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VDE FNN
13.07.2026

Bestehende Smart-Meter-Infrastruktur nutzen statt neue Parallelstrukturen schaffen

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE FNN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) im VDE kritisieren den Vorschlag der Bundesregierung, „Smart Meter Light Systeme“ einzuführen. Der skalierende Rollout von intelligenten Messsystemen wird damit absehbar gebremst und auf systemische Skaleneffekte verzichtet. Vielmehr sollten die bereits im Messstellenbetriebsgesetz vorhandene kosteneffiziente Lösungen „1:n“ (ein Smart Meter Gateway für viele Zähler) für Mieter und Mieterinnen in Mehrfamilienhäusern verstärkt genutzt werden. 

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Frank Borchardt
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Nach Einschätzung von VDE FNN und DKE erzielt die Einführung eines neuen, parallelen Technologiepfads das Gegenteil des angestrebten Ziels: Der derzeit skalierende Rollout intelligenter Messsysteme wird gehemmt, da zusätzliche Aufwände in technischer Entwicklung, Einführung, IT-Systemen und im Betrieb einerseits Kapazitäten binden und andererseits den angestrebten Skalierungseffekt reduzieren. Der Rollout zeigt zunehmend Dynamik und befindet sich in einer entscheidenden Phase der Skalierung. 

Die größten Kostenvorteile der Smart-Meter-Infrastruktur ergeben sich durch die flächendeckende Umsetzung eines einheitlichen Standards sowie standardisierter Prozesse. Die Einführung einer neuen, zusätzlichen Technologieoption erfordern neue Prozesse, Schnittstellen, IT-Anpassungen und Betriebsabläufe und lösen damit zusätzliche Investitionen bzw. Ressourcenbindung aus. Das Risiko paralleler Systemlandschaften steigt, während die Skalierung eines bundesweit standardisieren, cybersicheren und interoperablen Rollouts geschwächt wird.

Die Lösung „1:n“ ist bereits verfügbar, erprobt und hat den zusätzlichen Vorteil, dass Endkunden später ohne aufwändigen Wechsel des Smart Meters Steuerungsfunktionen einfach ergänzen können. Zudem entsteht keine prozessuale Parallelwelt.