Rechenzentren
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07.07.2026

Rechenzentren für künstliche Intelligenz - Hocheffiziente Lösungen jetzt forcieren

Europa muss beim Thema KI gegenüber US-amerikanischen Unternehmen aufholen. Daher will die EU heimische KI-Anwendungen massiv stärken. Aus Sicht des VDE ein richtiger Ansatz. Was vielfach zu kurz kommt: Europa muss dafür auch seine hoch-performanten Rechenzentren für die massenhafte Nutzung von KI dringend ausbauen. 

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Markus B. Jaeger

Die neue VDE Info der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (VDE ITG) skizziert mögliche Lösungsansätze. Rechenzentren bilden das Rückgrat der digitalen Infrastruktur. Sie ermöglichen unter anderem Datenverarbeitung, Cloud-Dienste und eben KI-Anwendungen – letztere lassen den Bedarf an Rechenleistung massiv steigen. Siehe das sogenannte High-Performance Computing Rechenzentrum (HPC RZ) des Meta-Konzerns in Louisiana, das perspektivisch fünf Gigawatt Strom benötigt. Das entspricht dem Siebenfachen der mittleren Dauerleistung der Stadt München.  

Mehr Effizienz ist machbar

Die gute Nachricht: Hochperformante Rechenzentren werden unter Hochlast für den Einsatz generativer KI eingesetzt. Dort ist das Computing stark auf den großen Durchsatz von Daten optimiert. So liefern HPC RZ erstens pro Kilowattstunde deutlich mehr Rechenleistung, zweitens kann Mithilfe von KI-Applikationen der Energiebedarf zur Kühlung teils um mehr als 20 Prozent senken. 

Ausbauziele der Bundesregierung
VDE / Köster Kommunikation

Für die politischen Debatten sind solche Fakten von größter Bedeutung. Es gilt, die Bürgerinnen und Bürger vom Bedarf moderner Rechenzentren in Deutschland zu überzeugen und Lösungen zu verfolgen, die umfassend auf das Allgemeinwohl einzahlen. Gleichzeitig gilt es, Unternehmen verlässliche Perspektiven für Investitionen in die KI-Infrastruktur zu eröffnen. Wesentliche Themen lauten: 

  • Standortqualitäten erkennen: Ballungsräume sind zur Neuentwicklung von HPC RZ aufgrund begrenzter Bauflächen und etwaigen Netzengpässen nur bedingt geeignet. Stattdessen sollten mittelgroße Städte in den Fokus rücken. Der VDE zeigt auf, welche Anforderungen die Rechenzentren an den Netzanschluss stellen.
  • Tempo machen: Der Bau von Industrieanlagen wie HPC RZ betrifft viele Menschen. Die Politik ist gefordert, die entsprechenden Planungs- und Genehmigungsverfahren unter der Berücksichtigung der technischen Anforderungen zu priorisieren. Der VDE steht als Gesprächspartner bereit, um konkrete Planungen fachlich einzuschätzen. 
  • Stromnetze ausbauen: Moderne Rechenzentren brauchen viel elektrische Energie. Die Netzkapazitäten dafür müssen gemeinsam zwischen Politik und Betreibern ausgelegt werden. Der Optimierungsbedarf ist nicht nur auf der technischen Seite. Die Politik ist gefordert, enger mit Netzbetreibern und den Planenden zum Bau von Rechenzentren zusammenzuarbeiten, um den Ausbau voranzutreiben.
  • Flexibilität belohnen: Rechenzentrenbetreiber sollten Anreize bekommen, ihren Strombedarf flexibel zu steuern. Das entlastet die Stromnetze und sichert zugleich die Versorgungssicherheit.  

Ergänzende Informationen: 

VDE Info - Netzanschluss für KI 

Artikel aus dem VDE Politikbrief 1/2025 - IT als Motor der digitalen Gesellschaft

Artikel aus dem VDE Politikbrief 4/2024 - ITG: Wir bauen Zukunft

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