Nach Einschätzung von VDE FNN und DKE erzielt die Einführung eines neuen, parallelen Technologiepfads das Gegenteil des angestrebten Ziels: Der derzeit skalierende Rollout intelligenter Messsysteme wird gehemmt, da zusätzliche Aufwände in technischer Entwicklung, Einführung, IT-Systemen und im Betrieb einerseits Kapazitäten binden und andererseits den angestrebten Skalierungseffekt reduzieren. Der Rollout zeigt zunehmend Dynamik und befindet sich in einer entscheidenden Phase der Skalierung.
Die größten Kostenvorteile der Smart-Meter-Infrastruktur ergeben sich durch die flächendeckende Umsetzung eines einheitlichen Standards sowie standardisierter Prozesse. Die Einführung einer neuen, zusätzlichen Technologieoption erfordern neue Prozesse, Schnittstellen, IT-Anpassungen und Betriebsabläufe und lösen damit zusätzliche Investitionen bzw. Ressourcenbindung aus. Das Risiko paralleler Systemlandschaften steigt, während die Skalierung eines bundesweit standardisieren, cybersicheren und interoperablen Rollouts geschwächt wird.
Die Lösung „1:n“ ist bereits verfügbar, erprobt und hat den zusätzlichen Vorteil, dass Endkunden später ohne aufwändigen Wechsel des Smart Meters Steuerungsfunktionen einfach ergänzen können. Zudem entsteht keine prozessuale Parallelwelt.