(Frankfurt am Main/Augsburg, 06. Oktober 2026) Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Standort für Neurotechnologien entwickelt. Die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (VDE DGBMT) gibt in einem aktuellen Positionspapier zehn Impulse, wie diese Position gesichert und ausgebaut werden kann. Denn der globale Markt für Neurotechnologien wächst dynamisch und könnte von rund 15 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf etwa 45 Milliarden Euro im Jahr 2034 ansteigen.
Neurotechnologien gehören zudem schon heute zum medizinischen Alltag. Cochlea-Implantate zeigen, wie ausgefallene Sinnesfunktionen durch Neurotechnologien teilweise wiederhergestellt werden können. Auch die Weiterentwicklung der Tiefenhirnstimulation bei Parkinson verspricht künftig präzisere und wirksamere Therapien. Neurotechnologien helfen auch bei Epilepsie, chronischen Schmerzen und Bluthochdruck – etwa 10 Prozent der Patientinnen und Patienten haben eine resistente Hypertonie und reagieren nicht mehr auf blutdrucksenkende Medikamente.