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18.02.2026 Fachinformation

Digitalisierung des elektrischen Energiesystems

Digitalisierung ist der Schlüssel für intelligente Netze, die Flexibilisierung des Energiesystems, die effizientere Nutzung von Energie sowie für neue Geschäftsmodelle. Die weitere Integration von Erneuerbaren Energien, eine flächendeckende Elektromobilität, Last- und Erzeugungsmanagement können nur mit Hilfe intelligenter Lösungen gelingen.

Hoch automatisierter (autonomer) Netz- und Systembetrieb, die Anwendung "Digitaler Zwillinge" für Netzplanung und Netzbetrieb bis hin zur Unterstützung des Systembetriebs durch Künstliche Intelligenz im Systembetrieb sind Themen, für die die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE ETG) konkrete, umsetzbare Lösungen erarbeitet, bewertend vergleicht und ausgewogene, technisch fundierte Entscheidungsgrundlagen bietet.

www.vde.com/digitalisierung-energiesystem

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VDE ETG

Call for Experts – Fachausschuss "KI in elektrischen Systemen"

Die ETG baut ihre Aktivitäten nach der erfolgreichen Task Force „KI in der Netzleittechnik“ konsequent aus und startet den neuen Fachausschuss „KI in elektrischen Systemen“.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, melden Sie sich bitte bis  09.09.2026 über das Online-Formular unter www.vde.com/mitarbeit-in-gremien.

Der Kick off-Termin ist für den 16.09. von 09:30 bis 11:00 Uhr vorgesehen. Sollte sich herausstellen, dass ein Großteil der Interessierten an diesem Termin nicht teilnehmen kann, wird ein alternativer Termin gesucht. Wir bitten daher um einen entsprechenden Hinweis im Online-Formular.

Download CfE (PDF): https://www.vde.com/cfe-ki

Motivation und Bedarf

Künstliche Intelligenz entwickelt sich derzeit zur am schnellsten wachsenden Technologie der Hightech-Industrie und wird zugleich zu einer Schlüsselkomponente für den Betrieb elektrischer Energienetze. Die im vergangenen Jahr abgeschlossene Task Force „KI in der Netzleittechnik“ der VDE ETG hat hierfür eine fundierte Grundlage geschaffen und zentrale Potenziale sowie Herausforderungen identifiziert: 

  • Der EU AI Act ist bislang in wesentlichen Teilen noch unscharf formuliert. Es besteht daher die Notwendigkeit, gemeinsam mit Regulierungsbehörden praxistaugliche und umsetzbare Leitlinien zu entwickeln.
  • Für den Einsatz von KI fehlen bislang systematische Risiko , Kosten  und Nutzenbewertungen, insbesondere unter Berücksichtigung langfristiger Folgekosten. 
  • Zudem ist zu prüfen, inwieweit sich der vorgeschlagene Prozess für eine vertrauenswürdige Implementierung in der Praxis bewährt hat und an welchen Stellen Anpassungsbedarf besteht. 

Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Themenkomplex über die Netzleittechnik hinausgeht und eine breitere Betrachtung entlang des gesamten elektrischen Systems erfordert. Vor diesem Hintergrund besteht ein wachsender Bedarf, Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen zu bündeln und die Weiterentwicklung sowie Anwendung von KI im elektrischen System systematisch voranzutreiben. 

Ziele und geplante Ergebnisse

Ziel des Fachausschusses ist es, die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in elektrischen Systemen strukturiert zu erschließen und praxisnah zu konzipieren. Dazu sind folgende Arbeitsschwerpunkte und Ergebnisse vorgesehen:  

  • Systemverständnis: Vermittlung eines klaren Verständnisses zur Klassifikation von KI-Systemen, insbesondere der Unterscheidung zwischen generativen, selbstlernenden und nicht-generativen, statischen (unveränderlichen) Ansätzen 
  • Anwendungsfelder und Nutzenpotenziale
    • Identifikation und Bewertung von KI-Anwendungen (kurz-, mittel- und langfristig) sowie Erstellung einer Risiko-basierten Klassifikation nach Anwendungsfeldern und Prozessen, in denen KI eingesetzt werden kann 
    • Erschließung neuer Anwendungsfelder und innovativer Lösungsansätze 
    • Weiterentwicklung vorhandener Technologien sowie Potenziale zum Ersatz bestehender Lösungen 
    • Konkretisierung und Quantifizierung von Kosteneinsparungen durch den Einsatz von KI und digitalen Zwillingen 
    • Erstellung eines White Papers zu möglichen Anwendungsfeldern 
  • Daten, Infrastruktur, Governance und Austausch
    • Sicherstellung der Datenverfügbarkeit für Entwicklung und Betrieb 
    • Konzepte zur Anonymisierung sensibler Daten  
    • Aufbau und Nutzung von Datenräumen für den Austausch 
    • Erstellung eines White Papers zum Thema KI-Readiness/Dateninfrastruktur 
    • Erstellung eines Best Practice-Leitfaden zum Thema Governance
  • Anforderungen, Rahmenbedingungen und Standards: 
    • Identifizierung von Anforderungen und Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI in elektrischen Systemen 
    • Ableitung von Richtlinien und Best Practices für eine sichere und effiziente Nutzung von KI 
    • Entwicklung von Vorschlägen für Normen und Standardisierungen für KI-Anwendungen 
  • Prüfbarkeit, Betrieb und Lebenszyklus: 
    • Sicherstellung der Prüfbarkeit und Verifizierbarkeit von KI-Systemen 
    • Nutzung klassischer Prüfkonzepte (z.B. Black-Box-Test)
    • Entwicklung neuer, standardisierter Prüf- und Testumgebungen 
    • Spezifikation von standardisierten Trainingsszenarien 
    • Analyse von Anforderungen für KI basierte Systeme entlang des gesamten Lebenszyklus 
    • Betrachtung kontinuierlich lernender Systeme (z.B. zyklische Tests, Plausibilitätsprüfungen) 
    • Identifikation und Strukturierung typischer Betreiberprozesse 
    • Analyse von KI-Einsatzpotenzialen entlang der Prozessschritte 
    • Definition von Datenflüssen und Datenquellen 
    • Ableitung von Prüf- und Testkriterien
  • Governance, Verantwortung und Vertrauen: 
    • Klärung von Verantwortlichkeiten beim Einsatz KI-basierter (Teil-)Systeme 
    • Untersuchung der Delegierbarkeit von Entscheidungen an KI 
    • Entwicklung von Ansätzen zur Vertrauensbildung  
  • Zusammenarbeit mit weiteren VDE ETG Gremien (insbesondere Arbeitskreis Digitaler Zwilling): Es soll geprüft werden, wie eine Zusammenarbeit mit thematisch verwandten Fachausschüssen innerhalb der VDE ETG, insbesondere mit dem Arbeitskreis „Digitaler Zwilling“, organisatorisch gestaltet werden kann. Dabei sind beispielsweise folgende Inhaltliche Punkte mit Blick auf den digitalen Zwilling zu klären: 
    • Analyse des Zusammenspiels von digitalen Zwillingen und KI: Inwiefern profitieren beide Ansätze voneinander und in welchem Umfang bedingen sie sich gegenseitig? 
    • Schnittstellen und Entwicklungspotenziale: Identifikation relevanter Schnittstellen sowie gemeinsamer Anknüpfungs- und Weiterentwicklungspotenziale 
  • Ausbildung: Ableitung von Ausbildungszielen für Studiengänge der Elektrotechnik (Schwerpunkt Energiesysteme) 
  • Wissens- und Ergebnistransfer in Politik, Praxis und Fachöffentlichkeit
    • Ziel ist die zielgruppenspezifische Aufbereitung und Kommunikation der Ergebnisse: 
      • Politik und Regulierung: Formulierung von Empfehlungen und Anforderungen an Politik und Regulierung 
      • Planung und Betrieb: Aufbereitung praxisrelevanter Erkenntnisse für Planung, Umsetzung und Betrieb elektrischer Systeme 
      • Interessierte Fachöffentlichkeit: Veranschaulichung der Chancen und Potenziale von KI 

Mitglieder

Der Fachausschuss ist offen für Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen entlang der Wertschöpfung im Energiesystem. Hierzu zählen unter anderem:

  • Hersteller sowie Anbieter von KI-Systemen für Anwendungen in elektrischen Systemen sowie Dienstleistende
  • Anwender aus der Praxis, insbesondere Stromnetzbetreiber aller Spannungsebenen 
  • Vertreter*innen aus Hochschulen 
  • Vertreter*innen aus Forschungsinstituten 

Digitale Zwillinge in der Energiewirtschaft. Konzepte und erfolgreiche Einführung

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2026: Die Bedeutung des Begriffs Digitaler Zwilling gewinnt in der Netz- und Elektrizitätswirtschaft zunehmend an Relevanz, da er neue Perspektiven für Planung, Betrieb und Optimierung eröffnet. Um das Konzept klar einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf branchenübergreifende Definitionen und Sichtweisen, die zeigen, wie vielfältig Digitale Zwillinge ausgestaltet und genutzt werden können.

Das Impulspapier zeigt: 

  • Eine Einordnung des Begriffs Digitaler Zwilling im Kontext der Netz- und Elektrizitätswirtschaft inklusive branchenübergreifender Definitionen und Sichtweisen.
  • Ein Überblick über das Business‑Konzept Digitaler Zwillinge und deren Auswirkungen auf Prozesse, Organisationen und IT‑Systeme.
  • Einblick in notwendige methodische und organisatorische Veränderungen, um Digitale Zwillinge erfolgreich umzusetzen.
  • Hinweise zur Bedeutung gemeinsamer Standards, Schnittstellen und Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft.

Fazit: Digitale Zwillinge können nur dann ihren vollen Nutzen entfalten, wenn sie nicht isoliert entwickelt werden, sondern Teil eines übergeordneten, föderierten Systems sind. Dafür braucht es konsequente Standardisierung, gemeinsame Referenzarchitekturen und enge Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Herstellern und Softwareentwicklern. Ohne diese Harmonisierung steigen Integrationsaufwände und Systemkomplexität langfristig bis zur Unbeherrschbarkeit.

Download VDE Impuls (PDF 2 MB): www.vde.com/zwilling-konzepte2026

Download (PDF)

Digitale Zwillinge in der Energiewirtschaft. Warum Digitale Zwillinge ohne Transformation scheitern

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2026: Digitale Zwillinge sind mehr als nur ein technisches Konzept – sie sind der strategische Hebel für die digitale Transformation von Netzbetreibern. Sie ermöglichen eine vorausschauende Steuerung komplexer Netze, datenbasierte Entscheidungen und effizienteren Ressourceneinsatz. Doch ihr Erfolg hängt nicht allein von der Technologie ab: Organisation, Kultur und Führung müssen aktiv mitgestaltet werden.

Das Impulspapier zeigt:

  • warum integrierte Ansätze entscheidend sind, um teure Parallelwelten zu vermeiden,
  • welche organisatorischen Hebel und kulturellen Faktoren den Unterschied machen,
  • wie Netzbetreiber konkret starten können.

Fazit: Digitale Zwillinge sind mehr als Technologie: Sie sind der Motor für eine integrierte, steuerbare Energieinfrastruktur. Wer jetzt handelt, verbindet bestehende Initiativen, bricht Silos auf und übernimmt Verantwortung. Nur wenn Technik, Organisation und Kultur zusammenspielen, entfalten Digitale Zwillinge ihr volles Potenzial.

Download VDE Impuls (PDF 1 MB): www.vde.com/zwilling-energiewirtschaft2026

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Der Digitale Zwilling in der Netz- und Elektrizitätswirtschaft

VDE Studie 2023

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VDE Studie 2023

Die Netz- und Elektrizitätswirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Tempo und Volumen des EE-Zubaus treibt den klassischen Netzausbau an seine Grenzen. Lange Planungs- und Bauzeiten, bürokratische und regulatorische Hürden und nicht zuletzt der Fachkräftemangel erfordern neue Herangehensweisen und Technologien. Expertinnen und Experten von VDE ETG sind sich sicher, dass der Digitale Zwilling auch in der Netz- und Elektrizitätswirtschaft ein wichtiger Baustein für mehr Effizienz und Produktivität sowie eine höhere Datenqualität und bessere Steuerungsmöglichkeit sein wird.

Die gestiegenen und neuen Anforderungen an die Stromnetze brauchen intelligente und verknüpfte Lösungsansätze, um vorhandene Reserven aufzudecken und sicher nutzen zu können. Dem stehen heute oftmals nicht vorhandene oder veraltete Anlagendokumentationen, manuelle Prozesse, Datensilos und redundante Datenbanken, unzureichende Daten in mangelnder Qualität sowie eine Vielzahl von Systemen und Schnittstellen, die nicht aufeinander abgestimmt sind, gegenüber.

Der in der Studie vorgestellte Digitale Zwilling in der Netz- und Elektrizitätswirtschaft (DZiNE), setzt an dieser Stelle an. Zunächst wird das oftmals sehr abstrakte Konzept des Digitalen Zwillings konkretisiert, indem eine Referenzarchitektur für die Netz- und Elektrizitätswirtschaft sowie verschiedene praktische Anwendungsfälle und Beispiele vorgestellt werden. Diese werden hinsichtlich der über den Lebenszyklus von elektrischen Betriebsmitteln und Anlagen hinweg entstehenden Mehrwerte analysiert und bezüglich Kosten, Qualität, Dauer, Risiko und Herausforderungen qualitativ bewertet.

Des Weiteren werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie Netzbetreiber, Energieversorger und Hersteller die Innovationen in diesem Bereich zielführend umsetzen können.

Kernaufgabe der Netz- und Elektrizitätswirtschaft wird dabei sein, Datensilos aufzubrechen, Daten zu validieren und zusammenzuführen sowie erste digitale Zwillinge für spezielle Anwendungsfälle umzusetzen.

Download VDE Impuls (Deutsch, PDF 7 MB): www.vde.com/digitalerzwilling-energiewirtschaft-2023

Download VDE Impuls (Englisch, PDF 7 MB): www.vde.com/digitaltwin-energymarkets-2023

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