Ziel dieses VDE FNN Impulses ist es, die im Konzeptpapier der Smart-Meter-Initiative vorgestellten Ansätze für ein Smart Meter Light technisch grob einzuordnen. Die Analyse zeigt: Das Konzeptpapier weist keine kostengünstigere, zugelassene, interoperable und massenmarktfähige Gesamtlösung für ein Smart Meter Light nach. Vielmehr wären zusätzliche Standardisierung, Regulierung, Zulassung sowie neue technische und organisatorische Strukturen erforderlich. VDE FNN sieht den schnellsten Weg zu einer breiten Teilhabe an der Energiewende daher in der konsequenten Nutzung und Skalierung der bereits etablierten Smart-Meter-Infrastruktur sowie der im Messstellenbetriebsgesetz verankerten 1:n-Anbindung. Dabei sind mehrere Zähler mit einem Smart-Meter-Gateway verbunden.
Anstatt in Deutschland neben dem intelligenten Messsystem (iMSys) weitere Systemwelten aufzubauen und dabei bereits gelöste Fragestellungen erneut zu bearbeiten, wäre es deutlich effizienter, den bestehenden Rolloutpfad konsequent weiterzugehen. Auch mit Blick auf das in Diskussion befindliche 75-Prozent-Ziel der EU sollten zur Zielerreichung Mehrparteienhäuser stärker eingebunden, vorhandene Optimierungspotenziale und Skaleneffekte genutzt sowie die bereits laufende Beschleunigung des Rollouts weiter vorangetrieben werden.