Kopfhörer und Handy auf eine Holztisch bei Sonnenuntergang
dekdoyjaidee / stock.adobe.com
23.01.2026

VDE DGBMT TECH TALK Reihe: Neurotechnologien für die Zukunft der Medizin

Erleben Sie den Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe:

Der erste DGBMT TECH TALK „Anwendungen der Neurotechnologie: Vom Nervenmonitoring zur Nervenstimulation“ bietet einen kompakten Überblick über klinische Einsatzmöglichkeiten, technische Lösungen sowie aktuelle Innovationsdynamiken in Neurotechnologie und Neuroprothetik.

Kontakt
Anne Oleniczak

Die Veranstaltung eröffnet die siebenteilige DGBMT TECH TALK Reihe „Neurotechnologien für die Zukunft der Medizin“, in der zentrale Erfolgsfaktoren – von Technik über Regulierung bis hin zu klinischer Anwendung – vertieft beleuchtet werden.

Zwei Expert*innen geben jeweils Impulse, anschließend diskutieren wir gemeinsam mit den Teilnehmenden. Aus jedem Termin entsteht ein übersichtliches Fact Sheet. Zum Abschluss werden alle Ergebnisse und Empfehlungen in einem umfassenden Positionspapier zusammengeführt.

Anwendungen der Neurotechnologie: Vom Nervenmonitoring zur Nervenstimulation
Prof. Dr. med. Steffen Rosahl, Neurochirurgie, Helios Klinikum Erfurt
Prof. Dr.-Ing. Thomas Stieglitz, IMTEK, Uni Freiburg
04. März, 17:00‒18:00 Uhr


Hier anmelden

Neurotechnologien für die Zukunft der Medizin

Neurotechnologie und Neuroprothetik verbinden Medizin, Neurowissenschaften, Medizintechnik und Informatik, um neuronale Funktionen zu messen, zu modulieren oder zu ersetzen. Sie besitzen hohe klinische und wirtschaftliche Relevanz, erfordern jedoch eine koordinierte Translation, klare regulatorische Prozesse und verlässliche ethische Rahmenbedingungen.

Sie umfassen Verfahren zur Erfassung neuronaler Signale (z. B. EEG, ECoG, Mikroelektroden), deren algorithmischer Verarbeitung sowie darauf basierender Stimulation (z. B. tiefe Hirn‑ oder Rückenmarkstimulation) oder funktioneller Substitution, etwa durch motorische und sensorische Neuroprothesen oder Sprach‑BCIs.

Der klinische Nutzen ist vielfältig: Wiederherstellung motorischer Funktionen bei Lähmungen, Verbesserung neurologischer Symptome durch Neuromodulation, rehabilitative Effekte durch adaptive Trainingssysteme sowie die Rückgewinnung sensorischer Wahrnehmung für Prothesenträger.

Die technische Forschung konzentriert sich auf zuverlässige neuronale Schnittstellen, robuste Signalverarbeitung, adaptive Stimulationsverfahren sowie skalierbare Entwicklungs‑ und Zulassungswege. In den kommenden 3–5 Jahren verschiebt sich der Fokus zunehmend von experimentellen Konzepten hin zu klinisch belastbaren, regulierungskonformen und alltagstauglichen Systemen.

Die DGBMT hat in ihrem Fachausschuss „Neuroprothetik und intelligente Implantate“ daher die siebenteilige DGBMT TECH TALK Reihe „Neurotechnologien für die Zukunft der Medizin“ entwickelt. Hier werden zentrale Erfolgsfaktoren – von Technik über Regulierung bis hin zu klinischer Anwendung – vertieft beleuchtet.

In jedem DGBMT TECH TALK geben zwei Expert*innen jeweils Impulse, anschließend diskutieren wir gemeinsam mit den Teilnehmenden. Aus jedem Termin entsteht ein übersichtliches Fact Sheet. Zum Abschluss werden alle Ergebnisse und Empfehlungen in einem umfassenden Positionspapier zusammengeführt.

Ein ideale Chance für alle, die die Zukunft der Neurotechnologie aktiv mitgestalten möchten.


Weitere Termine der DGBMT TECH TALK Reihe

Diese finden auch online ab 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Detaillierte Informationen folgen zum jeweiligen Termin.  

18.03.2026: Neue Basistechnologien, Embedded-Software und KI als Treiber der Entwicklung

Prof. Dr.-Ing. Karsten Seidl, FhG IMS, Universität Duisburg-Essen

N.N.

Prof. Dr.-Ing. Karsten Seidl, FhG IMS, Universität Duisburg-Essen

N.N.

Welche Rolle spielen Individualisierung und Personalisierung? Welche Basistechnologien gibt es in der Neurotechnologie? Welche Unterschiede gibt es bei technologischen Entwicklungen zwischen den präklinischen und klinischen Neurowissenschaften?  Welche technologischen Treiber und kritischen Entwicklungspfade gibt es? Welche Fachdisziplinen müssen intensiv  zusammenarbeiten, um die Entwicklung voranzutreiben? Wie sieht die technologische Roadmap aus?

15.04.2026: Forschungsergebnisse in die Anwendung bringen: Erfolgsfaktoren

Karin Somerlik-Fuchs, inomed Medizintechnik GmbH, Emmendingen

Prof. Dr. Thordur Helgasson, University of Iceland

Karin Somerlik-Fuchs, inomed Medizintechnik GmbH, Emmendingen

Prof. Dr. Thordur Helgasson, University of Iceland

Welche kritischen Pfade und Erfolgsfaktoren gibt es, um Neurotechnologien von der Entwicklung bis zur Anwendung zu bringen? Was können wir tun, um diesen Prozess zu beschleunigen? Wer muss dafür zusammenarbeiten? Wie können wir diese Zusammenarbeit erreichen und unterstützen?

29.04.2026: Innovationshürden überwinden: Zulassung als Medizinprodukt und klinische Studien

Dr. Martin Schüttler, CTO CorTec GmbH, Freiburg i. Br.

Dr. Hans Dietl, ex CTO Otto Bock Healthcare Deutschland GmbH

Dr. Martin Schüttler, CTO CorTec GmbH, Freiburg i. Br.

Dr. Hans Dietl, ex CTO Otto Bock Healthcare Deutschland GmbH

Wie hat sich der Zulassungsprozess in den letzten 20 Jahren verändert? Welche Tipps und Tricks gibt es, um die Zulassung als Medizinprodukt zu beschleunigen? Welche Unterschiede in der Konzeption von Regulatorik gibt es im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen und welche Auswirkung haben sie (FDA: IDE, HDE,…). Wie muss eine klinische Studie angelegt sein? Welche Handlungsempfehlungen können an das BfArM gegeben werden?

06.05.2026: Einführung als Medizinprodukt: Kosten versus klinischer Nutzen

Referentin und Referent sind angefragt.

Referentin und Referent sind angefragt.

Wie steht es um das Verhältnis der Entwicklungskosten zur Marktgröße? Wie steht es um das Verhältnis der Systemkosten zum klinischen Nutzen? Wie können die Stakeholder im Gesundheitswesen von der Finanzierung neurotechnologischer Anwendungen überzeugt werden? Was können die beteiligten Wissenschaftler und Unternehmen gemeinsam und vorwettbewerblich dafür tun? 

20.05.2026: Ethische Fragestellungen: Status quo und Auswirkungen

Prof. Dr. theol. Habil. Arne Manzeschke, Evangelische Hochschule Nürnberg

Prof. Dr. Marcello Ienca, Ethics of AI & Neurosciences, TU München

Prof. Dr. theol. Habil. Arne Manzeschke, Evangelische Hochschule Nürnberg

Prof. Dr. Marcello Ienca, Ethics of AI & Neurosciences, TU München

Die deutsche Ethikkommission hat eine Anhörung zu Neurotechnologien gemacht. Welche Schlussfolgerungen wurden von ihr gezogen? Welchen Einfluss kann das auf die Entwicklung von medizinischen Anwendungen haben? Wie können wir ethische Fragestellungen schnell und praxisnah bearbeiten?

10.06.2026: Unser Forschungs- und Innovationsstandort: Die Rolle Deutschlands im internationalen Vergleich

Esther Novosel, Neuroloop

Rafael Laguna de la Vera, SPRIND Bundesagentur für Sprunginnovation

Esther Novosel, Neuroloop

Rafael Laguna de la Vera, SPRIND Bundesagentur für Sprunginnovation

Welche Bedeutung haben Neurotechnologien für die wirtschaftliche Entwicklung der Medizintechnik und für den Hightech-Standort Deutschland? Welche neuen und bereits bestehenden Unternehmen profitieren von dieser Entwicklung? Welche Wettbewerber gibt es in Europa und international? Welche Partnerschaften bieten sich zum Aufbau eines Ökosystems an? Wie können wir ein Ökosystem aufbauen?