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VDE FNN
10.02.2026

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen und Erzeugungsanlagen unter 100 kW – Wirksamkeit der Steuerung auf den Netzanschlusspunkt fokussieren

Für die Aufrechterhaltung eines sicheren Netzbetriebs ist es von großer Bedeutung, dass der Verteilnetzbetreiber (VNB) im Fall einer kritischen Netzsituation sowohl den Leistungsbezug als auch die Einspeisung dezentraler, steuerbarer Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen unter 100 kW, die in der Niederspannung angeschlossen sind, über die Infrastruktur der intelligenten Messsysteme beeinflussen zu können.

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Laura Woryna
Frank Borchardt

Für die erfolgreiche netzorientierte Steuerung durch Verteilnetzbetreiber (VNB) ist es von entscheidender Bedeutung, auf ein durchdachtes, massenprozesstaugliches Gesamtsystem hinzuwirken. Für funktionierende Ende-zu-Ende-Prozesse müssen dabei insbesondere beide Energierichtungen mit Wirkung auf den Netzanschlusspunkt betrachtet werden. 

Einzig die Leistung am Netzanschlusspunkt ist für den sicheren Netzbetrieb relevant. Der Eigenverbrauch der selbst erzeugten Energie durch den Anschlussnehmer sollte dabei nicht eingeschränkt werden.

VDE FNN plädiert dafür, dass bei Erzeugungsanlagen unter 100 kW vorgegebene Leistungswerte durch den VNB die netzwirksame Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt adressieren, explizit nicht die Erzeugungsleistung der Anlage. Dazu wurde das Positionspapier „Wirksamkeit der Steuerung auf den Netzanschlusspunkt fokussieren“ erstellt, dass sich mit einem entsprechenden Lösungsvorschlag an das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur richtet.

Die Entwicklung des iRLMSys erfolgte in enger Abstimmung mit relevanten Stakeholdern wie DVGW und ZVEI im Rahmen der Standardisierungspartnerschaft mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.