03.06.2022 Studien + Roadmaps + Hinweise

Einheitliche Leitfäden für Netzschutz in der DACH-Region

Ob aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – für Interessierte aus der DACH-Region stehen einheitliche Anwendungshilfen für den Netzschutz und den Betrieb von Schutzsystemen bereit.

Schutzsysteme sind ein unverzichtbarer Bestandteil für einen sicheren und stabilen Netzbetrieb. Heute werden dafür meist digitale Schutzeinrichtungen verwendet. Schutzexpert*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben gemeinsam Lösungen für den aktuellen und künftigen Netzschutz entwickelt.


Das Wichtigste in Kürze

VDE FNN hat drei neue Hinweise in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Schutztechnik“ von ÖESTERREICHS ENERGIE und dem VSE Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen erarbeitet:

Netzschutzkonzepte für die Zukunft

Der VDE FNN Hinweis „Netzschutzkonzepte für zukünftige Netze“ beschreibt, wie sich die Weitentwicklung der Netze auf den Netzschutz auswirkt und zeigt Lösungen auf. Dieser Hinweis ergänzt den „Leitfaden zum Einsatz von Schutzsystemen in elektrischen Netzen“ vor allem um Zukunftsthemen. Die aktuelle Überarbeitung widmet sich insbesondere den Herausforderungen infolge der erhöhten Verkabelung.

Betrieb von digitalen Schutzsystemen

Im Zuge des vermehrten Einsatzes digitaler Schutzeinrichtungen ist es sinnvoll, die eigene Instandhaltungsstrategie zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der “Leitfaden für die Inbetriebnahme und den Betrieb von digitalen Netzschutzsystemen” beschreibt einzelnen Prüfanlässe und deren Umfang und erläutert Bandbreiten für zyklische Prüfungen und Kriterien für deren Bemessung.

Auswirkungen der Netzfrequenz auf den Netzschutz

Für eine robuste Regelung und Fehlerdetektion ist die Netzfrequenz eine wichtige Größe. Bei schnell wechselnden Netzzuständen ist die Frequenz jedoch meist nicht eindeutig definierbar. Um einen Kompromiss zwischen einer genauen und schnellen Messung zu finden, bietet der VDE FNN Hinweis „Ermittlung und Bewertung der Frequenz in Energieversorgungsnetzen – Auswirkungen netzseitiger Störeinflüsse“ konkrete Unterstützung. Im Fokus:

  • Zusammenhänge zwischen Messdauer und Messgenauigkeit
  • Verschiedene Messverfahren und deren Anwendung

Der neue Hinweis ersetzt Version 1 des Hinweises „Ermittlung und Bewertung der Netzfrequenz – Auswirkungen netzseitiger Störeinflüsse“ von 2017. Die Kapitel wurden nach Funktionen und Einsatzgebieten neu gegliedert und thematisch erweitert.

Zielgruppe

  • Netzbetreiber
  • Hersteller
  • Anwender