Liebe Mitglieder und Freunde der DGBMT,
der März steht bei der DGBMT ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs und der interdisziplinären Vernetzung. Den Auftakt bildete unsere neue digitale DGBMT TECH TALK Reihe „Neurotechnologien für die Zukunft der Medizin“, die mit Impulsvorträgen von Prof. Dr. med. Steffen K. Rosahl und Prof. Dr.-Ing. Thomas Stieglitz sowie über 60 Teilnehmenden auf großes Interesse stieß. Eine kompakte Summary fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bildet zugleich den thematischen Rahmen für sechs weitere Veranstaltungen, die ab dem 18. März folgen. Die Reihe wird gemeinsam von den DGBMT‑Fachausschüssen „Neuroprothetik und Intelligente Implantate“ sowie „Implantierbare Assistenzsysteme und Rehabilitationstechnik“ gestaltet.
Ein weiteres Highlight erwartet uns vom 17. bis 20. März mit dem „Automed & MedRob‑Symposium“ in Hannover. Die beiden DGBMT Fachausschüsse „Automatisierungstechnische Verfahren für die Medizintechnik (AUTOMED)“ und „Medizinische Robotik (MedRob)“ haben ein hochkarätiges Programm mit über 70 Beiträgen zusammengestellt, das aktuelle Entwicklungen in Automatisierung und medizinischer Robotik adressiert.
Den Abschluss des Monats markiert die Einreichungsfrist für die BMT 2026 in Augsburg am 31. März. Mit 18 Fokus‑Sessions prägen die DGBMT Fachausschüsse erneut maßgeblich das wissenschaftliche Programm der Jahrestagung, die vom 6. bis 8. Oktober stattfindet. Bereits am Vortag am 5. Oktober setzt das Junge Forum BMT einen ersten Akzent. Ein besonderer Höhepunkt für früh Anreisende ist zudem die 25. Preisverleihung des Wettbewerbs Invent‑a‑Chip, die VDE und BMFTR am 5. Oktober ab 18:00 Uhr gemeinsam ausrichten.
Wir freuen uns auf einen inhaltlich starken und inspirierenden Monat März.
Viele Grüße aus der DGBMT‑Geschäftsstelle
Thomas Becks
P.S.: Haben Sie Ideen, Wünsche oder Anregungen? Schreiben Sie uns: dgbmt@vde.com
Medizintechnik als Motor der digitalen Transformation – Chancen und Herausforderungen
Digitalisierung im Gesundheitswesen bedeutet weit mehr als E-Rezepte oder elektronische Patientenakten. Medizintechnische Geräte generieren täglich riesige Datenmengen – doch ihr Potenzial bleibt oft ungenutzt.
Im Interview mit Prof. Dr. med. Sylvia Thun, Vorstandsmitglied der VDE DGBMT, wird klar:
- Patientensicherheit durch Daten: Rohdaten aus Geräten können mithilfe von KI helfen, kritische Zustände wie Blutungen, Sepsis oder Nierenversagen frühzeitig zu erkennen.
- Standards als Schlüssel: Projekte wie OR.NET und Normen wie IEEE 11073 SDC zeigen, wie Interoperabilität gelingt – doch viele Systeme sind noch nicht bereit für die vernetzte Welt.
- Politik & Kliniken in der Pflicht: Klare gesetzliche Vorgaben und die konsequente Umsetzung von Standards sind entscheidend, damit Krankenhäuser die richtigen Anforderungen stellen können.
Unser Appell: Hochwertige Daten müssen gemäß etablierter Standards verfügbar sein. Nur so wird vernetzte, bessere Medizin Realität.
Jetzt reinschauen:
Vollständiges Interview in E-HEALTH-COM
Medizintechnik ermöglicht die Digitalisierung im Gesundheitswesen
Dies ist das Fazit einer gemeinsamen Veranstaltung von DGBMT und DGIV (Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen), die am Rande des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit vom 25.06. bis 27.06. in Berlin stattfand.
Unter dem Titel „Wer sich vernetzt, ist erfolgreich und hilft Menschen. Medizintechnik muss integriert werden!” hielten Prof. Dr. Sylvia Thun (Charité und Vorstandsmitglied der DGBMT), Michael Dulava (März Internetwork Services AG) und Werner Frenz (Dräger) Impulsvorträge und diskutierten intensiv mit den Teilnehmern.
Mikro- und Nanoroboter in der Medizin
In der ersten Ausgabe des VDE dialog 2025 wird das Potenzial von Mikro- und Nanorobotern in der Medizin beleuchtet. Diese winzigen Roboter, teils kleiner als menschliche Zellen, könnten künftig für präzisere Behandlungen eingesetzt werden, indem sie gezielt Medikamente an schwer erreichbare Stellen im Körper transportieren. Im Interview erläutert Dr. Anna C. Bakenecker vom Fraunhofer IMTE in Lübeck die Fortschritte und Herausforderungen dieser Technologie, insbesondere in Bezug auf Steuerung, Bildgebung und Biokompatibilität.
KI-basiertes Wearable für die Früherkennung und Prävention bei tiefen Venenthrombosen
Das ThrombUS+ Horizon EU Project möchte die Risikoeinschätzung und Prävention für tiefe Venenthrombosen verbessern. Das Produkt, das hierfür entwickelt wird, unterliegt nicht nur regulatorischen Hürden aus der MDR, sondern auch dem Artificial Intelligence Act. Hier begleitet der VDE das Projekt von Beginn an.
Dr. Thorsten Prinz, Senior Manager Medizinprodukte und Software beim VDE, spricht im Interview mit MEDICA.de über das Projekt und die damit verbundenen Herausforderungen – wie zum Beispiel das „regulatorische Vakuum“ für KI-basierte Medizinprodukte, und wie der VDE dabei unterstützen kann.
MD Comp: Wie gelingt die sichere und konforme Integration von Medizinprodukten und Nicht-Medizinprodukten?
Die Digitalisierung im Medizintechnikbereich schreitet stetig voran. Damit einher geht die Vernetzung von Medizingeräten aller Art mit unterschiedlichsten Nicht-Medizingeräten. Typische Beispiele dafür sind das Patientenmonitoring oder der digitalisierte Operationssaal. Eine erhebliche Herausforderung für Hersteller und Betreiber besteht darin, Medizinprodukte mit Nicht-Medizinprodukten in Systeme mit medizinischem Zweck zu integrieren und dabei die Sicherheit und Leistungsfähigkeit nachweislich zu garantieren. Der VDE hat nun mit „MD Comp“ ein neues Konzept entwickelt, das diese Problematik adressiert. MD Comp bietet eine strukturierte Herangehensweise, um die technischen Eigenschaften von Nicht-Medizinprodukten so zu qualifizieren, dass diese konform in medizinische Systeme integriert werden können.
Online Kurs: Regulatory requirements for AI based medical devices
In Kooperation mit dem AIQ – Artificial Intelligence Quality & Testing Hub
Dieser Kurs konzentriert sich auf die regulatorischen Anforderungen für KI-basierte Medizinprodukte auf dem Markt der Europäischen Union. Der Kurs ist auf Fachleute zugeschnitten, die sich im komplexen Geflecht der EU-Vorschriften zurechtfinden müssen, und bietet eine eingehende Untersuchung der wesentlichen Richtlinien, Konformitätsstrategien und Qualitätssicherungsprozesse, die für die Marktzulassung erforderlich sind. Mit fachkundigen und innovativen Inhalten erwerben die Teilnehmer das Wissen und die Fähigkeiten, um sicherzustellen, dass ihre KI-Medizinprodukte die strengen EU-Standards erfüllen und den Weg für sicherere und effektivere Gesundheitslösungen ebnen.
Der Kurs wurde von Dr. Thorsten Prinz, Leiter Fachausschuss Regulatory Affairs konzipiert. Bei VDE Health widmet sich Herr Prinz den regulatorischen Anforderungen für Medizinprodukte und Software. Eine Teilnahme ist jederzeit möglich.