Weltkugel in den Händen zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit
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02.03.2026 Fachinformation

Nachhaltigkeit in der Energieversorgung

Nachhaltigkeit ist eine wichtige Anforderung an zukunftsorientierte Lösungen. Dies gilt insbesondere für die Energieversorgung und Anwendungen mit elektrischer Energie. Bereits heute wird ein sehr großer Anteil der Primärenergie in Form von elektrischer Energie bereitgestellt. VDE ETG hat deshalb "Nachhaltigkeit" als Fokusthema gewählt.

www.vde.com/etg-nachhaltigkeit

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Chrissy Lind

Call for Experts: Task Force „Eingang von Klimaresilienz in die Normung“

Die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE ETG) möchte zusammen mit der DKE das Thema Klimaanpassung in der Elektrotechnik innerhalb einer Task Force bearbeiten.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, melden Sie sich bitte bis spätestens 22.04.2026 über das Online-Formular unter www.vde.com/mitarbeit-in-gremien

Call for Experts (PDF)


Motivation und Bedarf

Weltweit werden enorme Anstrengungen unternommen, einen ungebremsten Klimawandel zu verhindern. Dennoch werden die Durchschnittstemperaturen in Zukunft weiter zunehmen. Extremwetterereignisse wie vermehrter Starkregen und verlängerte Dürreperioden verdeutlichen diese Entwicklung. Es bedarf daher einer gesamtgesellschaftlichen Anpassung an die sich ändernden Gegebenheiten. Dabei gilt es, nicht nur die nationale Infrastruktur im Blick zu behalten, sondern auch die sich ändernden Anforderungen an Produkte und internationale Wertschöpfungsketten.

Der Normung kommt bei der Etablierung einer klimaresilienten Gesellschaft eine zentrale Rolle zu. So verweisen unter anderem das Klimaanpassungsgesetz sowie die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) ausdrücklich auf die Anwendung einheitlicher Normen. Zudem wird die Entwicklung messbarer Anpassungsziele angestrebt. Die Umsetzung des europäischen Klimagesetzes wird darüber hinaus durch das neue Normungsmandat M/617 gezielt unterstützt. Normen schaffen hierbei eine gemeinsame fachliche Grundlage, um klimabedingte Einwirkungen einheitlich zu bewerten, technische Anforderungen vergleichbar zu definieren und Anpassungsmaßnahmen nachvollziehbar umzusetzen.

Um das Thema Klimaanpassung auch in der Elektrotechnik gezielt voranzubringen, richtet die VDE ETG eine Task Force ein. In diesem Gremium sollen die vielfältigen Facetten und Fragestellungen der Klimaanpassung systematisch betrachtet werden. Im Unterschied zum Klimaschutz zielt die Klimaanpassung darauf ab, technische Systeme und Infrastrukturen an bereits eintretende und künftig erwartete klimatische Veränderungen anzupassen. Dabei kommt den bereits gesammelten Erfahrungen der unterschiedlichen Akteure entlang der energietechnischen Wertschöpfungskette eine besondere Bedeutung zu, da sie eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung branchenweiter Standards und deren einheitliche Umsetzung bilden.

Im Fokus stehen unter anderem die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit bei Extremereignissen, die Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf Materialeigenschaften sowie deren Konsequenzen für Material- und Produktprüfungen. Darüber hinaus werden klimabedingte Einwirkungen wie Wind- und Eislasten, Starkregen, Hitzewellen und UV-Strahlung – insbesondere mit Blick auf die Erzeugung erneuerbarer Energien – analysiert. Ergänzend werden die Auswirkungen des Klimawandels auf Bestands- und Neuanlagen betrachtet.

Ziele und geplante Ergebnisse

Die Intention der Task Force besteht in erster Linie darin, ein breites Bewusstsein für die Notwendigkeit der Klimaanpassung im elektrotechnischen Sektor zu schaffen. Auf dieser Grundlage sollen kurzfristig neue Expertinnen und Experten gewonnen werden, um den steigenden fachlichen Anforderungen gerecht zu werden und insbesondere der in den kommenden Jahren erwarteten Novelle der DAS wirksam zu begegnen.

Mittelfristig soll die Task Force zudem als Plattform für den fachlichen Austausch elektrotechnischer Sachverständiger etabliert werden. Ziel ist es, eine zukunftsfähige Infrastruktur unter den sich durch den Klimawandel verändernden Rahmenbedingungen sicherzustellen. Unter Infrastruktur werden hierbei insbesondere Geräte, Komponenten und Systeme verstanden, die vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen geplant, installiert und betrieben werden müssen. Das frühzeitige Erkennen damit verbundener Herausforderungen und Chancen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen gezielt in die internationale Normungsarbeit eingebracht werden, um die Weiterentwicklung bestehender IEC Normen sowie die Initiierung neuer Normungsvorhaben im Kontext der Klimaanpassung zu unterstützen und deutsche sowie europäische Positionen frühzeitig im internationalen Konsensprozess zu verankern.

Eine weitere wesentliche Aufgabe der Task Force ist die Erarbeitung eines Impulspapiers. Dieses soll die vom Klimawandel betroffenen Bereiche innerhalb der Elektrotechnik identifizieren, relevante Risiken skizzieren und mit konkreten Lösungsansätzen sowie Handlungsempfehlungen versehen. Das Impulspapier richtet sich sowohl an die jeweiligen Fachexpertinnen und -experten der betroffenen Disziplinen als auch an verantwortliche Entscheidungsträgerinnen und -träger.

Mitglieder und Zeitplan 

Eingeladen sind Mitarbeitende und Fachleute aus folgenden Bereichen:

  • Klimaforschung und Klimawandelforschung
  • Forschung, Entwicklung und Herstellung elektrotechnischer Betriebsmittel
  • Planung, Errichtung und Betrieb elektrotechnischer Infrastruktur
  • Normung
  • Bundes- und Landesbehörden

Start: Q2 2026

Dauer: ca. 6 Monate

Die Thematik der Nachhaltigkeit in der Energieversorgung bearbeitet in der ETG eine Taskforce, die im ersten Halbjahr 2025 gegründet wurde.

Motivation

An ein zukünftiges Multienergiesystem werden neben seiner Klimaneutralität und seiner Effizienz immer mehr Anforderungen an dessen Nachhaltigkeit gestellt. Für die ETG bedeutet dies, dass sie sich mit den Fragen auseinandersetzen muss: 

  • Was heißt Nachhaltigkeit für die ETG?
  • Wie kann Nachhaltigkeit in den ETG Gremien verankert werden („Checkliste“)?
  • Welche Anforderungen ergeben sich an eine Nachhaltigkeitsplattform bei der ETG (Zielgruppe / Nachwuchs)?
  • Was wären Quick-Wins für die ETG und wie können sie erzielt werden?

Betroffen sind alle Handlungsfelder und Arbeitsstrukturen bei der ETG.

Ergebnisse und Methoden der Nachhaltigkeit, z. B. eine „Check-Liste“, sollen auf alle Tätigkeiten, Ergebnisse und deren zukünftigen Anwendbarkeit für ein nachhaltiges Energiesystem vorbereitet werden. 

Ziele und geplante Ergebnisse 

Ziel der Task Force ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen und eine Methodik zu erarbeiten, wie Nachhaltigkeit in der ETG etabliert werden kann.

Die Schwerpunkte im Überblick: 

  • Klärung der Begriffe, Entwicklung eines Glossars/Wiki, Begriffe für die Energiebranche eines Multienergiesystems verständlich erklären, bestehende ETG Vorarbeiten berücksichtigen 
  • Erarbeitung von kurzen Austausch- und Informationsformaten: „kurz erklärt“, Präsentationen
  • Konzeptentwicklung von (Austausch-)Transformations-Plattformen zur Vernetzung
  • Identifikation von Expertinnen und Experten und wie man diese ansprechen kann:
    Wer macht bereits was? (VDE, DKE)
    Welche anderen Fachverbände haben dazu bereits Aktivitäten (z. B. ZVEI, AGFW, BDEW)
    Welche Ausbildung (Schulen, Hochschulen, Industrie, Gewerbe, etc.) gibt es hierzu bzw. was gibt es bereits? 
  • Identifikation konkreter Ideen zur Etablierung der Nachhaltigkeit bei der ETG:
    Nachhaltigkeit als Inhaltspunkt bei jeder ETG Task Force, jedem ETG Fachbereich, Fachausschuss und Arbeitskreis
    Entwicklung eines ETG Templates
    Agenda-Punkt bei jedem ETG Event
  • Identifikation der Stakeholder und der zielgruppenspezifischen Erreichbarkeit (Generationen, international, etc.)
  • Einordnung im Rahmen der Veröffentlichung der DKE Datenräume, ISO 27001, ITG Zusammenarbeit, Piloten, etc.
  • Erstellung von Handlungsempfehlungen

Die Task Force soll Anforderungen und Ansätze für die Etablierung der Nachhaltigkeit in der ETG erarbeiten und falls erforderlich weiteren Entwicklungsbedarf aufzeigen. Durch die Beteiligung von Expertinnen und Experten aller betroffenen Bereiche ist gewährleistet, dass fundierte, neutrale und unabhängige Lösungen erzielt werden.

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