FNN-Studie Unsymmetrie sichert mit Grenzwerten Netzbetrieb im Niederspannungsnetz bei mehr E-Mobilität
20.01.2020 Studie 607 0

FNN-Studie zu Unsymmetrie-Grenzwerten

Aktuell sind in öffentlichen Niederspannungsnetzen bereits einphasige und zweiphasige Geräte mit hoher Leistung im Einsatz. Wenn in Zukunft immer mehr Geräte wie Elektroautos und Speicher ans Niederspannungsnetz angeschlossen werden, steigen sowohl Nutzungsdauer als auch Gleichzeitigkeit.

Deshalb erstellt das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) eine Studie, die Unsymmetrie-Grenzwerte ermitteln soll. Damit wird eine wichtige Grundlage für den sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb im Niederspannungsnetz der Zukunft geschaffen. Die Studie startete im Januar 2020 und wird voraussichtlich im Sommer 2021 veröffentlicht.

Aufgabenstellung

  • Abbildung von vorhandenen öffentlichen Niederspannungsnetzen in Deutschland, deren Strukturen, Versorgungsaufgaben und angeschlossenen Verbrauchsmitteln, Ladeeinrichtung, Erzeugungsanlagen und Speicher durch repräsentative Netzmodelle
  • Ermittlung von zulässigen Leistungsgrenzwerten für den Anschluss und Betrieb ein- und zweiphasiger Geräte
  • Untersuchung der Auswirkung auf die Spannungsqualität der Netze mit Hilfe von Netzmodellen
  • Ermittlung einer systemweiten Lösung (Gerätegrenzwerte versus Netzausbau)
  • Betrachtung der Belastungsfolgen des PEN-Leiters
  • Analyse der Folgen für die Versorgerqualität

Die FNN-Studie läuft unter dem Namen „Maximal zulässiger Unsymmetrie-Grenzwert der Bemessungsscheinleistung beim Anschluss und Betrieb von elektrischen Verbrauchsmitteln, Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge, Erzeugungsanlagen und Speichern für Kundenanlagen am öffentlichen Niederspannungsnetz“ und wird in mehreren Phasen durchgeführt. Zunächst findet eine Bestandsaufnahme statt. Darauf aufbauend werden deutschlandweite Feldmessungen und Netzsimulationen durchgeführt und offene Fragen identifiziert.

Kontakt

Florian Regnery