Systemstabilität ist die Fähigkeit eines Systems, im gestörten und ungestörten Betrieb stabil zu bleiben. Im Stromsystem bedeutet dies, vor allem Spannung und Frequenz innerhalb der zulässigen Grenzen und konstant zu halten.
Was ist Systemstabilität?
Das System muss in der Lage sein, bei Störungen im stabilen Zustand zu bleiben bzw. dahin zurückzukehren. Anders ausgedrückt: Spannung und Frequenz müssen bei Störungen schnell stabilisiert werden. Dazu müssen Erzeugungs-, Verbrauchs- und Netzanlagen abgestimmt und automatisch reagieren. Das ist bei Millionen von verschiedensten Anlagen die Herausforderung.
- Spannung: Anlagen müssen künftig schnell Spannungsänderungen entgegenwirken und mithelfen, die Spannung konstant zu halten
- Frequenz: Anlagen müssen bei Störungen am Netz bleiben und das System stützen. Das tun sie, indem sie schnell und stabil ihre Leistung anpassen und zwar abhängig davon, was das System zur Behebung der Störung braucht
Systemstabilität ist kein neues Thema, bisher haben die konventionellen Kraftwerke mit ihren Eigenschaften die Systemstabilität gesichert. Insbesondere ihre Schwungmassen sorgen ganz automatisch für eine gewisse Trägheit. So kann das System auf die Beherrschung von Störungen vorbereitet werden sowie den teilweisen Ausfall oder sogar den vollständigen Blackout des Systems abwenden.