bis 2050 klimaneutral werden. Bis 2030 sind laut Klimaschutzgesetz (2021) jährlich noch 85 Tonnen Kohlenstoffdioxid äquivalent zulässig. Im Jahr 2020 waren es noch 150 Tonnen. Allerdings sind heute 40 Prozent des deutschen Schienennetzes – einem der dichtesten der Welt – noch nicht elektrifiziert. Etwa ein Drittel der gefahrenen Zugkilometer wird aktuell von Dieseltriebzügen erbracht. Es müssen also Alternativen geschaffen werden. Zur Auswahl stehen: die bekannte Oberleitungslösung, die Batterie und die Wasserstoffbrennstoffzellen. Am besten kann diese Entscheidung in Einzelfallbetrachtungen gefällt werden, denn die Strecken sind aufgrund von geografischen Gegebenheiten und Fahrlastprofilen unterschiedlich, betonte Dr. Wolfgang Klebsch (VDE Gruppe). Nur so könne gewehrleistet werden, dass die Alternative zu Diesel auch auf Basis der technischen Aspekte zur Anwendung passe. 
Auf die Frage, in welcher Form Wasserstoff letztlich zum Einsatz kommen werde, waren sich die Diskutanten einig: gasförmig. Verflüssigen, in Ölen gelöst oder als synthetischer Kraftstoff wäre der Aufwand zu groß. Man beobachte jetzt jedoch genau, für welche Drücke man sich auf der Straße entscheide und würde dann entsprechend anpassen, so die Aussage von Jochen Steinbauer (Siemens Mobility GmbH). Klar sei, dass der Wasserstoffbrennstoffzellenzug (HEMU) in jedem Fall eine große Batterie mitführen wird, da die Rekuperationsenergie bestmöglich genutzt werden soll und die Brennstoffzelle gleichmäßig laufen soll, so Dr. Carsten Söffker (Alstom)
Alle waren sich einig, dass in Deutschland in den kommenden Jahren einige HEMUs fahren werden, der sich den Markt jedoch mit anderen Lösungen teilen wird. Die Antriebstechnologien sind auf einem ähnlich hohen Level und unterscheiden sich letztlich in Nuancen voneinander. Letztlich brauche es jedoch die passende Infrastruktur rund um die Wasserstoffanwendung im Mobilitätsbereich. Damit entsteht wieder das „Henne-Ei-Problem“. Doch die beiden Hersteller sind zuversichtlich, dass die fehlende Wasserstoffinfrastruktur den Hochlauf von HEMUs nicht verhindert. Die ersten Aufträge kommen rein und zwar nicht nur aus Deutschland.  
 

Flexibilitäten im Stromnetz

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 05.07.2022. 

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 05.07.2022. 

H2-Gesamtsystemintegration in der Praxis - Wo klemmt's?

Fast monatlich werden neue Wasserstoffgroßprojekte von mehreren hundert Megawatt angekündigt. Diese Anlagen werden große Wasserstoffproduzenten und Stromkonsumenten sein. Zurzeit rechnen sich Elektrolyseanlagen noch nicht und das Businessmodel sieht vor, je mehr Volllaststunden der Elektrolyseur fahren kann, desto besser. Dieses Konzept sieht weiterhin eine zentralisierte Energieversorgung vor. 

Die neue Studie des Reiner Lemoine Instituts (RLI) hat sich der Frage gewidmet „Wo und wie in Deutschland die netzdienliche Wasserstofferzeugung stattfinden kann und wie sie dem gesamten Energiesystem nützt.“ Die Studie fokussiert sich auf kleine (5 bis 10 MW), dezentrale Elektrolyseure. Anne Schalling vom RLI stellte uns die in der Studie untersuchten Aspekte einer solchen Fahrweise von Elektrolyseuren vor. Ein wesentlicher Vorteil, der in der Studie herausgestellt wird, ist die potentielle Reduktion von Netzausbaukosten. Im Anschluss diskutierten wir mit Christian Buchmüller Fachhochschule Westküste, Kilian Helfenbein (RLI), Lucy Schwarz (Uniper SE) und Zorica Marijanovic (Next Kraftwerke GmbH), wie der optimale netzdienliche Einsatz von Elektrolyseuren aussehen könnte. Es herrschte Einigkeit, dass eine Kombination von verschiedenen Faktoren wie Standortwahl und Integration von Marktdienlichkeit gewinnbringend ist. 
Die Frage, ob wir künftig auch größere Elektrolyse Anlagen von mehr als 100 MW netzdienlich oder systemdienlich fahren werden, konnte nicht pauschal beantwortet werden, da dies von vielen Faktoren wie der Transportinfrastruktur, Gesetzgebung um Herkunftsnachweise oder der Standortwahl und natürlich der Entwicklung der Erneuerbaren Energien abhängt. Christian Buchmüller verkündete jedoch, dass im Norden Deutschlands bald ein 30 MW Elektrolyseur netzdienlich eingebunden werden soll. 
Ob Wasserstoff künftig auch für die Rückverstromung im Sinne der Systemstabilität eingesetzt werden wird, ist heute noch mit größerer Unsicherheit belegt, auch wenn das Osterpaket der Bundesregierung dies fördert. 
Es ist noch viel zu tun auf dem Weg zum Wasserstoffmarkthochlauf, damit Wasserstoff in das Gesamtsystem optimal integriert ist. 

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Schlau genug für die Wasserstoffanwendung

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 07.06.2022. 

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 07.06.2022. 

Schlau genug für die Wasserstoffanwendung? – Wissenslücken füllen 
Das Thema Fachkräftemangel ist weder neu noch beschränkt es sich auf wenige Branchen. Wenn dann auch noch ein technologischer Wandel hinzukommt, bedeutet das, dass mit den veränderten Anforderungen Wissenslücken entstehen. Wenn bisherige Nischentechnologien in die breite Anwendung kommen, werden neue Berufe und Kompetenzen gebraucht. Herr Sven Geitmann (Herausgeber HZwei) bestätigte in seiner Übersicht über die Hannover Messe 2022, dass die zahlreichen Unternehmen, die sich im Bereich Wasserstoff präsentierten, viele offene Stellen haben. Eine Technologie, die so weitreichend unsere bekannten Systeme auf den Kopf stellt, führt demnach zu einer großen Vielfalt an Berufsgruppen, die von der Veränderung betroffen sein werden. Vor diesem Hintergrund kamen die Diskutanten in diesem Termin zusammen. 

Das in der Veranstaltung von Joachim Jungsbluth (ZBT — Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH) und Stefan Garche (VDE Renewables) vorgestellte Verbundprojekt „TrHy“, soll neben vielen anderen Aufgaben ermöglichen, dass an einem Ort viele verschiedene Berufsgruppen weitergebildet werden können. Allein in Duisburg werden bei einem Unternehmen mindestens 2.800 Menschen künftig mit Wasserstoff umgehen. Auch Peter Preuss (DVGW) bestätigte in der Diskussionsrunde, dass derzeit in vielen Großkonzernen die Personalabteilungen gemeinsam mit den Fachabteilungen die Weiterbildung der Mitarbeitenden zum Thema Wasserstoff definieren. 

Auf die Frage, wo und wie wir Wissenslücken identifizieren könnten, antwortete Ulrike Hinz (WWF), dass sich Lücken an vielen Stellen im Wissenswerdegang abbilden können: Schule, Studium, Berufsleben. Sie plädierte dafür, dass wir uns frühzeitig Gedanken machen sollen, wie wir den Bildungsbereich im Hinblick auf die Berufe der Zukunft und auch Wissenschaftskommunikation weiterentwickeln können. 

Über die Rolle von Journalismus im Zusammenhang mit Akzeptanz, gesellschaftlicher Wissensvermittlung und letztlich allgemeines Interesse an Themen wurde kontrovers diskutiert. Einigkeit bestand jedoch darüber, dass Kommunikation in die Gesellschaft benötigt wird, denn dann kommen Auszubildende und Studierende verstärkt in diese Bereiche. Hierzu braucht es jedoch dann auch die benötigten Wissensvermittelnden und ein „Train the Trainer“ Konzept. An verschiedenen Stellen wird gerade genau daran gearbeitet praxis- und zukunftstaugliche Wissensvermittlung zu aufzubauen. 

Wasserstoff im Alltag

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 03.05.2022.

Zusammenfassung der Veranstaltung vom 03.05.2022.

Wasserstoff im Alltag – Wir diskutieren, wie das gelingen kann 
In dieser Veranstaltung haben wir uns damit beschäftigt, wie Wasserstoff nun in unseren Alltag integriert werden wird. Eingeladen waren zwei Diskutanten, die bereits Elektrolyseanalgen in ihren Kommunen installiert haben: Experten Marco Krasser (Geschäftsführer SSW Wunsiedel GmbH) und Dr. Tim Husman (Geschäftsführer Energy Hub Emsland Entwicklungsgesellschaft mbH).

Die Diskutanten gaben zunächst einen Einblick zu den Gegebenheiten Ihrer Region und zu den Projekten. Im Anschluss wurden folgende Fragestellungen diskutiert:

  1. Wie sehen heute die Geschäftsmodelle aus? 
  2. Wie sehen sie in der nahen Zukunft aus?

Marco Krasser konnte berichten, dass das Geschäftsmodell mit den richtigen Abnehmern bereits heute ohne Förderung funktioniert. Dies sei keine leichte Aufgabe. Insbesondere auch die Nebenprodukte sollten wirtschaftlich und energetisch genutzt werden. In Wunsiedel funktioniert das durch die Anbindung der Kläranlage als Sauerstoffabnehmer und für die Nutzung der Abwärme. Auch für Lingen gab Tim Husman an, dass der Standort als Industrieknotenpunkt für Wasserstoff ein sehr guter Ausgangspunkt ist. Die Agrarwirtschaft spiele hier eine Schlüsselrolle, indem Landwirtschaftsmaschinen mit Wasserstoff betrieben werden und so ihre Emissionen reduzieren. 

Eine weitere lang diskutierte Frage war, was die beiden Experten einer Kommune raten, die den Strom der erneuerbaren Energien in der Region nutzen möchten?  

Die Antwort war deutlich: Die ganze Region muss eingebunden werden, damit die Akzeptanz hoch ist und auch der Nutzen herausgestellt wird. So kann Akzeptanz in der geschaffen werden. Darüber hinaus müssen all diejenigen Personen/Unternehmen aufgefordert werden mitzumachen, die auf den ersten Blick nichts mit Energie zu tun haben. Hier nutzte Stefan Garche (VDE Renewables) die Möglichkeit, seine „Stammtischfolien“ zu zeigen. Darauf war zu sehen, wie die Energiewende wahrgenommen wird, nämlich fast ausschließlich als Stromwende über Photovoltaik und Wind. Im Ergebnis ist der Stromeinsatz aktuell der kleineste Bereich neben Mobilität, Wärme und Energieprozessen. Hierfür ist die Sektorenkopplung ein fähiges Konstrukt, alle Sektoren über den Energiespeicher Wasserstoff zu vereinen. 

Standardisierung im Kfz

Zusammenfassung vom 05.04.2022.

Zusammenfassung vom 05.04.2022.

FCEV vom Fließband - Alles schon standardisiert?

Im April blieb die Veranstaltungsreihe beim Thema Produktion. Diesmal ging es um die Produktion von Brennstoffzellen für den Straßenverkehr. Die DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) und POLARIX Partner haben in dieser Veranstaltung die neue Studie zum Thema: „Brennstoffzellensysteme in der E-Mobilität“ vorgestellt.

Die Mitautoren Dennis Heusser (VDE Gruppe) und Dr. Daniel Wothe (Polarix Partner GmbH) beschrieben die Zusammenhänge zwischen Normungslücken und Kosteneinsparungs-potentialen. Die Ergebnisse der Studie wurden mit Dr. Tanja Schneider (Elring Klinger AG) und Professor Dr.-Ing. Thomas von Unwerth (Technische Universität Chemnitz) im Anschluss diskutiert.

In dieser Diskussion, wurde nochmal deutlich, welche Probleme die Industrie bei fehlenden Normen hat. Die Normung von Subsystemen in Wasserstoffbrennstoffzellen Fahrzeugen, ist für Hersteller sehr wichtig. Darüber hinaus wurde darüber diskutiert, ob der Bauraum der Fahrzeuge ebenfalls genormt werden sollte. Ein Standard ist wichtig, um die Produktionsreihen jetzt aufgebaut und Kosten gesenkt werden können. Dennoch können Produktionsprozesse flexibel an sich ändernde Anforderungen angepasst werden.
Beim Thema alternative Brennstoffzellenmaterialien, waren sich die Diskutierenden einig, dass die vergangene Entwicklung schon so enorme Fortschritte gemacht hat, dass der Einsatz von Platin bereits fast auf einem Niveau von Dieselkatalysatoren sei, was große Kostenvorteile generiert hat.

Die Diskutierenden signalisierten, dass die Zulieferer auf die Aufträge der OEMs warteten und dass zeitgleich die Normungsarbeit beginnen solle, um Produktionskosten zu reduzieren und die Technologie massentauglich zu machen.
 

Automatisierte Produktion

Zusammenfassung vom 01.03.2022.

Zusammenfassung vom 01.03.2022.

Wasserstoff - automatisiert, digitalisiert und obendrein KI-basiert -
Wir diskutieren, wie das geht!


Am 01.03.2022 hatten wir Friedrich-Wilhelm Speckmann und Marco Roth vom Fraunhofer IPA zu Gast. Sie stimmten die Veranstaltung mit den Investitions- und Kapazitätsvolumina einiger europäischer Länder bis 2030 auf die Bedeutung von Wasserstoff im Energiesystem ein. Bis zu 6,5 GW Elektrolysekapazität und bis zu 10 Mrd. €. Das heißt, auf die Hersteller kommt einiges zu. Deshalb ist dringend geboten, die Produktionsprozesse zu optimieren. Durch Digitalisierung und Automation soll der nächste Schritt in die Massenproduktion ermöglicht werden. Die Qualitätskontrolle direkt im Herstellungsprozess zu integrieren, um Optimierung der Fertigungsparameter im Hinblick auf die elektrochemische Stackperformance zu gewährleisten, soll darüber hinaus Produktionskosten einsparen. Einige Brennstoffzellenhersteller seien laut Herrn Speckmann schon sehr weit in der automatisierten Produktion. Da sich Bauteile jedoch noch ändern, sollte dafür gesorgt werden, dass die Produktionsstraßen eine gewisse Flexibilität mitbringen. Die Herstellung von Containerlösungen wird allerdings weiterhin auf Handarbeit angewiesen sein und so für abwechslungsreiche Arbeitsplätze sorgen.
Ein weiteres Forschungsprojekt ist die Untersuchung der Optimierungspotentiale mit Zuhilfenahme von Quantensimulationen. Eine Forschungsfrage ist dabei, ob und wie Quantencomputing dabei helfen kann, neue Materialien, Katalyseverfahren oder Optimierungshebel zu finden und die Lebenszeit von Stacksystemen genauer vorherzusagen. Die Ergebnisse der Studien werden Anfang 2025 erwartet.

Politische Einordnung

Zusammenfassung vom 01.02.2022.

Zusammenfassung vom 01.02.2022.

Im Jahr 2022 veranstaltet der VDE zehn Onlineveranstaltungen jeweils am ersten Dienstag im Monat zum Thema Wasserstoff. In dieser Veranstaltungsreihe stellen wir spannende Themengebiete aus Arbeitsbereichen von Mitgliedern für Mitglieder*innen vor und diskutieren diese gemeinsam mit den Zuhörenden.  Hier finden Se die Zusammenfassung der ersten drei Veranstaltungen:


2030 ist übermorgen – Wir diskutieren die Prioritäten der H2-Pläne der neuen Bundesregierung

Am 01.02.2022 haben wir mit Andreas Rimkus (Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion) über die Wasserstoffpläne der Bundesregierung diskutiert. Aufgrund der aktuellen Situation in Europa gelten die vorgestellten Punkte zwar weiterhin, doch mit einer erhöhten Dringlichkeit. 

Das am 06.04.2022 veröffentlichte Osterpaket hat einige Punkte, die Andreas Rimkus in der Diskussion Anfang Februar bereits genannt hatte, nun in die Umsetzung gebracht. 
Schon im Februar stand fest: Die EEG-Umlage soll nicht erst Ende des Jahres, sondern im Sommer abgeschafft werden. Im Osterpaket ist nun festgeschrieben, dass keine EEG-Umlage mehr auf Eigenverbräuche und Direktbelieferungen hinter dem Netzver-knüpfungspunkt erhoben wird. Auf die Frage, wie der Wasserstoffmarkthochlauf umgesetzt werden kann, antwortete Rimkus mit vier wesentlichen Hebeln:  

  1. Hochlauf der emissionsarmen Wasserstofferzeugung (wobei blauer Wasserstoff nicht aus Bundesgeldern gefördert wird);
  2. Auf- bzw. Umbau der Transportinfrastruktur auf Übertragungsnetz- und Verteilnetzebene;
  3. Aufbau von Speichern (eine eindeutige und harmonisierte Speicherdefinition sei hierfür unabdinglich)
  4. Auf- bzw. Umbau der Verbrauchsanlagen - von der Brennstoffzelle über das Heizsystem bis zum Hochofen.

Diese Hebel würden mittels Regulierung, Förderung und Incentivierung umgesetzt werden können und müssen. Dabei gelte es, die Perspektive der regionalen Akteure nicht aus den Augen zu verlieren, denn sie sind es, die diese Transformation vor Ort tatsächlich umsetzen müssen.

Auf die Frage, ob der Wasserstoffeinsatz ausschließlich für den industriellen und Mobilitätseinsatz ausgerichtet sei, antwortet Rimkus: „Wir müssen das eine tun, ohne das andere zu lassen. Wir brauchen sowohl den Einsatz in Verbrauchsanwendungen als auch den Einsatz als Energiespeicher zur Integration der Erneuerbaren.“ Die Bedeutung, die Wasserstoff im Stromsektor als „Prosumer“ zukommt, wird durch das Osterpaket an verschiedenen Stellen unterstrichen. Als letztes Statement gab er den Zuhörenden mit: „Unter Berücksichtigung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele werden wir eine soziale Wasser-stoffmarktwirtschaft aufbauen.“

Die politische Richtungssetzung war somit der Auftakt für die VDE H2-Veranstaltungsreihe.

Erfahren Sie mehr zum VDE Thema Wasserstoff

Wasserstoff Innovation und Energie Abbildung in Form einer H2-Illustration in blauer Farbe
Thomas / stock.adobe.com

Wir brauchen Alternativen zu fossilen Energieträgern, um den langfristigen Erfolg der Energiewende zu sichern. Wasserstoff wird hier eine immer größere Rolle spielen. Lesen Sie mehr. 

VDE Thema Hydrogen

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