Gleichrichterwerk Nikolassee_01
2013 Norbert Gilson
25.02.2020

Gleichrichterwerk Nikolassee

Parallelstraße 2, 14129 Berlin-Nikolassee

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VDE Ausschuss Geschichte der Elektrotechnik

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Das nach einem Entwurf von Richard Brademann errichtete Gleichrichterwerk Nikolassee repräsentiert, wie viele weitere dieser Funktionsbauten, die in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre durchgeführte Elektrifizierung der Berliner S-Bahn.

Beschreibung

erbaut: 1927-28
Architekt: Richard Brademann

Das Gleichrichterwerk Nikolassee wurde für die Stromversorgung des nördlichen Abschnitts der Vorortstrecke der S-Bahn nach Potsdam (heute S-Bahnstrecken S7 / S1) und der Stichstrecke nach Stahnsdorf errichtet. Ab 1933 übernahm es auch die Speisung des südlichen Abschnitts der zwischen dem Potsdamer Platz und den S-Bahnhöfen »Zehlendorf« und »Wannsee« verkehrenden Wannseebahn (heute S-Bahnstrecke S1), deren Elektrifizierung damals abgeschlossen wurde.

Das Gebäude war von dem umgebenden Villengebiet durch einen Bahndamm und durch Baumbewuchs abgeschirmt, so dass sich eine repräsentative Gestaltung des Bauwerks erübrigte. Daher entwarf Brademann einen kastenförmigen Baukörper ohne weitere gestalterische Akzente. Auch die Fensterstürze sind in der mit rotbunten Klinkern verblendeten Fassade nicht gesondert hervorgehoben, lediglich die Treppenhaus-Wandvorlagen bilden ein dekoratives Element in der ansonsten sparsamen architektonischen Gestaltung.

Informationsstand: 02.05.2016
Schlagworte: Elektrizitätsübertragung / -verteilung; Gleichrichterstation; Energy; Energie; Energienetze; Mobility; Mobilität; Verkehrsmanagement
Stichworte: Richard Brademann; Gleichrichterwerk Nikolassee; Wannseebahn; S7; S1

Quelle(n)

  • Susanne Dost, Richard Brademann (1884 - 1965). Architekt der Berliner S-Bahn, Berlin 2002
  • Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09012517
  • Thorsten Dame, Elektropolis Berlin. Architektur- und Denkmalführer, Berlin 2014

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