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Warum Stromnetze heute widerstandsfähiger sein müssen

Resilienz ist die Fähigkeit von Stromnetzen, ihre Funktion auch unter Gefährdungen aufrechtzuerhalten, Störungen schnell zu überwinden und sich langfristig an veränderte technische, klimatische und gesellschaftliche Bedingungen anzupassen. 

Das deutsche Stromnetz ist bereits auf ein hohes Sicherheitsniveau ausgelegt: Bei den Netzbetreibern erkennen die Expert*innen der Systemführung frühzeitig Probleme. Die dezentrale Struktur mit rund 900 Netzbetreibern in Deutschland ist ein weiterer Vorteil, durch den Ausfälle begrenzt und schnelle Reaktionen ermöglicht werden – 2024 betrug die durchschnittliche Stromunterbrechung pro Kunde nur 12,9 Minuten, der europäische Spitzenwert. Um diese Versorgungssicherheit jedoch dauerhaft zu gewährleisten, sind zusätzliche Maßnahmen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung erforderlich. Genau hier setzt VDE FNN an: Als Treiber und Partner unterstützen wir Netzbetreiber mit technischen Grundlagen, etwa zum Risiko- und Krisenmanagement sowie automatischen Letztmaßnahmen, praxisnahen Hinweisen, wie zum Netz- und Versorgungswiederaufbau, und dem Austausch relevanter Akteure beim Aufbau resilienter Stromnetzinfrastrukturen. Lehren aus Hochwasser, Pandemie und gezielten Cyberangriffen stärken die Widerstandsfähigkeit, sodass resilienter Stromnetzbetrieb dauerhaft zuverlässige Versorgungssicherheit gewährleistet.

Drei Charakteristika resilienter Stromnetze

Warum Resilienz im Stromnetz entscheidend ist

Icon Wind und Wolken
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Extremwetter

Extremwetter wie Hochwasser, Hitze oder Eis belasten Stromanlagen und Leitungen und erhöhen das Risiko für Ausfälle. Ein resilienter Netzbetrieb erkennt Probleme frühzeitig, begrenzt Schäden und sorgt dafür, dass die Stromversorgung auch unter extremen Bedingungen zuverlässig bleibt.

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Energiewende

Mit der Energiewende steigt durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien die Komplexität des Netzbetriebs deutlich. Widerstandsfähige und flexible Strukturen sichern die Versorgung und ermöglichen Netzbetreibern, neue Technologien und dezentrale Erzeuger effizient zu integrieren.

Icon Cyber-Security
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Cyberrisiken

Zugleich nimmt die Bedrohung durch Cyberrisiken zu, denn digitale Angriffe auf Stromnetze können die kritischen Infrastrukturen erheblich beeinträchtigen. Robuste Sicherheitsmaßnahmen und schnelle Reaktionen schützen wichtige Systeme, verhindern größere Störungen und halten die Versorgung stabil. 

Interview: Stromversorgung unter Raketen- und Cyberangriffen

Valerii Osadchuk

Valerii Osadchuk, Leiter der Abteilung für Kommunikation und internationale Zusammenarbeit, NPC Ukrenergo

| NPC Ukrenergo

Vom Krisenszenario zur Praxis: Wie die Ukraine ihr Stromnetz schützt und warum diese Erfahrungen für Europa relevant sind.

Seit Beginn der groß angelegten Invasion steht das ukrainische Stromnetz unter dauerhaftem Beschuss. Raketen- und Drohnenangriffe sowie Cyberattacken zielen bewusst auf kritische Energieinfrastruktur. In diesem Interview schildert Valerii Osadchuk, Leiter der Abteilung für Kommunikation und internationale Zusammenarbeit bei NPC Ukrenergo, wie es dennoch gelingt, die Stromversorgung des Landes aufrechtzuerhalten. Er erläutert die Bedeutung der rechtzeitigen Abkopplung vom russischen Stromnetz, den Aufbau technischer und personeller Notreserven sowie Maßnahmen zum physischen Schutz zentraler Anlagen. Zudem gibt Osadchuk Einblicke in die Priorisierung der Stromversorgung in Extremsituationen, den Umgang mit Cyberbedrohungen und die besondere Rolle der Mitarbeitenden. Das Gespräch macht deutlich, welche Lehren europäische Netzbetreiber aus den Erfahrungen der Ukraine für den Aufbau resilienter Stromnetze ziehen können.

Jetzt lesen

Uncertain Times: Between War and Peace. What should a resilient European Energy Sector look like?

Das Video (in Englisch) ist beim European Future Technology Summit (EFTS) 2024 in Brüssel entstanden. Diese Veranstaltung fokussierte auf die Stärkung resilienter Strom- und Kommunikationsnetze in Europa - ein Thema, das durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und seinen Auswirkungen auf Europa und die Welt wichtiger geworden ist. Der EFTS 2024 wurde von EUREL, dem europäischen Dachverband der Ingenieure der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik, und unter Federführung des VDE veranstaltet.

Produkte und Services

FNN Hinweise zum Krisenmanagement und Risikomanagement liefern Netzbetreibern Unterstützung zur effizienten Vorbereitung.

VDE FNN Hinweis Aufbau und Betrieb resilienter Stromnetzinfrastrukturen

FNN Hinweise zum Krisenmanagement und Risikomanagement liefern Netzbetreibern Unterstützung zur effizienten Vorbereitung.

Die praxisnahe Umsetzungshilfe gibt Orientierung, wie bestehende gesetzliche Anforderungen, Normen und Branchenstandards im Rahmen eines Resilienzmanagements bereits heute wirksam umgesetzt werden können. 

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Steuerung über intelligente Messsysteme

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Mit der rasant steigenden Zahl an installierten PV-Anlagen, Wallboxen und Wärmepumpen steigt die Notwendigkeit, diese für einen sicheren Netzbetrieb netzorientiert zu steuern. VDE FNN setzt sich hier für den flächendeckenden Einsatz intelligenter Messsysteme ein. In zahlreichen Lastenheften und Anwendungshilfen wird deren Konstruktion, Funktion und Betrieb beschrieben.

VDE FNN Hinweis Netz- und Versorgungswiederaufbau

Der Hinweis beschreibt Abläufe, um nach größeren Ausfällen die Versorgung schnell wiederherzustellen. Es regelt Prioritäten, Ressourceneinsatz und die Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern und Behörden. 

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VDE-Anwendungsregel zum Risikomanagement

Icon Schutzsymbol

Die VDE-Anwendungsregel „Sicherheit im Stromnetz – Risikomanagement des Netzbetreibers“ (VDE-AR-N 4143-2) ist ein Instrument, um Gefährdungen bei den betrieblichen Prozessen des Netzbetriebs zu erkennen, zu bewerten und resultierende Risiken zu minimieren.

Icon Krisenmanagement

VDE-Anwendungsregel zum Krisenmanagement

Icon Krisenmanagement

Die VDE-Anwendungsregel  „Sicherheit im Stromnetz – Krisenmanagement des Netzbetreibers“ (VDE-AR-N 4143-1) unterstützt die Betreiber von Stromnetzen bei der Erstellung und Überprüfung ihres eigenen Krisenmanagement-Konzeptes. Damit können sie im Krisenfall ihre Handlungsfähigkeit behalten und möglichst zügig zum Normalbetrieb zurückfinden.

Icon Anwendungsregel

VDE-Anwendungsregeln Automatische Letztmaßnahmen (VDE-AR-N 4142)

Icon Anwendungsregel

Die VDE-Anwendungsregel legt Maßnahmen fest, wie Netzbereiche bei Störungen automatisch abgeschaltet werden, um großflächige Blackouts zu verhindern. Sie macht Netzbetreibern klare Vorgaben, wie der unterfrequenzabhängige Lastabwurf umgesetzt werden müssen.

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Technisches Sicherheitsmanagement (TSM)

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Das TSM setzt einheitliche praxisnahe Standards für Betrieb, Wartung und Sicherheit von Energieanlagen und dient Netzbetreibern als freiwilliges Instrument für ihre Selbstkontrolle. Durch regelmäßige Risikoanalysen, präventive Wartungen, Notfallübungen sowie weitere organisatorische und technische Maßnahmen werden mögliche Defizite frühzeitig erkannt und behoben.

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Ressourcenregister

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Das bewährte netzbetreiberübergreifende Register über Ressourcen für Krisenfälle wird von VDE FNN seit Jahren kontinuierlich aktualisiert und teilnehmenden Netzbetreibern zur Verfügung gestellt. In diesem Register können Netzbetreiber freiwillig ihre technischen Betriebsmittel, Materialien und ihren Notfallkontakt erfassen.

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