Gefunkt hat es bei Thomas Beiderwieden schon früh. Im Hauptberuf ist er bei der Allianz AG für Sprach- und Datennetze zuständig, privat widmet er sich schon viele Jahre mit voller Hingabe der traditionellen Kommunikationsmethode mit Antenne und Funkgerät. „Funken ist ein sehr technisches Hobby mit vielen Facetten“, sagt Thomas Beiderwieden. „Man muss sich mit Hochfrequenz auskennen, mit Computern – und mit Menschen.“ Seit 45 Jahren, sagt er, ist ihm das noch nicht einen Tag langweilig geworden.
Fast so lange, wie er sich als Funkamateur betätigt, ist er Mitglied im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), der größten Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Ende der 1990er-Jahre bekam Thomas Beiderwieden Kontakt zum VDE und hielt als Experte einen Fachvortrag, kurz darauf organisierte er schon selbst Veranstaltungen und landete schließlich im Vorstand des VDE Rhein-Main, dessen Vorsitzender er seit 2021 ist.
Unter anderem Thomas Beiderwieden ist es zu verdanken, dass DARC und VDE seit 2023 in engem Austausch stehen und sogar ein Memorandum of Understanding unterzeichnet haben, in dem es darum geht, in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Bildung und Wissensaustausch zusammenzuarbeiten.
Eine Verbindung, die für Thomas Beiderwieden auf der Hand liegt: „Beide Vereine beruhen auf der Begeisterung für Technik und Technologie. Ohne kann man weder funken noch dem VDE angehören.“ Geeint werden die Verbände auch durch eine gemeinsame Herausforderung: „Bei beiden sehe ich, dass wir mehr Nachwuchs brauchen. Wir müssen versuchen, junge Leute für die MINT-Fächer zu begeistern.“ Durch die Kooperation hätten beide Verbände die Chance, eine größere Zielgruppe zu erreichen, so Thomas Beiderwieden. Er kümmert sich nicht nur um die Ansprache junger Leute, sondern vernetzt in seiner Region unter anderem auch die VDE Vertrauensdozenten und arbeitet bei der Einrichtung von Ausschüssen und Gremien zum Beispiel zum wichtigen Thema Blitzschutz und Erdung von Antennenanlagen mit.
Gemeinsame Aktion von VDE und DARC: Stratosphärenballon in 23 Kilometer Höhe geschickt.
| DARC e.V.