Der VDE hat mit dem iV Supra eine Kooperationsvereinbarung und war im Organisationsteam vertreten. Herr Dr. Hieber hat im Rahmen der Begrüßung einen Vortrag zum Thema Standortvorteil durch Innovation gehalten. Dieser kam beim Publikum sehr gut an. Auch die einleitende Podiumsdiskussion war gut. Im Mittelpunkt stand natürlich das Thema Supraleitung. In den Gesprächen und Beiträgen wird deutlich, dass die Supraleitung in zahlreichen Anwendungsfällen bereits wirtschaftlich möglich ist und viele Vorteile bringt, deren Kenntnis in der Öffentlichkeit bisher noch nicht im vollen Umfang angekommen ist. Der Einsatz neuer Technologien erfordert von den Akteuren visionäres Denken und vor allen Dingen Mut sowie Hartnäckigkeit bei der Umsetzung. Leider ist dies branchenspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Gerade in den Infrastrukturbereichen ist neues Denken mit innovativen Ansätzen gefragt. Die Technologie verlässt das Labor und hält Einzug in der Energiewirtschaft und Industrie. Ein Einsatzbeispiel eines Herstellers in Torgau ließ die Teilnehmer staunen, wie vielseitig diese Technologie einsetzbar ist: Der sächsische Hersteller für Textilmaschinen ATZ setzt supraleitende Magnetlager ein. Und dann war noch der Aufruf der Referentin, Frau Uta Flögel-Delors, an die Einkäufer im Raum, auch Bauteile mittelständischer Unternehmen einzusetzen. Zahlreiche Beiträge zu Projekten in der Industrie schlossen sich an. Auch die Nutzung der 800-V-DC-Ebene für die Racks der Rechenzentren zur Verlustminimierung war ein spannendes Thema.
Selbstverständlich ist die gewählte Veranstaltungslocation – Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften – mit einem attraktiven Ambiente perfekt für diese Veranstaltung. Den Teilnehmern bot sich ein bemerkenswerter Blick auf den bekannten Berliner Gendarmenmarkt mit den beiden Domen.
Die nächste Konferenz findet 2028 in Hamburg statt. Wir können dann gespannt sein, wie die Entwicklung weitergeht.