Arzt hält Röntgenbild eines Oberkörpers
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21.09.2016 Seite 436 0

Biomaterialien und medizinische Implantate

Unser Ziel ist es, die Entwicklung moderner und neuartiger Biomaterialien zu fördern, um den zukünftigen Bedürfnissen an Materialien in Biologie und Medizin Rechnung zu tragen. Zu deren Anwendungsgebieten zählen beispielsweise implantierbare medizinische Geräte, Tissue Engineering, Geräte und Verfahren zur Applikation von Medikamenten und Genen, Kontrastmittel für die Bildgebung, Materialien für minimal-invasive Chirurgie, oder Biosensoren.

Biomaterialien sind von grundlegender Bedeutung für eine breite Palette medizinischer Geräte und Implantate. Zur Zeit bestehen jedoch die häufigsten klinisch eingesetzten Biomaterialien in der Regel aus altbekannten, gut charakterisierten, biologisch inerten, off-the-shelf Metallen, Keramiken und Polymeren. Unser Ziel ist es, die Entwicklung moderner und neuartiger Biomaterialien zu fördern, um den zukünftigen Bedürfnissen an Materialien in Biologie und Medizin Rechnung zu tragen. Zu deren Anwendungsgebieten zählen beispielsweise implantierbare medizinische Geräte, Tissue Engineering, Geräte und Verfahren zur Applikation von Medikamenten und Genen, Kontrastmittel für die Bildgebung, Materialien für minimal-invasive Chirurgie, oder Biosensoren. Die Entwicklung moderner Biomaterialien erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen industriellen Partnern und Vertretern verschiedener Wissenschaftsdisziplinen wie Materialwissenschaften, Biologie, Chemie, Physik und Medizin.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Fachausschuss stehen:

  • Neue Werkstoffe: Aktive Materialien, Strukturierungverfahren auf der Mikro- und Makro-Ebene, chemische und topologische Oberflächenmodifikationen, verbesserte mechanische Eigenschaften, resorbierbaren Materialien auf der Basis von Metallen, Polymeren, Keramiken, Verbundwerkstoffe, biodegradierbare Polymere für Drug-Delivery-Systeme.
  • Mikro-, Nano und bio-inspirierte Herstellungsmethoden: Bioreaktoren und bio-inspirierte Verfahren zur Herstellung von strukturierten Biomaterialien, Verfahren zum biomolekularen self-assembly, Biotemplating, Soft-Lithographie und Rapid Prototyping (3D-Printing, Laser-Lithographie, selektives Lasersintern), molekulares Imprinting, chemische Oberflächenmodifizierung, organische Syntheseverfahren.
  • Biomolekulare Grundlagen zur Integration von Biomaterialien in lebende Systeme: Entwicklung neuer Methoden und Modelle zur Bewertung der Biokompatibilität sowohl in vivo als auch in vitro, neue bildgebende Verfahren, verbessertes Verständnis der Gewebe-Material-Gränzfläche wie z.B. Proteinadsorption, Zelladhäsion, Bio-Funktionalisierung

Der Fachausschuss beabsichtigt eine nachhaltige Verbesserung des klinischen Nutzens von Biomaterialien durch die Koordinierung und Unterstützung interdisziplinärer Forschung und Entwicklung von neuartigen Biomaterialien mit verbesserten biologischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften, sowie die Erarbeitung neuer Konzepte und Strategien für die Herstellung von biokompatiblen und bio-responsiven Materialien.

Kontakt

Prof. Prof. h.c. Dr. med. Thomas Lenarz
Prof. Dr.-Ing. Katrin Sternberg

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