Studie zu VDE|FNN Störungsstatistiken 2004 – 2011, um Verfügbarkeiten eingesetzter Betriebsmittel einzuschätzen.
01.01.2020

Studie "Ermittlung von Eingangsdaten zur Zuverlässigkeitsberechnung aus der FNN Störungsstatistik"

Die Prognosegenauigkeit der Versorgungszuverlässigkeit der Stromnetze steht und fällt mit der Aktualität und Belastbarkeit von Daten zur Verfügbarkeit der Betriebsmittel. Eine Studie wertet diese Daten aus den FNN Verfügbarkeits- und Störungsstatistiken für die Berichtsjahre 2012-2018 aus.

Ein großer Nutzen der FNN Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik besteht in den umfangreichen Daten zum Störungsgeschehen in den deutschen Stromnetzen über viele Jahre. Eine wesentliche Grundlage für die Ableitung weiterführender Aussagen hieraus, ist die längerfristige Störungserfassung auf Basis eines ähnlichen Schemas. Die Ermittlung von Eingangsdaten zur Zuverlässigkeitsberechnung stellt dabei einen bedeutenden Mehrwert der FNN Störungsstatistik dar.

Um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern ist eine entsprechende Weiterentwicklung der Netze erforderlich. Hierdurch ergeben sich Änderungen in der Netztechnik und im Netzbetrieb. Es wird daher umso wichtiger, das Störungsgeschehen im Netz zu monitoren und auszuwerten, um frühzeitig evtl. Handlungsbedarf zu identifizieren. Genau an dieser Stelle setzt die Studie "Ermittlung von Eingangsdaten zur Zuverlässigkeitsberechnung aus der FNN Störungsstatistik" an. Für die überwiegend im Einsatz befindlichen Betriebsmittel auf den entsprechenden Spannungsebenen und für die unterschiedenen Sternpunktbehandlungen werden hinreichend belastbare Zuverlässigkeitskenndaten ermittelt. Die Studie wurde von der Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft (FGH) zusammen mit dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen durchgeführt und von VDE FNN begleitet. Sie basiert auf Daten der FNN Störungs- und Verfügbarkeitsstatistiken der Jahre 2012 bis 2018.

Da die deutschen Netze der allgemeinen elektrischen Energieversorgung bereits eine hohe Versorgungszuverlässigkeit aufweisen, ist das Störungsgeschehen in einigen Spannungsebenen nur sehr gering. Daher liegen in Einzelfällen nur kleine Grundgesamtheiten und Ereigniszahlen vor. In diesen Fällen werden daher ergänzende Sensitivitätsanalysen empfohlen.

Der in der aktuellen Studie vorgenommene Vergleich mit den vorherigen Auswertungen der Zeiträume von 1994 bis 2001 sowie von 2004 bis 2011 verdeutlicht die Entwicklungstrends in allen Spannungsebenen. Zudem wird der fortlaufende Aktualisierungsbedarf und damit auch der Nutzen einer längerfristig auf ähnlichem Schema erfolgenden Störungserfassung bestätigt. Damit kann sowohl dem natürlichen Altersprofilwandel als auch Änderungen durch neue Herausforderungen, wie z. B. aufgrund dezentraler Erzeugungsanlagen und erhöhter Übertragungsaufgaben Rechnung getragen werden. Für die überwiegend im Einsatz befindlichen Betriebsmittel auf den entsprechenden Spannungsebenen und für die unterschiedenen Sternpunktbehandlungen lassen sich aus der FNN Statistik hinreichend belastbare Zuverlässigkeitskenndaten ermitteln.
Die aktuelle Auswertung auf Basis der FNN Statistik bietet für die Netze der allgemeinen elektrischen Energieversorgung in Deutschland eine bestmögliche Datentiefe, Belastbarkeit sowie Sorgfalt. Um technologische Trends rechtzeitig erkennen zu können, wird FNN die vorliegende Auswertung in angemessenen Zeiträumen aktualisieren.

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