(Frankfurt am Main, 9. Juni 2026) Elektromobilität ist zu einem systemrelevanten Energiethema geworden. Sie ist nicht nur die Verkehrstechnologie der Zukunft, sondern wird auch zentraler Bestandteil des zukünftigen Energiesystems. Das bidirektionale Laden zum Beispiel – vereinfacht ausgedrückt, die Nutzung von Elektrofahrzeugen als zusätzlichen Energiespeicher für Stunden, in denen weder die Sonne scheint noch der Wind weht – steht hierzulande bereits in den Startlöchern. Darauf reagiert nun die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE ETG).
„Historisch haben Automobilindustrie und Energiewirtschaft unterschiedliche Denkmodelle, Zeitachsen und Zielgrößen. Es fehlt bislang ein gemeinsames Systemverständnis“, sagt Dr. Ralf Petri, der beim VDE als Geschäftsführer der ETG und des Geschäftsbereichs Mobility beide Themen verbindet. Er freut sich umso mehr, dass sich im neuen Fachbereich A3 „Elektromobilität im Energiesystem“ innerhalb der ETG nun Expertinnen und Experten aus beiden Bereichen austauschen. „Die ETG fungiert dabei als Brückenbauer zwischen Mobilität und Energietechnik“, sagt Petri. „Wir sehen es als unseren Auftrag, interdisziplinäre technische Fragestellungen frühzeitig zu strukturieren, fachlich zu fundieren und in Normung, Forschung und Praxis zu überführen.“