Warum Stromnetze heute widerstandsfähiger sein müssen
Resilienz ist die Fähigkeit von Stromnetzen, ihre Funktion auch unter Gefährdungen aufrechtzuerhalten, Störungen schnell zu überwinden und sich langfristig an veränderte technische, klimatische und gesellschaftliche Bedingungen anzupassen.
Das deutsche Stromnetz ist bereits auf ein hohes Sicherheitsniveau ausgelegt: Bei den Netzbetreibern erkennen die Expert*innen der Systemführung frühzeitig Probleme. Die dezentrale Struktur mit rund 900 Netzbetreibern in Deutschland ist ein weiterer Vorteil, durch den Ausfälle begrenzt und schnelle Reaktionen ermöglicht werden – 2024 betrug die durchschnittliche Stromunterbrechung pro Kunde nur 12,9 Minuten, der europäische Spitzenwert. Um diese Versorgungssicherheit jedoch dauerhaft zu gewährleisten, sind zusätzliche Maßnahmen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung erforderlich. Genau hier setzt VDE FNN an: Als Treiber und Partner unterstützen wir Netzbetreiber mit technischen Grundlagen, etwa zum Risiko- und Krisenmanagement sowie automatischen Letztmaßnahmen, praxisnahen Hinweisen, wie zum Netz- und Versorgungswiederaufbau, und dem Austausch relevanter Akteure beim Aufbau resilienter Stromnetzinfrastrukturen. Lehren aus Hochwasser, Pandemie und gezielten Cyberangriffen stärken die Widerstandsfähigkeit, sodass resilienter Stromnetzbetrieb dauerhaft zuverlässige Versorgungssicherheit gewährleistet.