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Rechenmaschine bis Mikrocomputer

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maciek905 / stock.adobe.com

Autor(en):

Dr. Christian Berg und Caspar Holberg






Chronik:

-3000  Abakus angeblich schon im Zweistromland

-400    Abakus in Griechenland

-82      Griechisches Rechengerät für astronomische Berechnungen, um 1900 von Tauchern aus antikem Wrack geborgen, evtl. aus dem Kreise um Poseidonios aus Rhodos stammend (Mechanismus von Antikythera)

1500    nach 1500 Rechenbrett "Soroban" in Japan

1617    vor 1617 Rechenschieber (Rechenstäbchen): J Napi er, Lord Merchiston

1620    Rechenschieber mit logarithmischer Teilung: E. Gunter

1623    W. Schickard: Rechenmaschine mit 4 Rechenarten und automatischer Zehnerübertragung im Addier- und Subtrahierwerk

1625    Verschiebbare Stäbe zum Rechenschieber: Wingate

1640    J. Ciermans aus s'Hertogenbosch schlägt Maschine mit eisernen Rädern vor

1641    Pascal entwickelt seine 1645 veröffentlichte Addier- und Subtrahiermaschine, ca. 50 hergestellt

1657    Zunge am Rechenschieber: S. Partridge

1662    1662 bis 1672 verbesserte Rechenmaschine für Addition Subtraktion: Sir Samuel Morland

1679    Duales Zahlensystem in "De progressione Dyadica" von Leibniz

1694    Leibniz vollendet die schon 1673 in London vorgeführte Rechenmaschine für 4 Rechenarten mit Staffelwalze, diese funktionierte allerdings nur theoretisch da der Mechanismus für die damalige Zeit zu komplex war.

1709    G. Polenio in Padua beschreibt ein rechnendes Sprossenrad

1720    Dosenförmige Rechenmaschine von J. Leupold

1725    In Paris noch erhaltene Rechenmaschine von Lépine

1725    Lochstreifengesteuerter Webstuhl: B. Bouchon in Lyon

1727    Erste funktionsfähige Rechenmaschine für 4 Rechenarten: A. Braun in Wien, dort noch vorhanden

1728    Lochkartengesteuerter Webstuhl: W. Falcon in Lyon

1774    Rechenmaschine mit Staffelwalze für 4 Rechenarten: Ph. M. Hahn

1784    J. H. von Müller aus Darmstadt führt in Göttingen eine 1679 begonnene Rechenmaschine mit 14 Stellen nach dem Komma in Kreisanordnung vor. Heute noch brauchbar im Hessischen Landesmuseum

1801    ab 1801 Lochkarten- oder lochbandähnliche Gebilde zur Webstuhlsteuerung nach Ideen von Falcon (vgl. 1728): J. M. Jacquard in Lyon

1820    Französ. Pat.: Rechenmaschine "Arithmomètre" nach Ideen von Leibniz, bis 1878 1500 Stück hergestellt: Ch. X. Thomas (vgl. 1878)

1823    Ab 1812 entwickelte noch nicht arbeitsfähige Universal-Rechenmaschine "Difference Engine" mit Lochkarten: Ch. Babbage

1833    "Analytical Engine" von Babbage mit Lochkarteneingabe von Daten und Programm, Speicherung 167.000 Bit

1834    Ampère verwendet das Wort "Cybernétique"

1836    Integraph (Integriergerät): G. G. Coriolis

1842    Erste Programmiererin: A. A. Countess of Lovelace, Tochter von Lord Byron, Assistentin von Babbage

1854    Unvollendete "Analytical Calculating Machine": Ch. Babbage

1876    Mechanischer Integralrechner: J. Thomson

1878    Burkhardt-Arithmometer, Verbesserung der Thomas-Maschine von 1820: A. Burkhardt in Glashütten, bis 1914 fabriziert

1884    Druckende Volltastatur-Addiermaschine: W. S. Burroughs

1885    "Comptometer": Addiermaschine mit Tastatur, "Blind"-Rechnung: D. E. Felt, 1887 bis 1909 von Fa. Felt u. Tarrant in USA fabriziert

1889    US-Pat. 395782 vom 8.1.1889: "Art of compiling statistics": ab 1880 entwickelte Lochkartenmaschine mit Sortier- und Zählmaschine für die elfte USA-Volkszählung von 1890: H. Hollerith

1890    Lochkartenmaschinen für die österreichische Volkszählung von 1891: 24.000.000 Zählkarten, 1895 österr. Pat. 463182 erteilt: O. Schäffler in Wien

1895    ab 1895 Lochkartengesteuerte Statistik- und Buchungsmaschine: Gore

1896    H. Hollerith gründet die Tabulating Machine Co. (ab 1924 IBM)

1900    Kleinrechenmaschine "Gauß" nach Staffelwalzenverfahren: Chr. Hamann

1902    Lochkarten-Tabelliermaschine mit automatischer Kartenzuführung, z.B. für Volkszählungen

1903    Proportional-Prinzip der "Mercedes-Euklid", der ersten vollautomatischen Vierspezies-Rechenmaschine, 1920 als "Euklid" ausgeführt: Chr. Hamann

1908    Handbetätigte Rechenmaschine "Trinks-Arithmotyp" mit Streifendruckwerk, von Einstellwerk gesteuert: Fa. Brunsviga

1910    Lochkartenmaschine für deutsche Volkszählung: Deutsche Hollerithmaschinen-Gesellschaft

1910    ab 1910 Rechnende und schreibende Tabellendruck-Rechenmaschine mit wagerechter Sortiermaschine: J. L. Powers und Pierce

1912    DRP 286519: Erst 1920 ausgeführter Analogrechner Fahrzeitenberechnung der Preußisch-Hessischen Staatsbahn: U. Knorr

1918    ab 1918 Automat zur Berechnung ballistischer Funktionen: gleichzeitig: F. R. Moulton und O. Veblen, USA

1918    Einreichen des Patents einer Chiffriermaschine (später „Enigma“) durch Arthur Scherbius, ein Jahr später Einreichen des Patents einer sehr ähnlichen Maschine durch Hugo Alexander Koch – sehr wahrscheinlich eine Version des Patents von Scherbius, durch die die Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles umgangen werden sollten.

1919    Patent: Kombination nichtschreibender TabellierSortiermaschine: F. R. Bull, Oslo

1919    "Flip-Flop"-Schaltung in Röhrentechnik, dadurch logische Schaltungen elektronisch realisierbar: W. H. Eccles und F. W. Jordan

1921    DRP 340239: Analogrechner mit elektromagnetischer Kompensation der Reibungsverluste: U. Knorr

1921    Stecktafeln für variable Programmierung: Hollerith

1922    Patent: Schreibende Tabelliermaschine in Europa: F. R. Bull

1923    Die „Enigma“, die damals noch nicht so hieß, wurde auf dem Kongress des Weltpostvereins in Bern am 11.12.1923 von der „Chiffriermaschinen AG“ ausgestellt und vorgeführt, die die Erfindung von Arthur Scherbius serienreif gemacht hatte.

1924    Tabulating Machine Co. (Hollerith) umbenannt in IBM: International Business Machines Corporation

1924    ab 1924 Informationstheorie: K. Küpfmüller und unabhängig: H. Nyquist ab 1928: R. V. L. Hartley, 1935: R. Whittaker

1930    Erste saldierende Tabelliermaschine "Bank-Maschine" mit auswechselbarer Schalttafel, nur in Deutschland: IBM

1930    In England gebauter Gezeitenrechner

1930    Differential-Analysator: V. Bush

1930    Buchungs- und Rechenmaschine: G. Tauschek in Wien, dem IBM 162 Patente abkaufte, ohne die Maschine auszuführen

1931    Maschine mit "Gesichtssinneffekt", die Ziffern erkennen kann, nach Tauschek: Reingruber in Wien

1931    Alphanumerische Lochkartenmaschine: IBM

1933    Erst 1937 erteiltes DRP 643803: Elektromagnetischer Trommelspeicher: G. Tauschek

1935    Erste ergebnisdruckende elektrische Rechenmaschine mit breitem Buchungswagen, Steuermaschinen und bis zu 15 Speicherwerken: H. Cordt

1936    Französ. Pat.: Mit dualen Zahlen arbeitende Rechenmaschine: R. Valtat

1936    "On computable numbers": Begriff der Berechenbarkeit: A. M. Turing

1937    Ab 1934 geplanter, programmgesteuerter, noch mechanisch arbeitender Rechner Z1: K. Zuse

1938    Elektrisch geschalteter Operationsverstärker, Grundlage für den Feuerleitcomputer "M9" (1942): G. A. Philbrick und C. A. Lovell

1938    Hinweis auf Äquivalenz von logischen Verknüpfungen und Relaisschaltungen: C. E. Shannon, USA, etwa gleichzeitig auch K. Zuse

1939    Zuses Z2: Rechner mit elektromagnetischem Relais fast fertig, im Kriege zerstört

1939    Elektronischer Analogrechner: H. H. Hoelzer

1939    Erst 1944 erteiltes DRP 742464: Schnelle, geräuscharme Rechenmaschine: Chr. Hamann mit DeTeWe

1940    Analogrechner zur Lösung von Gleichungen mit 9 Unbekannten: T. Sasaki in Tokio

1940    Relaisrechner, speziell zur Multiplikation und Division komplexer Zahlen "Complex Number Computer", bei Bell entwickelt, von G. R. Stibitz vorgeführt

1941    Ätztechnik zur Herstellung gedruckter Schaltungen: H. Eisler

1941    Am 12 Mai Zuses Z3 fertig, erster vollfunktionsfähiger programmgesteuerter Digitalrechner der Welt: 2000 Relais, 64 Ziffernspeicher, duales Zahlensystem, Gleitkommarechnung, 1944 vernichtet

1942    Feuerleitcomputer 119 für Flugabwehrgeschütze in USA (vgl. 1938)

1942    Modell-Rechenschaltung mit 100 Röhren für zehnstellige duale Rechenvorgänge, 1945 verloren: H. Schreyer

1942    Anlage ähnlich Zuses Z3 mit 300 Röhren: J. V. Atanasoff und C. Berry

1942    um 1942 Elektromechanischer Rechenautomat mit 20.000 Röhren: System Bush bei Bell

1943    DRP: Vollelektronisches Speicher- und Rechenwerk H. Schreyer

1943    DRP angem.: Magnettrommelspeicher: G. Dirks in Frankfurt/Main

1943    Im Dezember erster funktionsfähiger Röhrencomputer speziell für logische Operationen "Colossus-Maschine" in Großbritannien in Betrieb: T. H. Flowers nach Angaben von M. H. A. Newman, beeinflusst durch A. M. Turing

1943    Planung der elektrischen Kopplung von Fernschreibund Lochkartenmaschinen mit automatischer Programmsteuerung durch Lochstreifen: A. Walther in Darmstadt

1944    1942 begonnene Programmsteuerung mit umlaufenden Kontaktwalzen und Stecktafel für selbsttätige Untertafelung von weitmaschig errechneten Funktionswerten, Gerät 1944 vernichtet: A. Walther

1944    Am 7. August Vorführung des 1937 begonnenen "Automatic Sequence Controlled Calculator Mark I (ASCC)". Noch keine zentrale Programmeingabe bzw. Speicherung, nur Zählwerke der Lochkartenmaschinen: H. H. Aiken, für Programmierung G. M. Hopper bei IBM

1944    Zuse nimmt den ersten (mit Relais arbeitenden) Digitalrechner für die Prozess-Steuerung in Betrieb: "S 2" für automatische Flügelvermessung an Flugkörpern

1945    Zuse's 1942 begonnener Z 4 fertig: Relaisrechner mit mehrfacher Lochstreifensteuerung. Eingabe von repetierenden, beliebig anrufbaren Unterprogrammen. Gerät 1949 an die T.H. Zürich vermietet

1945    Zuse befasst sich mit der Ausarbeitung seines "Plankalküls", des Vorläufers moderner algorithmischer Programmiersprachen. In der Kriegs- und Nachkriegszeit Publikation unmöglich

1945    Gedanke der Speicherprogrammierung: Programmiereingabe in den Arbeitsspeicher des Computers, wo es abhängig von Rechenergebnissen veränderbar ist: J. von Neumann, erster Rechner dieser Art "EDVAC" erst 1950 fertig

1946    F. C. Williams, Manchester, entwickelt eine Speicherröhre (Katodenstrahlröhre) als Arbeitsspeicher von Digitalrechnern

1947    Rechenanlage Mark II in Relaistechnik fertig: H. H. Aiken

1947    Magnettrommel-Speicher "MPI Göttingen": H. Billing

1947    Am 23. Dez. ist der 1945 begonnene Elektronenrechner "ENIAC" (Electronic Numerical Integrator and Computer) fertig, 17.468 Röhren: J. P. Eckert und J. W. Mauchly mit J. M. Brainerd und H. H. Goldstine von der Pennsylvania-Universität in Philadelphia

1948    Begriff "Kybernetik" (vgl. 1834): N. Wiener, gleichzeitig C. E. Shannon ?

1948    Binärcode (bit): C. E. Shannon mit J. W. Tukey

1948    Mathematische Theorie der Kommunikation: C. E. Shannon und W. Weaver

1948    Erster großer IBM-Computer "SSEC" (Selective Sequence Electronic Calculator) mit 12.500 Röhren: J. P. Eckert

1948    33 Patentanmeldungen auf Arbeiten seit 1944: Tragbare Elektronenrechner mit Magnetspeicher, Bürorechner mit Dateneingabe und Steuerung durch magnetisierbare Flächen auf Karteikarten, erst 1957 publiziert: G. Dirks in Frankfurt/Main

1949    1951 erteiltes DRP 825608: Rechenmaschine zur Berechnung von Funktionswerten, besonders für die niedere Geodäsie: K. Ramsayer

1949    Fahrzeitrechner für die Deutsche Bundesbahn: Conzen mit L. A. Ott in Kempten, gleichzeitig U. Knorr mit Stauffer in Weiden

1949    "EDSAC" (Electronic Delay Storage Automatic Computer) 1024 Worte, jeweils 17 bit nach Ideen von J. von Neumann in Betrieb: M. V. Wilkes in Cambridge, Mass.

1949    Zuse gründet eine eigene Firma in Neukirchen bei Hersfeld (vgl. 1966)

1950    Erste US-Volkszählung mit elektron. Rechenautomaten

1950    Erster speicherprogrammierbarer Röhrenrechner, Beginn der modernen Computerindustrie "Univac I": Eckert and Mauchly Computer Co., später Remington Rand

1950    Erster Computer für logische Schaltungen, zum Teil mit Germanium-Dioden statt Röhren "SEAC" (Standards Eastern Automatic Computer): S. Alexander

1950    Schneller Röhrenrechner "Whirlwind I" zur Steuerung eines Flugsimulators: J. W. Forrester

1950    Ab 1946 entwickelter Elektronenrechner "EDVAC" mit Quecksilber-Ultraschall-Laufzeitspeicher für 1024 Dualzahlen fertig: J. von Neumann (vgl. Mai 1949)

1951    Rechenanlage Mark III weitgehend in Röhrentechnik: H. H. Aiken

1951    Erster Ferritkernspeicher: J. W. Forrester und W. N. Papian in Cambridge, Mass.

1951    "Univac-Scientific" mit Trommelspeicher, zehnfache Speicherkapazität gegenüber Univac I: Remington-Rand

1952    Göttinger Rechenmaschine G1, elektron. programmiert: L. Biermann und H. Billing

1952    Rechenanlage Mark IV vollständig in Röhrentechnik: H. H. Aiken

1953    Zuse's Z 5: Fest programmierter Relaisrechner

1953    "Kristallgedächtnisse": Bariumtitanatkristalle oder synthetische Kristalle aus Aethylen-Diamin-Tartrat: J. R. Anderson und W. J. Merz bei Bell

1953    Signalflußdiagramm und Pfad-Schleifenregel bis 1956 entwickelt: S. J. Mason

1954    Bis 1957 Entwicklung der Programmiersprache "FORTRAN" (Formula Translation): J. Backus mit 8 Mitarbeitern bei IBM, IBM 650 der erste „serienproduzierte“ Großrechner kommt auf den Markt

1955    IBM 704: Computer für wissenschaftliche Berechnungen

1955    Zweite Computer-Generation: Digital-Computer "TRADIC" (Transistor Digital Computer), 800 Transistoren, 11.000 Germaniumdioden: J. H. Felker bei Bell

1955    Blockorientierte Programmierung von Digitalrechnern: R. G. Selfridge, USA

1956    Subminiatur-Elektronik "TIMM" (Thermionic Integrated Micro-Modules): General Electronic Research Laboratories, Schenectady ?

1956    Erster volltransistorisierter Computer "Leprechaun": Bell Laboratories

1956    Zuses Z 11: Relaisrechner mit Programmsteuerung durch Lochstreifen in Serienfertigung in Neukirchen

1956    "PERM" im Rechenzentrum der T.H. München mit Trommelspeicher 250 U/sec: R. Piloty, W. E. Proebster und H. O. Leilich

1957    Transistorisierter Computer "ATLAS" zur Flugbahnsteuerung der Interkontinental-Atlas-Rakete: Fa. Burrouqhs

1957    Erste volltransistorisierte Großrechenanlage "Transac-S1000 Scientific": Philco Corporation, USA, in Fabrikation

1957    Computer TX-2 im Lincoln Laboratory des MIT, USA in Betrieb. Er ermöglicht die Ausgabe einfacher grafischer Darstellungen, was wenige Jahre später zu CAD (Computer Aided Design) und verwandten Anwendungen führt

1958    US-Pat. 3138743: Erster integrierter Schaltkreis auf Germaniumbasis: J. S. Kilby bei Texas-Instruments

1958    Volltransistorisierter dezimaler Rechner "Mailüfterl" nach Minima-System: H. Zemanek

1958    "ALGOL": Algorithmic Language (problemorientiert)

1959    ab 1959 "COBOL": Common Business Oriented Language, 1964 Norm in USA: G. M. Hopper und Mitarbeiter

1959    US-Pat.: Integrierte Schaltung auf Basis der Silizium-Planartechnologie, ab 1961 ausgeführt: R. N. Noyce bei Fairchild Semiconductor

1959    Erste europäische volltransistorisierte Universalrechner wurden an Hochschulinstitute geliefert: Siemens 2002 und SEL - ER 56

1959    Computergesteuerter Zeichentisch "Graphomat Z 64": K. Zuse und Mitarbeiter

1961    Integrierter Schaltkreis "IC" (Integrated Circuit)= "Flip-Flop": Fa. Fairchild Semiconductor

1961    "APL" (A Programming Language), zuerst auf IBM 360 implementiert: Harvard-Universität

1963    Erste nach ästhetischen Gesichtspunkten mit Hilfe digitaler Großrechner entstehende Computergrafiken bei Wettbewerb der Zeitschrift "Computer and Automation"

1964    Dialogorientierte Programmiersprache "BASIC" als Abkömmling von FORTRAN für Ausbildungszwecke: J. G. Kemeny und T. E. Kurtz am Dartmouth College, USA

1964    Dritte Computergeneration, integrierte Schaltkreise: Großrechner IBM 360 am 7.4.64

1965    Erster deutscher elektron. Tischrechner "Olympia RAE 4/30"

1965    Erste europäische monolithische integrierte Halbleiterschaltung in Planartechnik auf Siliziumchip: Siemens

1965    Erster Minicomputer der Welt "POP 81" der Dicital Equipment Corporation, USA

1967    MOS-Technik (Metal Oxide Semiconductor)

1968    Intel-Corporation in Santa Barbara von R. N. Noyce und anderen gegründet; Das ARPANET, Vorgänger des Internet, wird entwickelt

1969    Siemens übernimmt die Firma Zuse

1969    Mikroprozessor, ab 15.11.1971 ausgeführt: M. E. T. Hoff und F. Faggin bei Intel-Corporation, gleichzeitig bei Texas-Instruments

1969    Magnetblasenspeicher (Bubble-Speicher): A. H. Bobeck

1970    Erster integrierter Halbleiterspeicher, 1024 binäre Daten auf ca. 10 mm2: R. N. Noyce und andere bei Intel Corporation

1970    ab 1970 Vierte Computergeneration, hochintegrierte Halbleiterschaltungen, Ablösung der Ferrit-Kernspeicher, 1970: IBM 370

1971    "PASCAL": von ALGOL abgeleitete Programmiersprache, speziell für Lehrzwecke: N. Wirth bei E. T. H. Zürich

1971    Druckender elektronischer Tischrechner "Olympia CP 601"

1971    Taschenrechner mit nur einem Chip von 5 mm Durchmesser

1972    Hochintegrierter Halbleiterspeicher Intel 1103, ein MOS-Chip kann mehr als 1 kbit speichern: Intel Corporation

1974    Programmierbarer Taschenrechner "HP 65": Fa. Hewlett Packard

1975    Altair 8800 einer der ersten Heim- bzw. Microcomputer erscheint

1976    Apple I wird aufgrund seiner besseren Benutzerfreundlichkeit im Vergleich zu anderen Heimcomputern damaliger Zeit als „erster Personalcomputer“ betitelt 

1977    Apple II

1979    Höchstintegrierte Speicherchips (VLSI-Technik), auf 25 mm2 Chip-Fläche können 150.000 Transistorfunktionen integriert werden, erstes Tabellenkalkulationsprogramm Visicalc erscheint

1981    IBM 5150

1982    Der Commodore 64, der meistverkaufte Heimcomputer der Welt, wird veröffentlicht

1983    Taschenrechner in Kreditkartenformat 86x54x0,8 mm2: Firma Casio, Japan

1984    256-kbit-Speicherchips mit mehr als 500.000 Transistoren auf dem Markt, damit der Weg zu Speicherchips im Mbit-Bereich in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre vorgezeichnet, Apple Mcintosh

1986    1 Megabit-Chip in Großrechner eingesetzt: IBM

1987    Erste 386er Prozessoren von IBM, Microsoft Excel kommt auf den Markt

1989    Nintendo Gameboy

1990    Microsoft Windows 3.0, Intel Supercomputer „Touchstone Delta”, Photoshop, Prototyp des WorldWideWeb wird veröffentlicht

1991    AMD bringt den AM386DX40 auf den Markt und macht damit Intel Konkurrenz, zum Ende des Jahres hat AMD 20-25% Marktanteil und circa 1 Million Stück verkauft

1992    Microsoft Windows 3.1 verkauft sich innerhalb der ersten 50 Tage 1 Million Mal, erste Version von Java wird vorgestellt, Adobe beginnt mit der Entwicklung von pdf, Supercomputer Intel Paragon

1993    Intel Pentium Prozessor

1994    Sony PlayStation wird in Japan veröffentlicht, ein paar Monate später auch in den USA und Europa

1995    Windows 95, Intel Pentium Pro Prozessor, Java wird veröffentlicht,

1996    USB etabliert sich, WorldWideWeb wird zur größten online community

1997    DVDs lösen die leistungsschwächeren CDs ab

1998    Die erste Generation des iMac wird veröffentlicht

1999    Nvidia GeForce 256 ist die erste GPU für Normalverbraucher, WiFi verbreitet sich,

2000    Playstation 2, Y2K

2001    Windows XP, Microsoft Xbox, iTunes wird veröffentlicht und verändert damit die Art und Weise wie wir Musik und Filme konsumieren/streamen, Wikipedia wird gegründet

2002    Supercomputer Earth Simulator

2003    Erster 64-bit-x86-CPU von AMD, daraufhin startet Microsoft mit der Entwicklung von 64-bit Windows-Versionen

2004    Intel Pentium M, Vorläufer der Core-Reihe, Facebook wird gegründet

2005    Playstation 3, Xbox 360

2006    Nintendo Wii, „to google“ kommt erstmals in Wörterbüchern vor

2007    Apple bringt mit dem iPhone das erste Smartphone auf den Markt, erste 1 Terrabyte Festplatte „Hitachi Deskstar 7K1000“

2009    Windows 7, Bitcoin, Minecraft, Supercomputer „Roadrunner“ von IBM erreicht als erster Computer die Leistung von einem PetaFlops

2010    Mit dem Apple iPad werden Tablets erstmals für den Verbrauchermarkt relevant, erfunden wurden sie zwar schon einige Jahre zuvor erzielten aber nie großen Erfolg

2011    Sprachassisten Siri wird von Apple angekündigt, erster Supercomputer mit über 10 PetaFlops „K computer“

2012    Windows 8

2013    Xbox One, Playstation 4

2015    Apple Watch, Windows 10

2018    Supercomputer Summit knackt die 100 Petaflop Marke mit einer Rechenleistung von 122 PetaFlops

2020    Supercomputer „Fugaku“ erzielt 537 PetaFlops